Passionsblume durch Ableger vermehren

Genau wie bei der Stecklingsvermehrung handelt es sich bei Absenkern um Klone der Mutterpflanze. Ihr Vorteil besteht jedoch darin, dass die Jungpflanzen solange von der erwachsenen Passiflora mit ernährt werden, bis sie selbst gewurzelt haben.

Passiflora Ableger

Absenker sind widerstandsfähiger als Stecklinge

Zwar brauchen Absenker im Durchschnitt mindestens acht Monate, bis sie ausreichend Wurzeln gebildet haben und von der Mutterpflanze getrennt werden können – ergo sehr viel länger als Stecklinge, die von Anfang an auf sich selbst gestellt sind – sind dafür allerdings auch widerstandsfähiger gegenüber Erkrankungen und Schädlinge. Bei vielen Stauden und Sträuchern verspricht die Absenker-Methode deutlich bessere Erfolge als die Stecklingsvermehrung, bei der Passionsblume allerdings ist die gewählte Methode im Grunde nebensächlich. Passiflora-Stecklinge wurzeln meist schnell und zuverlässig, sind jedoch recht anfällig für einen Befall mit Spinnmilben und ähnlichen pflanzensaftsaugenden Schädlingen.

Vermehrung der Passiflora durch Absenker

Um erfolgreich Absenker ziehen zu können, sollte sich Ihre Passiflora entweder in einem ausreichend großen Topf befinden oder aber Sie haben die Möglichkeit, einen kleineren Anzuchttopf in der unmittelbaren Nähe anzubringen bzw. hinzustellen. Diese Methode ist möglichst zu bevorzugen, da sich sonst womöglich die Wurzeln der Einzelpflanzen verwirren können. Absenker sollten im Frühjahr gepflanzt werden.

  • Wählen Sie einen biegsamen, jungen und gesunden Trieb aus.
  • Entfernen Sie bis auf zwei am “Schopf” des Triebes alle Blätter.
  • Schneiden Sie unterhalb des Schopfes den Trieb auf einer Länge von zwei bis drei Zentimetern schräg ein.
  • Vorsicht! Der Zweig wird nur an- aber nicht durchgeschnitten!
  • Halten Sie den Schnitt mit einem Stückchen Plastik, einem Streichholz o. ä. offen.
  • Pflanzen Sie nun den Trieb mit der Einschnittstelle in einen Topf mit Anzuchterde.
  • Dabei schaut der Schopf auf der anderen Seite der Erdmulde heraus.
  • Sie können die Einschnittstelle in ein Bewurzelungshormon tauchen.
  • Fixieren Sie den Absenker mit einem Stück Draht o. ä.
  • Halten Sie die Stelle schön feucht, aber nicht düngen.

Der Absenker sollte bis zum folgenden Frühjahr an der Mutterpflanze verbleiben und gemeinsam mit dieser überwintert werden.

Tipps & Tricks

Im Winter gewachsene Triebe setzen in der Regel keine Blüten an, weshalb Sie diese im Frühjahr ruhig zurückschneiden können. Ein Schnitt regt zudem das Wachstum und die Verzweigung der jungen Pflanze an, die etwa ab April / Mai von der Mutterpflanze getrennt werden sollte.

Text: Ines Jachomowski

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