Eine Papaya aus Samen ziehen und in einen Topf pflanzen

Papayas sind nicht nur leckere Früchte mit einer exotischen Herkunft, sondern weisen als Pflanzen auch einige botanische Besonderheiten auf. Die interessanten Pflanzen lassen sich aus den Samen in handelsüblichen Früchten anbauen.

Papaya pflanzen

Welche sind die besonderen Eigenschaften der Papaya-Pflanzen?

Papayas zählen zu den Melonengewächsen und weisen als Pflanzen ein relativ rasches Wachstum auf. Obwohl Sie einen meist unverzweigten und hohlen Stamm ausbilden, gelten sie nicht als Baum, aber auch nicht als Strauch. Papayas sind nicht eindeutig dem Obst oder Gemüse zuzuordnen, da sie unreif für pikante Salate und in vollreifer Form für den Frischverzehr und süße Desserts verwendet werden können. Es gibt verschiedene Sorten der Papaya, von denen manche selbstbefruchtend, andere dagegen zweihäusig sind.

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Wie sollte der Standort für eine Papaya beschaffen sein?

Papayas werden hauptsächlich in tropischen und subtropischen Ländern mit einem ganzjährig warmen Klima angebaut, beispielsweise in:

  • China
  • Thailand
  • Iran
  • Australien

Daher können die Pflanzen hierzulande nur als Zimmerpflanzen oder als Kübelpflanzen kultiviert sein. Im Sommer sollte die Papaya durchaus an einer vollsonnigen Stelle positioniert, aber auch ausreichend feucht gehalten werden. Im Winter dürfen Papaya-Pflanzen möglichst keinen Temperaturen unter 10 Grad Celsius ausgesetzt werden, allerdings benötigen sie beim Überwintern einen hellen Platz.

Welches Anzuchtsubstrat wird für Papayas benötigt?

Für den Anbau im Topf müssen die Samen aus der Papaya zunächst von anhaftendem Fruchtfleisch gereinigt werden, damit diese während der Keimphase nicht schimmeln. Sie sollten idealerweise in einem nährstoffarmen Substrat wie Kokosmaterial oder Torf angesät werden, damit es zu einem gesunden Wurzelwachstum der jungen Pflanzen kommt. Während der etwa zwei Wochen dauernden Keimphase sollte das Anzuchtsubstrat konstant feucht, aber nicht zu nass gehalten werden.

Kann man Papayas aus Samen ziehen und in Töpfe pflanzen?

Die Keimung von Papayas gelingt meist relativ unkompliziert, allerdings sind die jungen Pflänzchen beim Pikieren und Einpflanzen in Töpfe oft etwas empfindlich. Deshalb muss entweder gleich der Anbau mehrerer Jungpflanzen erfolgen, oder die Samen werden gleich einzeln in mittelgroße Töpfe für das erste Lebensjahr der Pflanzen gesät.

Wie können Papayas vermehrt werden?

Die Pflanze der Papaya wächst im Allgemeinen relativ licht und benötigt deshalb keinen Schnitt wie andere Obstgehölze. Eine Anzucht von Stecklingen ist daher nicht gängige Praxis, sie würde aber auch aus anderen Gründen kaum lohnen. Da die Papaya zu den sehr rasch wachsenden Pflanzen zählt, ist eine Anzucht aus Samen zweckmäßig und unkompliziert.

Wann können erste Papayas aus dem Eigenanbau geerntet werden?

In der Regel blühen die meisten Papaya-Sorten schon etwa ein Jahr nach der Aussaat. Unter den richtigen Bedingungen können also nach dieser Zeit auch schon erste Früchte geerntet werden. Es zählt zu den Besonderheiten der Papaya, dass am Stamm einer Pflanze gleichzeitig reife Früchte und Blüten vorhanden sein können.

Tipps & Tricks

Aufgrund der Wuchshöhe der Papaya von bis zu vier Metern oder mehr ist ein Anbau als reine Zimmerpflanze beim Papayabaum nicht ratsam. Allerdings findet die Pflanze in einem Wintergarten mitunter optimale Bedingungen für die ganzjährige Unterbringung vor.

WK

Text: Alexander Hallsteiner

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