Pitahaya züchten aus Samen oder Stecklingen

Die Drachenfrucht ist die Frucht eines kletternden Kaktus, das in den tropischen Regionen Mittelamerikas und Asiens beheimatet ist. Die Anzucht der Kakteenpflanzen gelingt aber auch hierzulande leicht, wenn man einige Ratschläge beachtet.

Pitahaya züchten
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Die Drachenfrucht oder Pitahaya zählt zu den Kakteengewächsen. Folgende Arten sind in Deutschland erhältlich:

  • am häufigsten: Schale in Pink, Fruchtfleisch weiß (Hylocereus undatus),
  • etwas seltener: Schale und Fruchtfleisch in kräftigem Pink (Hylocereus monacanthus)
  • selten: gelbe Schale, weißes Fruchtfleisch (Hylocereus megalanthus)

Die Pitahayapflanzen sind wuchsfreudig, erfordern keine aufwendige Pflege und belohnen den Hobbygärtner mit wunderschönen Blüten. Auf die Früchte wird man in unseren Breitengraden vermutlich sehr lange bzw. vergeblich warten. Die Kletterkaktee zum Blühen zu bringen, scheint jedoch Anreiz genug zu sein, es mit der Anzucht zu versuchen.

Anzucht aus Samen

Die essbaren Früchte enthalten zahlreiche schwarze Samen, aus denen sich neue Kakteenpflanzen züchten lassen. Zunächst löst man einige Samen der Frucht aus, verteilt sie auf einem Stück Küchenpapier und lässt sie antrocknen. Auf diese Weise können die Samen leichter von den Resten des Fruchtfleisches gereinigt werden.

Die gewonnenen Samen werden nun in einen Topf mit Erde-Sand-Gemisch gestreut und leicht angedrückt. Die lichtkeimenden Samen werden nicht mit Erde bedeckt, warm, hell und gleichmäßig feucht gehalten, evtl. mit einer lichtdurchlässigen Kunststoff- oder Glashaube abgedeckt.

Zum Keimen werden Temperaturen über 18° C benötigt, ideal sind 22-25° C. Die Keimdauer beträgt – abhängig von Temperatur – etwa eine bis drei Wochen. Sind die beiden Keimblätter und das mittig daraus wachsende Trieb sichtbar geworden, reduziert man die Wasserzugabe und vereinzelt die Pflanzen, wenn es im Topf zu eng wird.

Anzucht aus Stecklingen

Noch leichter erhält man die neuen Drachenfruchtpflanzen durch vegetative Vermehrung. Hierzu benötigt man Stecklinge. Als Steckling eignet sich ein aus jedem Teil der Pflanze abgetrenntes Blattglied. Dieses wird aufrecht in einen Topf mit Substrat gesteckt, an einem hellen und warmen Ort aufgestellt und hin und wieder gegossen. Schon nach kurzer Zeit bildet der Steckling Wurzeln und beginnt, sich von unten zu verzweigen.

Tipps & Tricks

Sowohl die Samen der Pitahaya als auch die Stecklinge können im Fachhandel, ggf. in den auf Tropenfrüchte spezialisierten Online-Shops, erworben werden.

Text: Burkhard
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