Drachenfruchtsamen selbst aussäen

Die Drachenfrucht ist die essbare Frucht eines Kaktus, die in ihrem Inneren zahlreiche Samen enthält. Aus den Samen lassen sich leicht neue Kakteenpflanzen heranziehen, die recht wuchsfreudig und genügsam sind sowie wunderschöne Blüten hervorbringen können.

Drachenfruchtsamen-aussäen

Wissenswertes über Pitahaya-Samen

Die am häufigsten erhältliche Drachenfruchtart (bot. Hylocereus undatus) hat schuppige, hell- bis dunkelrosafarbene Schale und weißes Fruchtfleisch, das mit vielen kleinen, schwarzen Kernen durchsetzt ist. Seltener bekommt man die Drachenfrüchte mit pinkfarbenem Fruchtfleisch oder solche mit gelber Schale.

Jede der Sorten enthält die essbaren Kerne, wie man sie auch von Kiwis kennt. Die Kerne geben dem gallertartigen, nicht faserigen Fruchtfleisch etwas mehr „Biss“. Unter anderem sollen die Samen die eiweißspaltenden Enzyme enthalten, die verdauungsfördernd oder gar abführend wirken können.

Vermehrung durch Samen

Die neuen Drachenfruchtpflanzen erhält man sowohl durch generative als auch durch vegetative Vermehrung. Wer einen Steckling erlangen kann, hat es leichter. Dieser braucht lediglich in ein Substrat aus Erde und Sand gesetzt zu werden, wo er nach kurzer Zeit bewurzelt. Die Anzucht aus Samen erfordert einige Schritte mehr:

  • Samen vom Fruchtfleisch befreien, ggf. etwas abtrocknen lassen,
  • Samen in einen Topf mit sandiger Erde legen und nicht bedecken,
  • den Boden durch Besprühen gleichmäßig feucht halten,
  • nach Erscheinen der beiden Keimblätter und des Haupttriebs nur mäßig gießen,
  • größere Pflänzchen vereinzeln.

Keimtemperatur und -dauer

Die Keimtemperatur liegt zwischen 18° und 25° C. Die höhere Temperatur verkürzt die Keimdauer. Bei ausreichender Luftfeuchtigkeit und Wärme dauert es etwa zwei Wochen, bis das erste Grün sichtbar wird. Das Abdecken der Aussaat mit einem durchsichtigen Kunststoff- bzw. Glasgefäß kann hilfreich sein; dabei jedoch das gelegentliche „Lüften“ nicht vergessen.

Weitere Pflege

Die Kakteenpflanzen mögen es hell und warm. Der Erdballen sollte zwischendurch auch mal ganz austrocknen, bis man die Pflanze wieder kräftig wässert. Staunässe ist auf jeden Fall zu vermeiden, da sie zur Wurzelfäulnis führt. Ab bestimmter Höhe benötigen diese Kletterkakteen eine Art von Gerüst, Stütze oder einen Baum, an dem sie mit ihren Haftwurzeln hochklettern können.

Tipps & Tricks

Falls gerade keine Pitahaya-Frucht im Handel zu finden ist, können die Samen der pinken Exotin auch in einem Online-Shop bestellt werden.

Text: Burkhard

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