Die optimale Bewässerung für Orchideen – So gießen Sie die Schönheiten richtig

Die meisten im Handel erhältlichen Orchideen stammen aus den subtropischen und tropischen Klimazonen und sind daher an eine wesentlich höhere Luftfeuchtigkeit gewöhnt als in unseren Breitengraden üblich. Zudem handelt es sich in der Regel um Aufsitzerpflanzen, deren Wurzeln in der Luft hängen und die ihren Wasserbedarf mit der Feuchtigkeit aus der Luft decken. Allein deshalb gibt es bei der Bewässerung der zarten Schönheiten viele Besonderheiten zu beachten - dann haben Sie auch lange Freude an der aparten Blütenpracht.

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Überschüssiges Wasser wird nach dem Einwirken abgegossen

Orchideen nicht mit Leitungswasser gießen

Dazu gehört beispielsweise, dass viele Orchideen auf Kalk im Gießwasser sehr empfindlich reagieren und daher nicht mit Leitungswasser gegossen werden sollten. Verwenden Sie also kein frisch aus der Leitung gezapftes Wasser, sondern filtern Sie dieses zunächst über einen handelsüblichen Wasserfilter (wie er etwa für die Teezubereitung verkauft wird) und lassen es anschließend über Nacht stehen. Letzteres dient dazu, das Wasser anzuwärmen, denn Sie sollten Ihre Orchideen niemals mit kaltem Gießwasser erschrecken. Die Blumen vertragen handwarmes Wasser am besten. Auch eine Mischung aus gefiltertem Leitungs- und destilliertem Wasser vertragen die Blütenschönheiten gut. Noch besser als aufbereitetes Leitungswasser ist allerdings aufgefangenes Regenwasser, das jedoch nicht verunreinigt sein darf. Mineralwasser ist hingegen aufgrund der hohen Mineralstoffanteile eine schlechte Idee.

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So werden Orchideen richtig gewässert

Wie oft Sie Ihre Orchideen gießen, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab – etwa, wie viel Feuchtigkeit das Substrat aufnehmen kann, wie groß Pflanze und Pflanzgefäß sind, wie warm und trocken es am Standort ist oder um welche Art es sich handelt. Verschiedene Orchideenarten haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse hinsichtlich ihres Wasserbedarfs: So dürfen manche Orchideen auf keinen Fall austrocknen, während andere (vor allem die beliebten Hybriden wie etwa Phalaenopsis damit kein Problem haben. Im Allgemeinen wird jedoch ein Gießintervall von etwa ein- bis zweimal pro Woche empfohlen, hängt aber vom tatsächlichen Bedarf der individuellen Pflanze ab:

  • Gießen Sie immer dann, wenn sich das Substrat oberflächlich trocken anfühlt.
  • Gießen Sie die Orchideen durchdringend.
  • Lassen Sie überschüssiges Gießwasser ablaufen und entleeren Sie anschließend den Übertopf.
  • Sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit – vor allem auf der Fensterbank und im Winter.
  • Besprühen Sie Ihre Orchideen regelmäßig.
  • Stellen Sie eine Schale mit Wasser neben den Pflanztöpfen auf.
  • Orchideen, die ohne Erde kultiviert werden, sollten nur besprüht werden.
  • Diese Arten sollten möglichst zusammen mit Moos aufgebunden werden.

Tipps

Wer für die korrekte Wasserversorgung seiner Orchideen sorgen will, sollte diese in Hydrokultur mit eher grobem Substrat kultivieren. Dies reduziert zudem den Aufwand beim Gießen erheblich.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Quils/Shutterstock

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