Nordmanntanne umpflanzen – wann es klappt und wann nicht

Manchmal soll oder muss eine Nordmanntanne ihren Standort wechseln. Das Umpflanzen von Bäumen ist jedoch ein Wagnis, dessen guter Ausgang nicht immer gewiss ist. Nachdem der Spaten angesetzt wurde, gibt es kein Zurück mehr. Drum ist das vorherige Abwägen der Chancen und Risiken unverzichtbar.

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Nur junge Bäume können umgepflanzt werden

Nur Jungbäume sind handlich

Nordmanntannen bilden lange Pfahlwurzeln, die sie in späteren Lebensjahren durch reichlich Seitenwurzeln ergänzen. Dadurch ist diese Tannenart ausgesprochen sturmfest. Das tiefreichende Wurzelwerk erschwert allerdings die Notwendigkeit, die Tanne ohne Wurzelschäden auszugraben.

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Es sollte vor dem Umpflanzen hinterfragt werden, ob vorsichtiges Ausgraben überhaupt möglich ist. Je größer eine Nordmanntanne ist, um so höher ist das Risiko, ihre Pfahlwurzel zu verletzen. Diese wird sich nicht mehr erholen oder nachwachsen. Bäumchen bis zu etwa 1,6 m Höhe gelten als in der Praxis gut verpflanzbar.

Tipp

Falls eine Nordmanntanne für ihren Platz zu groß geworden ist, muss sie nicht zwingend gefällt oder umgepflanzt werden. Auch das Abschneiden der Spitze ist eine Möglichkeit, sie am alten Standort zu behalten.

Vorsicht bei Weihnachtstannen!

Die Nordmanntanne ist ein beliebter Weihnachtsbaum. Damit sie sich im Wohnzimmer länger hält, wird sie häufig im Topf angeboten. Auch wenn die Tanne äußerlich betrachtet intakt scheint, kann ihre lange Wurzel aus Platzgründen gekappt sein. Eine Nordmanntanne mit eingekürzter Pfahlwurzel hat keine Chancen das Umpflanzen in den Garten zu überleben. Prüfen Sie also vor einer geplanten Umpflanzung zuerst den Zustand des Wurzelwerks.

Weihnachtsbäume, die sich für die Umpflanzung eignen, müssen zuvor schrittweise von warmen Wohnzimmertemperaturen an die Kälte draußen gewöhnt werden.

Frühjahr ist die beste Jahreszeit fürs Umpflanzen

Wenn Sie sich für das Umpflanzen egal welcher Nordmanntanne Sorte entscheiden, so sollten Sie damit warten, bis die beste Zeit dafür gekommen ist. Dadurch machen Sie ihr das Anwurzeln wesentlich leichter, was entscheidend zum Gelingen oder Scheitern des Vorhabens beiträgt. Setzen Sie den Spaten erst im Frühjahr an, wenn die Vegetationszeit an der Tür steht.

Tipps für das Umpflanzen

  • auf den idealen, sonnigen bis halbschattigen Standort achten
  • Wurzelwerk abmessen und dann ein etwas tieferes Loch ausgraben
  • auf ausreichend Pflanzabstand zu anderen Bäumen achten
  • nicht tiefer einsetzen als der Baum zuvor stand
  • mit Tannendünger düngen
  • noch Wochen nach der Umpflanzung regelmäßig gießen
  • ggf. mit einem Stutzpfahl für stabilen Halt und eine gerade Ausrichtung sorgen

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Tibor Duris/Shutterstock