Nordmanntanne – ihre besonderen Ansprüche beim Düngen

Die Nordmanntanne sucht im Erdreich nach Nährstoffen, die ihr ein gesundes, schnelles Wachstum ermöglichen. Doch zugleich muss sie auch bestimmte Elemente vorfinden, die ihr helfen, die sattgrüne Farbe ihrer Nadeln zu bewahren. Ob ein gewöhnlicher Gartendünger beides leisten kann? Wohl kaum.

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Die Nordmanntanne ist recht genügsam, was ihren Nährstoffbedarf angeht

Das braucht die Nordmanntanne

Die Nordmanntanne hat keine hohen Nährstoffansprüche. So wird es einem ausgewachsenen Baum in der Regel gelingen, mit den Ressourcen des Bodens auszukommen. Nur wenn dieser mager ist oder die Tanne im Kübel steht, könnte eine Nährstoffzugabe erforderlich werden. Auch neugepflanzte oder umgepflanzte Exemplare starten mit einer Düngung besser durch.

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Ein handelsüblicher NPK-Dünger mit den Elementen Natrium, Phosphat und Kalium ist für die Nordmanntanne auf Dauer unzureichend. Es können Mangelerscheinungen auftreten, wie beispielsweise die gefürchtete Nadelbräune. Spezielle Tannendünger bietet daher eine erweiterte Nährstoffzusammensetzung, vorneweg mit Eisen, Magnesium und Schwefel.

Zeitpunkt und Dosierung

Nordmanntannen werden während ihrer Wachstumsphase von Februar bis August gedüngt.

  • alle 6 bis 8 Wochen mit Tannendünger versorgen
  • 70 bis 140 Gramm pro Quadratmeter (je nach Größe des Baumes)
  • rund um den Wurzelbereich verteilen und flach einarbeiten
  • alternativ Langzeitdünger für Koniferen verwenden

Tipp

Achten Sie beim Düngen der Nordmanntanne auf die Dosierungsangaben des Herstellers und überschreiten Sie diese nicht. Auch eine Tanne kann überdüngt werden.

Bittersalz für grüne Nadeln

Der Tannendünger sorgt nicht nur für eine Grünfärbung des Nadelkleides, sondern auch für zügiges Wachstum. Bedenkt man, dass eine Nordmanntanne bis zu 25 m hoch werden kann, ist das in einem Hausgarten möglicherweise gar nicht so erwünscht. Hier kann auf Bittersalz, welches ansonsten als Zusatzdünger gegen braune Nadeln verwendet wird, ausgewichen werden.

Bittersalz ist ein hochkonzentrierter Magnesiumsulfatdünger. Es gibt ihn als Flüssigdünger oder Trockenpräparat, bei dem das begleitende ausgiebige Wässern nicht vergessen werden darf. Verwenden Sie Bittersalz sparsam und stets nach den Anweisungen des Herstellers. Die Nadeln bleiben grün und das Wachstum wird abgebremst.

Bodenanalyse liefert zuverlässige Daten

Das Auftreten von braunen Nadeln, darf nicht als sicheres Anzeichen für Mangel gedeutet werden. Ob ein Boden nährstoffarm ist, lässt sich nur durch eine Bodenanalyse zuverlässig ermitteln. Genauso kann die neue Nadelfarbe auch von Nässe, Trockenheit, Bodenverdichtung oder Schädlingen verursacht sein.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Marinodenisenko/Shutterstock