Moos für wenig Licht – Tipps für Terrarium, Aquarium und Orchideenvitrine

Um lichtarme Standorte dekorativ zu begrünen, ist Moos eine hervorragende Lösung. Problematische Lagen, wie das Terrarium und Aquarium erhalten über diesen Weg einen samtigen Bodenbelag. Wo majestätische Orchideen große Schatten werfen, liegt ihnen ein schattenverträgliches Moospolster flauschweich zu Füßen. Welche Moosarten sich als Problemlöser herauskristallisiert haben, lesen Sie hier.

Moos Sonne
Torfmoos kommt mit wenig Licht aus

Moose für lichtarme Terrarien und Orchideenvitrinen

Im Terrarium leistet Moos einen wichtigen Beitrag für die idealen Lebensbedingungen Ihrer Amphibien. Wo seltene Orchideen im feucht-warmen Klima einer Vitrine kultiviert werden, darf auf Moos nicht verzichtet werden. Die folgenden Arten haben sich in der Praxis gut bewährt:

  • Torfmoos (Sphagnum) darf nicht der Natur entnommen werden und steht im Fachhandel für wenig Geld bereit
  • Widertonmoos (Polytrichum commune), kann ebenfalls in schattigen Gartenlagen angesiedelt werden
  • Sumpfmoos (Sphagnum palustre) eignet sich als Bodendecker oder Unterlage aufgebundener Orchideen

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Diese Moose machen im Wasser bei wenig Licht nicht schlapp

Im Aquarium sind Moose als Gestaltungselement auf dem Vormarsch. Längst nicht alle Arten kommen mit den geringen Lichtverhältnissen und einem permanenten Leben unter Wasser zurecht. Die folgende Auslese stellt Ihnen praxiserprobte Moose vor:

  • Javamoos (Taxiphyllum barbieri), das beliebte Aquariummoos mit dem filigranen Blattwerk
  • Trauerweidenmoos (Vesicularia ferriei), ideal geeignet zum Aufbinden auf Steinen und Ästen unter Wasser
  • Christmas-Moos (Vesicularia montagnei), bildet mit seinem baumartigen Triebe rasch dichte Polster auf Böden und an Wänden
  • Korallenmoos (Riccardia chamedryfolia), prachtvoll mit dunkelgrünen, korallenähnlichen Trieben
  • Quellmoos (Fontinalis antipyretica), der zuverlässige Sauerstoff-Lieferant, der auch an lichtarmen Plätzen gedeiht

Mit dem bezaubernden Teichlebermoos (Riccia fluitans) stehen Ihnen gleich zwei Optionen der Gestaltung zur Verfügung. Die Lebermoos-Art gedeiht nicht nur im Wasser, sondern setzt sich ebenso dekorativ als Schwimmpflanze in Szene.

Tipps

Die meisten Moose dieser Selektion können Sie ebenfalls verwenden, um damit im Zimmer ein stimmungsvolles Kolorit zu generieren. Im gläsernen Mini-Gewächshaus oder formschönen Glaszylinder pflanzen Sie das Moos auf mageres, saures Substrat. Am schattigen Standort regelmäßig mit weichem Wasser besprüht, bewahrt das samtige Polster lange seine satt-grüne Farbe.

Text: Paula Jansen

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