So säen Sie Minze aus mit Geschick

Minzepflanzen starten mit einem deutlichen Wachstumsvorsprung, wenn die Anzucht auf der Fensterbank erfolgt. Informieren Sie sich hier über die einzelnen Schritte von winzig kleinen Samen bis zu vitalen Jungpflanzen für Beet und Balkon.

Minze säen

Auswahl der Samen und Vorbereitungsarbeiten

Reine Minze-Arten sind bedeutend keimfreudiger, als Hybriden. Je mehr verschiedene Arten und Sorten zu einer neuen Züchtung beitragen, desto mehr tendiert die Keimlaune von Samen gegen Null. Die folgenden Arten haben sich demgegenüber die Laune bislang nicht verderben lassen:

  • Grüne Minze (Mentha viridis) – auch bekannt als Spearmint
  • Rossminze (Mentha rotundifolia) – nicht zu verwechseln mit der Pferdeminze (Monarda punctata)
  • Acker-Minze (Mentha arvensis) – auch bekannt als Korn-Minze
  • Wasserminze (Mentha aquatica) – auch bekannt als Bach-Minze

Um Minze erfolgreich zu säen, bietet sich die Verwendung von Multitopfplatten oder Saatschalen an. Als Substrat kommt eine magere Torf-Sand-Mischung in Betracht oder Einheitserde mit der Zugabe von Sand. Stellen Sie die Saaterde in einem feuerfesten Topf für 30 Minuten bei 150 Grad in den Backofen, um sie zu sterilisieren. Schneller geht es in der Mikrowelle innerhalb von 10 Minuten bei 800 Watt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die beste Zeit für eine Anzucht hinter Glas beginnt im März. So gehen Sie dabei vor:

  • die sehr feinen Samen vermischen mit ein wenig Vogelsand
  • das Saatgefäß füllen mit dem sterilisierten Substrat ein anfeuchten
  • Saatgut ausstreuen und leicht andrücken, ohne es zu bedecken
  • eine Plastiktüte überstülpen oder ins Zimmergewächshaus stellen

Am halbschattigen Fensterplatz setzt die Keimung bei konstanten 20 Grad Celsius innerhalb von 14 Tagen ein. Während dieser Zeit darf die Saaterde nicht austrocknen. Tägliches lüften der Abdeckung oder des Minigewächshauses beugt einer Schimmelbildung vor.

So pikieren Sie Minzekeimlinge richtig

Brechen sich die Keimblättchen Bahn aus den Samen, schreitet das Wachstum zügig voran. Die Abdeckung hat ihre Aufgabe nun erfüllt. Sobald Ihre Zöglinge eine Wuchshöhe von 5 Zentimetern überschreiten, werden sie in Einzeltöpfe pikiert. So machen Sie es richtig:

  • Töpfe bis auf halbe Höhe füllen mit Kräutererde
  • mit dem Pikierstab eine Mulde hinein drücken
  • einen Keimling mit einem Löffel aus dem Saatgefäß heben
  • mittig einsetzen und einpflanzen bis knapp unterhalb der Keimblätter

In der Folge halten Sie das Substrat leicht feucht, bis die Jungpflanzen Mitte Mai ins Beet ausgepflanzt werden.

Tipps & Tricks

Das buschige Wachstum junger Minzepflanzen wird forciert, indem Jungpflanzen regelmäßig entspitzt werden. Hierzu knipsen Sie mit den Fingern die Triebspitzen knapp über einem Blattknoten einfach ab.

GTH

Text: Paula Jansen

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