Die Pflege der Mimose – eine kleine Pflegeanleitung

Die Haltung einer Mimose im Zimmer ist nicht ganz einfach. Wenn sie auch pflegeleichter ist, als gemeinhin angenommen, so gedeiht die Pflanze nur unter optimalen Bedingungen gut. So sieht die richtige Pflege aus. Eine kleine Pflegeanleitung.

Mimose gießen
Die Mimose verbringt den Sommer über gern im Freien
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Können Sie eine Mimose auch im Freien pflegen?

Im Sommer schätzt die Mimose den Aufenthalt im Freien sehr. Sie bevorzugt einen geschützten Platz, der sehr hell und warm ist. Morgen- und Abendsonne verträgt sie gut, direkte Mittagssonne ist dagegen nicht optimal.

Im Zimmer pflegen Sie Mimosen ganzjährig bei 18 bis 22 Grad.

Wie wird die Mimose richtig gegossen?

Ganz austrocknen dürfen Mimosen nicht. Zu viel Nässe ist allerdings schädlich. Gießen Sie eine Mimose erst dann, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Vermeiden Sie Staunässe und schütten Sie Wasser aus dem Übertopf oder Untersetzer immer gleich ab.

Mimosen brauchen eine relative hohe Luftfeuchtigkeit. Sie sollte bei mindestens 50 Prozent liegen. Gegebenenfalls stellen Sie Schalen mit Wasser in der Nähe der Pflanze auf. Direktes Besprühen sollten Sie dagegen vermeiden.

Verwenden Sie weiches Wasser oder Regenwasser zum Gießen.

Muss die Mimose gedüngt werden?

Junge Mimosen werden grundsätzlich nicht gedüngt. Ältere Pflanzen können Sie düngen, notwendig ist das allerdings nicht. Wenn Sie aufs Düngen nicht verzichten möchten, geben Sie in zweiwöchigen oder monatlichen Abständen etwas Flüssigdünger. Reduzieren Sie die empfohlene Dosis auf die Hälfte.

Darf eine Mimose geschnitten werden?

Mimosen vertragen einen Rückschnitt nicht gut. Wenn Sie die Triebe schneiden, besteht die Gefahr, dass die Pflanze nicht wieder austreibt. Vermeiden Sie das Schneiden deshalb.

Wenn Sie Erfahrung mit der Haltung von Bonsais haben, können Sie versuchen, die Mimose durch Schneiden in Form zu bringen.

Wie oft müssen Sie Mimosen umtopfen?

Die Wurzeln der Mimose brauchen ausreichend Platz, um sich zu entfalten. Zu groß darf der Topf aber auch nicht sein, da sich das auf die Blüte negativ auswirkt.

Topfen Sie eine Mimose möglichst im Frühjahr um, wenn unten aus dem Abzugsloch Wurzeln herauswachsen.

Frisch gekaufte Pflanzen sollten Sie ebenfalls gleich umtopfen.

Auf welche Schädlinge ist zu achten?

Am häufigsten tritt die Spinnmilbe auf. Sie hinterlässt kleine Netze an den Blattachseln. Begünstigt wird der Befall durch zu niedrige Luftfeuchtigkeit. Sorgen Sie dafür, dass die Luftfeuchtigkeit erhöht wird.

Spinnmilben sollten Sie umgehend bekämpfen, da sie die Ursache für abfallende Blätter sein können.

Spülen Sie die Pflanze ab und setzen Sie chemische Mittel gegen Spinnmilben ein.

Welche Krankheiten können auftreten?

Eine Gelbfärbung der Blätter weist auf Gelbsucht hin. Sie entsteht durch Staunässe. Außerdem können Wurzeln und Triebe faulen, wenn der Wurzelballen zu feucht gehalten wird. Gießen Sie weniger. Sehr nasse Wurzelballen sollten Sie zunächst einmal trocknen lassen.

Warum verliert die Mimose ihre Blätter?

Wenn die Mimose ihre Blätter verliert, können folgende Ursachen verantwortlich sein:

  • zu dunkler Standort
  • Pflanzen stehen zu dicht
  • Luftfeuchtigkeit ist zu niedrig

Sie können versuchen, die Mimose zu retten, indem Sie sie umtopfen und dabei die alte Erde ganz austauschen.

Suchen Sie einen günstigen Standort, an dem es hell und warm ist. Halbschattige Standorte verträgt die Pflanze ebenfalls. Direkte Sonnenbestrahlung zur Mittagszeit sollten Sie vermeiden.

Warum sollten Sie die Blätter nicht berühren?

Die Blätter der Mimose reagieren auf mechanische Reize und Hitze. Wenn Sie sie mit den Fingern oder einem Gegenstand berühren, falten sich die Blätter zusammen. Oftmals setzt eine Kettenreaktion ein, bei der sich alle Blätter nach und nach einfalten. Die gleiche Reaktion ruft auch ein brennendes Streichholz oder Feuerzeug hervor.

Es dauert circa eine halbe Stunde, bis sich die Blätter wieder auffalten. Dieser Vorgang raubt der Mimose eine Menge Kraft. Manche Mimosenarten kommen mit diesem Stress nicht gut zurecht und gehen ein. Vermeiden Sie deshalb das Berühren der Blätter so weit es geht.

Zugluft oder Wind machen den Blättern nichts aus. Das Zusammenfalten wird ausschließlich durch mechanische Reize ausgelöst.

Wie wird eine Mimose richtig überwintert?

Mimosen zu überwintern ist nicht ganz einfach. Die Haltung im Winter macht der Pflanze zu schaffen. Hier spielt vor allem die niedrige Luftfeuchtigkeit eine Rolle. Deshalb werden Mimosen oft nur einjährig gehalten, zumal es recht einfach ist, aus Samen neue Pflanzen heranzuziehen. Wenn Sie es versuchen möchten, eine Mimose zu überwintern, achten Sie auf die richtige Haltung.

Überwintert wird die Mimose im Wohnzimmer oder an einem anderen geeigneten Platz. Er muss möglichst hell sein. Stellen Sie die Mimose nicht direkt neben einen warmen Heizkörper.

Im Winter wird die Mimose noch spärlicher gegossen als im Sommer. Gedüngt wird während dieser Zeit überhaupt nicht.

Tipps

Mimosen gelten als nicht giftig. Es sind zumindest bisher keine Vergiftungsfälle bekannt geworden. Dennoch sollten Sie die Haltung einer Mimose überdenken, wenn Kinder und Haustiere im Haus leben.

Text: Sigrid Hestermann

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