Melonenbirne – wann trägt sie Früchte?

Die aus Südamerika stammende Melonenbirne wird wegen ihrer köstlichen Früchte inzwischen auch hierzulande immer häufiger in Privatgärten kultiviert. Auch im Topf auf dem Balkon kann sie stehen. Doch wann trägt das mehrjährige Gewächs überhaupt Früchte?

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Die Melonenbirne trägt bei guter Pflege jedes Jahr zahlreiche Früchte

Schon das erste Jahr ist fruchtbar

Die Melonenbirne ist ein Nachschattengewächs, wie die schon ewig bekannte und angebaute Kartoffel oder die Tomate. Nach ihrer Aussaat bzw. Pflanzung wächst sie ebenso schnell wie diese. Geben Sie ihr den wärmsten und sonnigsten Platz im Garten, wartet schon im ersten Jahr eine üppige Ernte auf Sie.

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Die Melonenbirne, auch Pepino genannt, wird aufgrund ihrer Kälteempfindlichkeit meist in einem Kübel angebaut, mit dem sie den Sommer draußen verbringt. Steht der Kübel ebenfalls sonnig und geschützt und bekommt die Pepino ausreichend Pflege, können auch bei dieser Art der Kultivierung reife Früchte erwartet werden.

Jährliche Ernte bei Überwinterung

Die Pepino ist nicht winterhart, folglich kann sie draußen nur einjährig kultiviert werden. Haben Sie allerdings einen hellen und etwa 5 bis 10 °C kühlen Raum für die Überwinterung, wächst die Pflanze mehrjährig und schenkt Ihnen jedes Jahr aufs Neue Früchte.

Späte Zeit der Ernte

Nach der Blüte dauert es im Durschnitt ca. 90 Tage, bis die Früchte reif und erntebereit sind. Dann ist es auch schon Spätsommer. Eine mögliche Kultivierung im Gewächshaus mag zu einem etwas früheren Erntebeginn beitragen.

Früchtesegen auch im Winterquartier

Je nach Witterung kann es sein, dass die Melonenbirne ihr Winterquartier früh beziehen muss. Womöglich hängen dann immer noch ein paar unreife Früchte an ihr. Diese darf sie weiterhin tragen, denn sie können auch im Haus nachreifen.

Temperatur als Erntekiller

Die Melonenbirne ist zwar selbstbestäubend, doch für den Fruchtsatz sind zudem warme Tage und Nächte vonnöten. Mind. 18 °C benötigt diese Pflanze, damit sie Früchte trägt. Zur Bestäubungszeit kann sie diesen Wert hierzulande nicht immer bekommen.

So kann sie größere Früchte tragen

Die Pepino kann auch hierzulande viele Früchte tragen. Größere Exemplare bekommen Sie nicht nur an einem guten Standort, sondern auch mit geeigneten Schnittmaßnahmen:

  • alle blütenlosen Seitentriebe ausgeizen
  • lange Blütentriebe einkürzen

Je nach Sorte erreichen die Früchte dann eine Länge von bis zu 20 cm und ein Gewicht bis 300 Gramm.

Tipps

Ernten Sie nur reife Früchte, die schon einen süßlichen Duft verströmen und deren Fruchtfleisch bei Fingerdruck leicht nachgibt, denn sie haben das beste Aroma. Unreife Früchte können bei Zimmertemperatur nachreifen.

Text: Daniela Freudenberg

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