So funktioniert die Vermehrung bei Marienkäfern

Marienkäfer sind mit ihrer kulinarischen Vorliebe für Schädlinge gute Freunde eines jeden Hobbygärtners. Da interessiert es natürlich, wie sich die gepunkteten Kerlchen vermehren – und ob man ihre Fortpflanzung begünstigen kann. Nehmen wir beides einmal unter die Lupe.

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Die Begattung von Marienkäfern kann bis zu 18 Stunden dauern

Das Marienkäferleben

Ein Marienkäferleben teilt sich in folgende Stationen auf:

  • Ei
  • Larve
  • Verpuppung
  • Imago (adulter Käfer)

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Pro Jahr wird eine Generation hervorgebracht. Als Imago lebt ein Marienkäfer dann noch ein, manchmal auch zwei Jahre.

Begattung und Larvenentwicklung im natürlichen Lebensraum

Der Jahreszyklus von Marienkäfern beginnt relativ früh, nämlich schon im Spätwinter. Sobald sie aus dem Winterschlaf erwachen, beginnen die Käfer auch schon mit der Partnersuche. Findet sich ein Pärchen zusammen, kommt es auch gleich zur Kopulation, also zur Begattung, die ziemlich lange dauern kann. Je nach Zustand der Käfer und je nach Umgebungsbedingungen braucht ein Pärchen zwischen einer halben und ganzen 18 Stunden! Dabei sitzt Männchen von hinten auf dem Weibchen auf und hält es fest umklammert.

Ein Weibchen kann von bis zu 20 verschiedenen Männchen begattet werden. Meist ist es aber schon nach einer Begattung befruchtet und kann Eier legen. Davon produziert es bis zu 400 Stück, die es in kleinen Grüppchen ablegt, vorzugsweise auf Blattunterseiten oder an Baumrinde. Manche Arten legen die Eier aber auch einzeln ab.

Nach 5-8 Tagen schlüpfen die Larven und beginnen eine Entwicklungszeit von einem bis zwei Monaten. Die Dauer hängt von der Umgebungstemperatur, von der Luftfeuchtigkeit und vom Nahrungsangebot ab. Gegen Ende verpuppen sich die Larven in einer Mumienpuppe, in der sie sich binnen etwa anderthalb Wochen zum fertigen Käfer entwickeln.

So begünstigen Sie die Vermehrung

Wenn Sie Marienkäfer im Garten fördern möchten, ist das eine gute Idee. Damit sich die glückbringenden Schädlingsvernichter gut vermehren, schaffen Sie ihnen am besten günstige Überwinterungsbedingungen. Denn nach der Winterpause möchten die noch geschwächten Käfer nämlich nicht erst lange zur romantischen Partnersuche herumfliegen, sondern möglichst bald loslegen. Liegengelassene Laubhaufen, Natursteinmauern oder Insektenhotels können dem förderlich sein.

Allgemein ist auch eine natürliche, artenreiche und nicht allzu aufgeräumte Gartengestaltung günstig. Hier finden die Käfer mehr Nahrung und Unterschlupfe.

Sie können Marienkäfer auch in einem eigenen Vivarium gezielt vermehren. Eine detaillierte Anleitung dazu finden Sie hier.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Andreas Tychon/Shutterstock

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