Katze gegen Marder: Wer gewinnt?

Steinmarder, auch Hausmarder genannt, halten sich gern in Menschennähe auf und richten im Dach, im Auto und in der Zwischendecke Schaden an. Katzenhaare sollen Marder fernhalten. Aber wie steht es mit dem Kräfte- und Machtverhältnis zwischen Mardern und Katzen?

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Katzen verteidigen ihr Revier gegen Marder

Katze und Marder im Vergleich

Ausgewachsene, männliche Steinmarder werden bis zu 54 cm groß mit einer zusätzlichen Schwanzlänge von bis zu 40cm. Katzen sind im Durchschnitt 50cm groß mit einer Schwanzlänge von bis zu 30cm. Marder und Katzen sind also ziemlich genau gleich groß. Allerdings sind Hauskatzen mit durchschnittlich 4kg Körpergewicht deutlich schwerer als die nur etwa 2kg schweren Steinmarder.

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Dennoch muss das Körpergewicht nicht unbedingt etwas über das Machtverhältnis aussagen – ganz im Gegenteil. Hauskatzen sind oft schwerer, weil sie überfüttert sind oder/ und wenig Bewegung haben. Marder hingegen sind es gewöhnt, sich zu verteidigen, auf Bäume oder an Dachrinnen hoch zu klettern und weit zu springen.

Marder und Katzen – Begegnungen im realen Leben

In der Praxis hat sich gezeigt: Kommt es zu einem Kampf zwischen Marder und Katze, kann sowohl die Katze als auch der Marder als Sieger hervorgehen. In jedem Fall ist es wahrscheinlich, dass die Katze zuschaden kommt, weswegen derartige Kämpfe vermieden werden sollten.

Im Extremfall kann eine Katze, vor allem, wenn es sich um ein junges Tier handelt, im Kampf mit einem Marder zu Tode kommen.

Katze als Hausmittel gegen Marder

Warum werden also Katzenhaare und Katzen als Hausmittel gegen Marder empfohlen? Katzen sind dennoch naturgemäß Feinde von Mardern und ein Marder überlegt es sich meist drei Mal, bevor er sich mit einer Katze anlegt. Das trifft vor allem dann zu, wenn eine Katze bereits in einem Revier vorhanden ist und der Marder neu hinzukommt. In diesem Fall wird der Marder einen weiten Bogen um das bereits „besetzte“ Revier machen und der Katze nicht in die Quere kommen.

Katzen sind demnach eine sinnvolle, vorbeugende Maßnahme gegen Marder.

Katze ins Marderrevier setzen

Anders sieht es aus, wenn eine Katze in ein Revier kommt, in dem bereits ein Marder haust. Marder sind reviertreue Tiere und lassen sich nur ungern vertreiben. Dieses Verhalten verstärkt sich um ein Vielfaches, wenn es Paarungszeit ist oder eine Marderfähe Junge hat. Eine Mutter würde alles tun, um ihre Jungen zu verteidigen – auch Katzen töten.

Es ist also unbedingt davon abzusehen, eine Katze gezielt auf einen Marder anzusetzen!

Text: Sara Müller

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