Patient Linde: Krankheiten und Schädlinge

Die Linde ist seit Menschengedenken ein beliebter und kulturstiftender Laubbaum. Nach wie vor findet man sie häufig in Parks, Gärten und an Alleen. Vor Krankheiten und Schädlingen ist sie allerdings nicht gefeit - manche Plage gehört sogar gewissermaßen zum saisonalen Standardprogramm.

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Pilze können der Linde zu schaffen machen

Was der Linde zu Leibe rücken kann

Am ehesten kann die Linde von folgenden Parasiten und Schadeinflüssen heimgesucht werden:

  • Schädlinge
  • Pilze

Schädlinge

Das häufigste gesundheitliche Problem bei Linden sind Schädlinge. Dabei gibt es eine Handvoll Sorten, die sich im Besonderen auf die Linde spezialisiert haben. Diese tragen auch den Namen ihres Wirtes im Namen, etwa der Lindenprachtkäfer, die Lindenspinnmilbe oder die Lindenblattwespe. Aber auch die gewöhnliche Blattlaus befällt den Park- und Gartenbaum besonders gern.

Lindenprachtkäfer

Der Lindenprachtkäfer befällt vor allem vorgeschädigte, geschwächte Linden. Erste Indizien für den Befall sind welke Blätter, anschwellende Rinde und abfließender Pflanzensaft. Auf diese eher unauffälligen Hinweise gilt es zu achten und dann schnell zu handeln – denn in fortgeschrittenem Stadium des Prachtkäferbefalls kann die Linde oft nicht mehr gerettet werden. Maßnahmen sind etwa das Entfernen und Verbrennen befallener Äste oder auch ein Insektizid.

Lindenspinnmilbe

Sie sorgt für eine Braunfärbung und das Abwerfen der Blätter. Den Befall können Sie, wie bei Spinnmilben allgemein, relativ leicht durch den silbrig-grauen Blattüberzug und die feinen Gespinste identifizieren. Außerdem sind die gelben, rotäugigen Milben mit bloßen Auge erkennbar. Vorbeugen können Sie durch das Auftragen eines Leimrings am Stamm im Frühjahr. Bekämpfen lässt sich der Parasit am besten ganz natürlich durch Raubmilben, die Sie im Fachhandel bekommen.

Lindenblattwespe

Die Lindenblattwespe legt ihre Eier an den Blattunterseiten ab. Die Larven fressen sich nach dem Schlüpfen durch die Blattunterseite und sorgen für bräunlich verfärbte und abfallende Blätter. Auch hier heißt es schnell handeln – denn wenn die erste Generation überlebt und eine zweite sich im Boden verpuppt, wird das Schadausmaß im Folgejahr wirklich ernst. Auch die Lindenblattwespe sollten Sie durch gezielten Nützlingseinsatz, etwa durch Florfliegen oder Marienkäfer, bekämpfen.

Pilze

Einen Pilzbefall können Sie vermeiden, indem Sie Schnittarbeiten nur mit sauberem Gerät durchführen. Pilze erkennen Sie meist durch vorzeitige Verfärbungen und Abfallen des Laubs. Erkrankte Pflanzenteile müssen entfernt werden, bei fortgeschrittenem Stadium ist auch ein Fungizideinsatz denkbar.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Kazakov Maksim/Shutterstock

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