Linde schneiden – so wird’s gemacht

Eine Linde im Garten ist eine schöne Sache - sie ist mit ihrem ausgewogenen Wuchs sehr schmuck und spendet angenehmen Schatten - ihre üppige Baumkrone kann allerdings auch etwas ausladend werden. Dann ist ein Rückschnitt angesagt.

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Linden lassen sich auch gut in Form schneiden

Die Dimensionen der Lindenkrone

Bei Linden, die in hiesigen Gärten stehen, handelt es sich in aller Regel um heimische Sorten wie Sommer-, Winter- oder Silberlinde. Ihre Wuchshöhen können bis zu 30 Meter erreichen – das allein ist für manchen Garten schon nicht mehr wirklich proportionsgerecht. Noch problematischer kann allerdings der ausladende Wuchs der Baumkrone sein. Bis zu 15 Meter können sich die Lindenäste in die Breite ausdehnen. So schön der Schatten unter den hellgrünen Herzblättern auch ist – bei solcher Ausdehnung, möglicherweise auch bis auf Nachbars Seite, wird ein Rückschnitt fällig.

  • Wuchshöhe von Gartenlindensorten bis zu 30 m
  • Baumkronenausdehnung bis zu 15 m

Die Rückschnittverträglichkeit von Linden

Allgemein sind Linden nicht besonders pflegebedürftig. Und auch beim Thema Rückschnitt glänzen sie durch Unkompliziertheit. In aller Regel vertragen sie den Kronenschnitt problemlos. Außerdem reagieren sie auf ihn mit kräftigem Neuaustrieb – bei regelmäßiger Stutzung können Sie sie also auch zu akkurat definierten Spalieren heranziehen.

Wie schneiden?

Der ideale Zeitpunkt für den Lindenrückschnitt ist der Herbst vor dem ersten Frost. Hier können Sie ruhig auch radikale Stutzungen vornehmen.

Wie geschnitten wird, orientiert sich immer grob an denselben Regeln. Ob Sie nur die Krone eines solitär stehenden, schattenspendenden Exemplars reduzieren oder kunstvolle Reihenpflanzungen in Form bringen möchten, ist dabei nur eine Frage der Ausführungsdetaillierung. Grundsätzlich gilt:

  • alte und morsche Äste entfernen
  • ansonsten äußere Konturschärfung
  • sauberes Schneidewerkzeug benutzen

Grobarbeit

Für die grobe Entfernung dicker, alter Äste können Sie eine Motorsäge oder eine Handbügelsäge benutzen. Achten Sie schon hier auf die Sauberkeit des Werkzeugs – denn auch wenn die Linde Schnittwunden allgemein gut verwindet, sind Pilzinfektionen bei schmutzigen Rückständen nicht auszuschließen.

Feinarbeit

Für die Schärfung der äußeren Konturen eignet sich eine elektrische Heckenschere oder bei kleineren Bäumchen, die zu definierten Spalieren erzogen werden sollen, auch kleinere Hand-Heckenscheren. Auch hier gilt es, auf die Sauberkeit der Klingen zu achten – am besten desinfizieren Sie sie vor der Arbeit. Außerdem sollten die Schneidewerkzeuge gut geschärft sein und präzise schließen, damit beim Schnitt keine Quetschungen entstehen.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: mccw thissen/Shutterstock
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