Liebstöckel – Vermehren leicht gemacht

Zugegeben: Beim Kauf von gezogenen Pflanzen weiß man nie woran man ist. Daher ist es ratsam, das Vermehren in die eigenen Hände zu nehmen. Das macht vielen Gärtnern Spaß und zusätzlich wird Geld gespart. Doch wie geht das Vermehren beim Liebstöckel am besten?

Liebstöckel vermehren

Vermehren mittels Samen

Liebstöckel lässt sich mit seinen reifen Samen vermehren. Entweder Sie kaufen die Samen oder Sie nehmen eine bereits vorhandene Liebstöckel Pflanze und warten ab, bis sie nach der Blüte im Hochsommer ihre Früchte und Samen ausgebildet hat.

Lesen Sie auch

In der Regel sind die Samen im September ausgereift. So gelingt die Aussaat (von April bis August im Freiland möglich):

  • Samen in dreifacher Samenstärke mit humusreicher Erde bedecken
  • Anzuchtgefäß an einen warmen Ort stellen (ideal über 20 °C)
  • Erde feucht halten
  • Keimdauer: 15 bis 20 Tage

Wenn die gezogenen Pflanzen eine Größe von circa 15 cm erreicht haben, können sie sorglos ausgepflanzt werden. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Zudem ist ein tiefgründiger und nährstoffreicher Boden bedeutsam.

Vermehren mittels Teilung

Während die Aussaat Geduld erfordert, gelingt die Vermehrungsmethode über das Teilen der Pflanze schneller. Zudem ist diese Methode einfacher und weniger zeitraubend. Außerdem hat sie einen tollen Nebeneffekt: Das Maggikraut wächst daraufhin stärker, um den verlorenen Teil wieder wett zu machen. Doch Vorsicht: Zum Teilen sollten gesunde Pflanzen herangezogen werden.

Der ideale Zeitpunkt ist im Frühjahr vor dem Austrieb oder im Spätherbst vor Beginn der ersten Frostperiode gekommen:

  • Liebstöckel ausgraben (Achtung: Wurzeln sind fleischig und tief im Erdboden verankert)
  • einen sauberen und ggf. desinfizierten Spaten zur Hand nehmen
  • mit dem Spaten die Pflanze bzw. ihre Wurzeln teilen
  • die gewonnene Pflanze einpflanzen
  • beim Einpflanzen ist eine Kompostgabe zu empfehlen
  • gut wässern

Tipps & Tricks

Achtung: Jedes Teil, das später eine prächtige Pflanze werden soll, braucht eine gesunde Triebspitze. Ansonsten kann es nicht wachsen und alle Müh war umsonst.

Text: Anika Gütt

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.