Liebstöckel trocknen: So geht’s!

Liebstöckel wächst im Gegensatz zu anderen bekannten Küchenkräutern äußerst rasch. Im Laufe einer Gartensaison kann an einem guten Standort nicht selten 4 bis 5 mal Liebstöckel geerntet werden. Schnell ist man aufgrund der hohen Mengen überfordert. Ein Grund, den Liebstöckel zu trocknen...

Liebstöckel trocknen

Vor- und Nachteile des Trocknens

Durch das Trocknen ist Liebstöckel lange haltbar und lässt sich nach Bedarf in der Küche einsetzen. Zudem ist das Ergebnis platzsparender als die frische oder die gefrorene Variante, da das Wasser entzogen ist.

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Doch durch das Trocknen ergeben sich auch Nachteile. Der Liebstöckel:

  • verliert an Aroma (ätherische Öle) – Folge: Geschmacksveränderung
  • verliert an Farbe und Ausstrahlungskraft
  • oxidiert und sollte daher in verschließbaren Gefäßen aufbewahrt werden

Wie wird Liebstöckel getrocknet?

Wenn Sie das Maggikraut im Frühjahr gepflanzt haben, warten Sie bis zur Ernte im Mai ab. Dann sollten die Triebe groß genug für den ersten Schnitt sein. Schneiden Sie einzelne Stängel mit einer Schere ab. Der Liebstöckel kann sorglos bis kurz über den Boden abgeschnitten werden.

Anschließend können die Stängel zu kleinen Sträußen zusammengebunden und an einen dunklen Ort aufgehangen werden. Eine zweite Variante ist es, die Stängel mit den Blättern im Dörrgerät zu trocknen oder sie beispielsweise auf Zeitungspapier auszubreiten und im Schatten zu trocknen. Im Dörrgerät sollte die Temperatur nicht über 45 °C liegen.

Nach dem Trocknen, das im Dörrgerät 1 bis 2 Tage und an der Luft circa eine Woche dauert, kann der getrocknete Liebstöckel in Dosen, Gläser oder Tüten abgefüllt werden. Der Aufbewahrungsort sollte fest verschlossen werden. Neben den Blättern und Stängeln können auch die Samen und Wurzeln getrocknet werden. Im Gegensatz zu den Blättern und Stängeln sind sie kräftiger im Geschmack.

Und was fängt man damit an?

Nach dem Trocknen kann das Maggikraut eine lange Schonfrist bekommen. Es ist in dieser Form mehrere Jahre haltbar. Wenn Sie es benutzen wollen, zerreiben Sie es zwischen den Händen oder mit einem Mörser und geben es den jeweiligen Speisen bei. Es eignet sich unter anderen für:

  • Tee z. B. bei Sodbrennen
  • Fleischspeisen wie Lamm
  • Fisch wie Forelle
  • Suppen
  • Eintöpfe

Tipps & Tricks

Niemals sollten Sie Kräuter wie Liebstöckel in der prallen Sonne trocknen, da dies zum Bräunen der Blätter und einem enormen Geschmacksverlust führt.

Das Gartenjournal Frische-ABC

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Text: Anika Gütt

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