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Die Kriechspindel wächst dicht aber langsam

Kriechspindel als Hecke – schmuck und pflegeleicht

Die Kriechspindel ist als Bodendecker höchst beliebt, die kletternden Sorten sind außerdem eine aparte Alternative zur Mauerbegrünung. Damit ist das Einsatzspektrum der Staude aber noch nicht erschöpft: Denn auch als kleine Hecke lässt sie sich kultivieren.

Die Wuchsvielfalt der Kriechspindel

Ihre kriechende Eigenschaft hat man bei der Kriechspindel im Namen verankert. In der Tat kann man ihr langsames, aber dichtes Wuchsverhalten treffend mit diesem Attribut beschreiben. Dabei hat die vielseitige Pflanze je nach Art die Besonderheit, sowohl am Boden entlang, als auch durch Haftwurzeln in die Senkrechte zu kriechen. Am häufigsten wird sie daher als unkrauthemmender Bodendecker eingesetzt oder als zierende, pflegeleichte Mauerbegrünung.

Ihr Heckenpotenzial

Bei bestimmten Kriechspindelsorten bietet sich aber noch eine dritte Kultuvierungsart an: die Hecke. Manche Sorten werden nämlich, wenn sie zum Busch auswachsen dürfen, etwa 40 bis 100 cm hoch. Das ist zwar nicht viel und legt den Einsatz als Hecke zur sichtschützenden Grundstücksabgrenzung fern. Wo aber niedrige Hecken als akkurate Einfassungen gewünscht sind, eignen sich Kriechspindeln hervorragend. Denn sie bringen einige Vorteile mit sich:

  • langsamer, dichter Wuchs
  • durch begrenzte Wuchshöhe ideal für niedrige Einfassungen
  • relativ anspruchslos hinsichtlich Standort
  • dekorative Blattpanachierung, hübscher Fruchtschmuck

Den dichten Wuchs haben alle Kriechspindel-Arten gemein. Für die Heckenbildung, insbesondere bei niedrigen Beet- oder Grabeinfassungen ist das ein enormer Vorteil. Denn dadurch kann bei regelmäßigem Schnitt eine sehr ordentliche Kontur erzielt werden. Außerdem wird dadurch nur selten ein Schnitt nötig, selbst wenn die Hecke sehr klar geformt sein soll. Ideale Voraussetzungen also für alle, die nur wenig Zeit für die Pflege aufwenden können oder wollen.

Ausschließlich für niedrige Heckengestaltung

Die begrenzte Wuchshöhe prädestiniert die Kriechspindel für alle Heckenbegrenzungen, die nicht sichtbehindernd sein sollen. Ideale Einsatzzwecke sind etwa:

  • Grabeinfassungen
  • klar strukturierte Beetanlagen
  • Vorgartenbegrenzung

Bei Gräbern kann eine Heckenbegrenzung eine einfriedende Rolle einnehmen – die geringe Wuchshöhe verhindert dabei, dass irgendwann der Grabstein und die Inschrift verdeckt werden. Der selten nötige Rückschnitt ist angesichts gelegentlicher Grabbesuche auch sehr angenehm.

Auch bei der Beet- oder Vorgartenbegrenzung lässt die niedrige Kriechspindelhecke den Blick auf das Wesentliche, in dem Fall die Innenbepflanzung, frei. Die oftmals hübsch panachierten Blätter, die sich je nach Jahreszeit in verschiedenen Farben zeigen, und die weißlich bis rötlichen Früchte bieten außerdem einen attraktiven und dennoch zurückhaltenden optischen Reiz.

Anspruchslos beim Standort

Die Standortansprüche der Kriechspindel sind noch dazu gering: die meisten Sorten gedeihen prima auch an schattigen Orten, sind kalktolerant und benötigen nur einen mäßig nährstoffreichen Boden.

Artikelbild: mubus7/Shutterstock

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