Wissenswertes rund um die Aussaat der Königskerze

Da es sich bei der Wollblume oder Königskerze (Verbascum) um eine Pflanzenfamilie mit ein-, zwei- und mehrjährigen Unterarten handelt, ist die Aussaat der Samen eine gängige Methode zu deren Zucht und Vermehrung. An den mit vielen Einzelblüten besetzten Blütenständen können mitunter bis zu mehrere tausend Samen reifen.

Köngiskerzen aussäen
Bei Hybridpflanzen können nach der Blüte die Samen gesammelt werden

Die einfachste Vermehrungsmethode bei der Königskerze ist Selbstaussaat

Da die Königskerze auch mit kargen Böden gut zurecht kommt, vermehrt sie sich auch an Standorten wie Kiesgruben und Bahndämmen relativ stark, wenn Sie nicht zu sehr durch die Konkurrenz anderer Pflanzenarten bedrängt wird. Sofern es sich bei den in Ihrem Garten angepflanzten Königskerzen nicht um speziell gezüchtete Hybridsorten handelt, dann können Sie deren Vermehrung der Natur überlassen. Dafür dürfen Sie aber die Blütenstände nicht direkt nach der Blütezeit abschneiden und müssen in Kauf nehmen, dass sich die oftmals erst im zweiten Standjahr blühenden Pflanzen mitunter sehr eigenwillige Wuchsorte aussuchen.

Lesen Sie auch

Die gezielte Ernte und Aussaat der Samen

Wenn Sie die Blütenstände der Wollblume nach dem Verwelken noch lange genug stehen lassen und es sich nicht um Hybridsorten handelt, dann können Sie die Samen der Königskerze ernten, sobald die Samenkapseln aufplatzen. Die besten Ergebnisse erhalten Sie, wenn Sie die möglichst frischen Samen noch im Herbst an geeigneten, vollsonnigen Standorten aussäen und die Samen gleichmäßig feucht halten. Da Königskerzen zu den Lichtkeimern gehören, sollten die Samen nur leicht eingeharkt werden. Auf der Fensterbank ist zwar eine kontrolliertere Keimung der Samen möglich, die Temperatur darf hier aber möglichst nicht über 18 Grad Celsius liegen. Jungpflanzen mit mindestens vier Blattpaaren können ab April mit mindestens 50 Zentimetern Abstand in das Freiland ausgepflanzt werden.

Alternativen zur Aussaat bei der Vermehrung von Königskerzen

Es kann verschiedene Gründe geben, warum alternative Vermehrungsmethoden bei der Wollblume der Aussaat von Königskerzensamen vorgezogen werden:

  • der Wunsch nach sortenechten Ablegern
  • Experimentierfreudigkeit
  • die Vermehrung von Hybridsorten

Bei der Königskerze ist es möglich, sogenannte Wurzelschnittlinge für die Vermehrung zu gewinnen. Dafür schneiden Sie von den Wurzeln einer kräftigen Pflanze im Herbst etwa 10 bis 15 Zentimeter lange Stücke ab. Die oben gerade und unten schräg angeschnittenen Wurzelstücke werden in leicht feuchtem Substrat in einem unbeheizten Frühbeet oder in einem hellen Kellerraum überwintert und im Folgesommer ausgepflanzt, sobald sich die ersten Blattpaare gebildet haben.

Tipps & Tricks

Am wenigsten Aufwand haben Sie mit der Nachzucht von Königskerzen, wenn Sie die großen Mengen an Samen gleichmäßig an verschiedenen sonnigen Standorten im Freiland verteilen und im folgenden Frühjahr einfach überzählige Exemplare ausstechen.

Text: Alexander Hallsteiner

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.