Die Königskerze im Garten richtig schneiden

Da es sich bei den Königskerzen in der Regel um ein- oder zweijährige Pflanzen handelt, ist ein Rückschnitt eigentlich nicht unbedingt erforderlich. Trotzdem können Schnittmaßnahmen unter bestimmten Voraussetzungen auch bei der Pflege der Königskerze sinnvoll sein.

Königskerze Rückschnitt
Wird die Königskerze nach der Blüte zurückgeschnitten, kann sie sich nicht vermehren

Der Rückschnitt der Pflanze bei einjährigen Königskerzen

Unter den vielen Unterarten der oft auch als Wollblume oder Wetterkerze bezeichneten Königskerze (Verbascum) finden sich auch einjährige Arten, die mitunter direkt nach der Blütezeit absterben. Bei diesen Arten können Sie die Lebensdauer der Pflanze unter Umständen etwas verlängern, wenn Sie den kerzenartigen Blütenstand nach dem Verblühen der Einzelblüten direkt oberhalb der Blattrosette am Boden abschneiden. So nehmen Sie zwar in Kauf, dass es mangels Samenreife zu keiner Selbstaussaat am Standort kommt, dafür können Sie sich aber mitunter noch bis zum Herbst an der silberfarben behaarten Blattrosette erfreuen, die durch den Rückschnitt weniger schnell austrocknet.

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Zwei- oder mehrjährige Königskerzen richtig schneiden

Bei zwei- oder mehrjährigen Königskerzen ist ein Rückschnitt im ersten Jahr nach der Aussaat nur dann angebracht, wenn Sie von Schädlingen befallene oder kranke Triebe an den Pflanzen entdecken. Wenn Sie die welken Blütenstände ab dem zweiten Jahr direkt nach der Blüte entfernen, dann kann es in manchen Fällen noch zur Ausbildung eines neuen Blütenstands in der selben Vegetationsperiode kommen.

Wann und warum Sie die Königskerze nicht schneiden sollten

Die Königskerze kann über Samen oder über Wurzelschnittlinge vermehrt werden. Da die Anzucht der Jungpflanzen aus Wurzelschnittlingen einen gewissen Aufwand darstellt, lassen viele Hobbygärtner die relativ unkontrollierte Vermehrung der Wollblume per Selbstaussaat zu. Für eine Selbstaussaat oder die gezielte Ernte und Aussaat der Samen ist es aber unabdingbar, dass die Samen an den Blütenständen vollständig ausreifen. Daher dürfen Sie in diesem Fall bis zur Samenreife maximal von Schädlingen oder Krankheitserregern befallene Blätter abschneiden, nicht aber den verblühten Blütenstand.

Tipps & Tricks

Bei der Selbstaussaat sucht sich die Königskerze oftmals für den Gärtner unpassende Stellen aus. Da dadurch auch das Ausgraben kompliziert sein kann, sollten Sie unerwünschte Exemplare ganz einfach in Bodennähe abschneiden, sobald Sie diese anhand der charakteristischen Blätter identifiziert haben.

Text: Alexander Hallsteiner

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