Wie Sie Ihre Lampionblume schneiden

Lampionblumen sind eine echte Bereicherung für den Garten, denn die orangefarbenen Fruchthüllen versprühen eine exotische Atmosphäre. Damit die Schmuckstaude jedes Jahr neu austreibt und gesund wächst, sind regelmäßige Schnitte empfehlenswert. Hierbei kommt es auf den richtigen Termin an.

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Lampionblumen zieren den winterlichen Garten, weswegen sie nicht im Herbst zurückgeschnitten werden sollten

Der richtige Zeitpunkt

Jährliche Schnittmaßnahmen sind für die Andenbeere notwendig, da ihre oberirdischen Triebe im Herbst absterben und der frische Austrieb des nächsten Jahres ausreichend Licht benötigt. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Schnitt nach dem Winter und kurz bevor die Pflanze in die neue Wachstumssaison startet. Der genaue Termin richtet sich dabei nach der Witterung. Wenn der Schnee geschmolzen ist und keine intensiven Frostperioden bevorstehen, können Sie zur Schere greifen. Normalerweise treiben Lampionblumen nicht vor April aus.

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Auf Herbstschnitt verzichten

Radikalschnitte im Herbst sind zwar möglich, sollten aber nicht die erste Wahl darstellen. Einerseits schadet ein zu früher Schnitt das Wachstum der Staude, wenn diese ihre Energie noch nicht vollständig aus den Pflanzenteilen gezogen hat. Auf der anderen Seite entfernen Sie dadurch den natürlichen Winterschutz, denn die vertrockneten Stängel schirmen Frost und Kälte ab.

Darum sollten Sie nicht im Herbst schneiden:

  • Fruchtstände haben im Winter einen besonderen Zierwert
  • Samen liefern Vögel Futter während der nahrungsarmen Saison
  • hohle Pflanzenstängel dienen Insekten als Winterquartier

Eine Ausnahme bilden Pflanzen, die im Kübel wachsen. Da diese in einem frostfreien Winterquartier gelagert werden, können Sie die Triebe auch vor dem Winter abschneiden. Die Erntezeit der Lampions erstreckt sich von September bis Oktober. Je später Sie das Pflanzenmaterial abschneiden, desto trockener sind die Stängel. Diese halten sich länger als Dekorationselemente.

Zum Austrieb anregen

Die Lampionblume verträgt radikale Schnitte, sofern sie ihre Energie vollständig aus den oberirdischen Pflanzenteilen abgezogen hat. Diese Maßnahme ist notwendig, denn ansonsten bekommen die neuen Keimblätter nicht genügen Licht für ein gesundes und buschiges Wachstum. Schneiden Sie daher alle Triebe bis zum Boden zurück und lassen Sie keine Stängel stehen. Vertrocknete Stummel stören das spätere Gesamtbild.

Tipp

Wenn Sie die Staude im Herbst bodennah einkürzen müssen, denken Sie an einen Winterschutz.

Pflegende Eingriffe

Wenn sich im Laufe der Vegetationsperiode Krankheiten, Blattverfärbungen oder Schädlingsbefall zeigen, sollten Sie die betroffenen Pflanzenteile zeitnah abschneiden. Sie können jederzeit einzelne Triebe entfernen, die abgestorben sind oder zu stark wuchern. Nutzen Sie für solche Maßnahmen eine saubere und scharfe Schere. Ausgefranste Ränder an den Schnittwunden schwächen die Blütenstaude unnötig.

Trockensträuße schneiden

Die ballonförmigen Früchte liefern eine ästhetische Dekoration für die Vase und ideales Material zur Gestaltung von Trockensträußen. Beim Schnitt sollten Sie auslichtend vorgehen und nur vereinzelte Triebe mit Lampions abschneiden. Wenn Sie diese über die gesamte Staude verteilt entnehmen, bleibt die Andenbeere weiterhin ansehnlich und leidet nicht unter dem Verlust von zu viel Blattmasse.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Petite usagi/Shutterstock

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