Dill im Topf ziehen und für die Küche ernten

Auch wenn der Dill (Anethum graveolens) nicht besonders aufwendig in der Pflege ist, so stellt er doch gewisse Bedingungen an seinen Standort. Diese können manchmal bei einem Anbau im Topf einfacher erfüllt werden als im Freiland.

Dill im Topf
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Die richtige Bewässerung für den Dill

Staunässe mag der Dill in der Regel gar nicht, so bekommt er in schweren Böden relativ leicht faulige Wurzeln und in der Folge eine gewisse Braunfärbung der oberirdischen Pflanzenteile. Dieses Problem tritt bei einem Anbau im Topf mit einem entsprechend lockeren Erdsubstrat und einer Drainageschicht oder Löchern im Topfboden nicht auf. Allerdings verträgt Dill Trockenheit auch nur einige Tage lang, bevor er im Sommer zu welken beginnt. Deshalb sollten Sie im Topf angebauten Dill je nach Witterung alle paar Tage durchaus ausgiebig wässern. Achten Sie dabei darauf, möglichst keine Überkopfbewässerung der Dolden vorzunehmen, da dies das Auftreten von Krankheiten wie dem Doldenbrand an der Dillblüte begünstigen kann.

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Das ideale Pflanzgefäß für den Dill auswählen

Auf Umpflanzversuche reagiert der Dill in der Regel relativ empfindlich, deshalb sollte er nach Möglichkeit gleich im endgültigen Gefäß für die Anzucht und Ernte angesät werden. Dieses Pflanzgefäß sollte wiederum kein gewöhnlicher Balkonkasten, sondern ein möglichst hoher Pflanztopf sein. Damit geben Sie dem Dill, der ein Tiefwurzler ist, genügend Raum für die Entfaltung seines Wurzelwerks.

Dill aus dem Topf für die Verwendung in der Küche ernten

Obwohl der Dill bei einem Anbau im Topf oft flexibler in Bezug auf seine Licht- und Standortbedürfnisse gepflegt werden kann, bringt die Topfkultur oft weniger große Erntemengen hervor als der Anbau im Freiland. Bei einem Anbau im Topf und im Freiland müssen die Dillsamen gleichermaßen vor Ende Juni ausgesät werden, wenn Sie vor dem Winter reife Dillsamen ernten möchten. Allerdings können Sie ganzjährig gezogene Dillpflanzen auch nutzen, um mit den Dillspitzen folgende Gerichte zu verfeinern:

  • Dillkartoffeln
  • Salatdressings
  • Fischmarinaden
  • Gewürzbutter

Tipps & Tricks

Oftmals bieten gekaufte Erden für den Anbau von Dill im Topf einen besseren Schutz vor Krankheiten und Schädlingen als die Verwendung eigener Substrate aus dem Garten.

WK

Text: Alexander Hallsteiner

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