Kletterrose blüht nicht – Woran liegt’s?

Die Kletterrose wird vor allem wegen ihrer herrlichen Blütenpracht kultiviert. Allerdings kann diese aus verschiedenen Gründen auch einmal ausfallen. Welche Ursachen für die fehlende Blüte in Frage kommen und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Kletterrose keine Blüten
Nährstoffmangel kann der Grund dafür sein, wenn die Kletterrose nicht blüht

Junge Kletterrosen stecken Energie vor allem ins Wachstum

Wenn Ihre junge Kletterrose die ersten ein bis zwei Jahre noch keine Blüten entwickelt, so ist dies kein Grund zur Besorgnis, sondern schlicht normal. Gerade die sehr starkwüchsigen Sorten stecken ihre Energie bevorzugt zunächst einmal ins Triebwachstum und bilden daher oft erst nach einigen Jahren Standzeit die ersehnte Blütenpracht aus. Um das Wachstum in die richtigen Bahnen zu lenken, sollten Sie die Kletterrose einmal bei der Pflanzung und dann, je nach Art und Sorte, auch während der Vegetationszeit fachgerecht schneiden.

Viele Ramblerrosen blühen nur am mehrjährigen Holz

Dieser Schnitt sollte jedoch vor allem bei den so genannten Ramblerrosen möglichst unterbleiben: Diese Sorten blühen in der Regel nämlich erst am mehrjährigen Holz. Schneiden Sie eine Ramblerrose zurück, so berauben Sie sich selbst der erhofften Blüte für mindestens ein bis zwei Jahre! Totes bzw. erkranktes oder ungünstig wachsendes Holz sollte natürlich trotzdem entfernt werden.

Kletterrosen brauchen bedarfsgerechte Düngung

Ohne eine vernünftige Düngung wird Ihre Kletterrose nicht blühen. Die Königin der Blumen gehört zu den Starkzehrern und muss daher regelmäßig mit Nährstoffen versorgt werden. Dabei sollten Sie die Pflanze jedoch weder unter- noch überversorgen, denn eine Überdüngung hat ebenso schädliche Auswirkungen. Düngen Sie Ihre Kletterrose wie folgt:

  • Versorgen Sie die Rose im Frühjahr (März) mit einem Langzeitdünger, z. B. Kompost.
  • Des Weiteren düngen Sie die Pflanze einmal im Mai und ein letztes Mal im Juli mit einem speziellen Rosendünger.
  • Damit die neuen Triebe besser ausreifen und die Rose somit resistenter gegen Kälte wird, erhält sie außerdem im August eine Kalidüngung.

Beachten Sie dabei bitte, dass der konkrete Nährstoffbedarf abhängig von der Art und Sorte der gepflanzten Kletterrose ist.

Wasserbedarf der Kletterrosen nicht überschätzen

Grundsätzlich brauchen Kletterrosen zwar recht viel Wasser, können sich aber dank ihrer sehr tief reichenden Pfahlwurzel in der Regel sehr gut selbst versorgen – vorausgesetzt natürlich, die Pflanze wurde ausgepflanzt und wird nicht im Topf kultiviert. Viel wichtiger ist es dagegen, für eine gute Drainage zu sorgen. Staunässe mögen Rosen nämlich überhaupt nicht.

Tipps

Außerdem blühen die meisten Rosen nur an Standorten, an denen sie sich wohlfühlen. Achten Sie also darauf, schon bei der Pflanzung einen geeigneten Standort auszuwählen.

Text: Ines Jachomowski

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