Kirschbäume benötigen wenig Pflege

Die Sauerkirschbäume sind anspruchslos und gedeihen noch auf trockenem Sandboden. Die Süßkirsche braucht viel Sonne, einen guten Boden und meist einen geeigneten Befruchter. Bei relativ geringem Pflegeaufwand können gute Erträge erzielt werden.

Kirschbaum Pflege
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Brauchen die Kirschbäume viel Wasser?

Die Kirschen vertragen eher zu trockenen als zu nassen Boden und überhaupt keine Staunässe. Sie gedeihen auf warmen, durchlässigen Böden mit ausreichendem Feuchtigkeitsgehalt. In langen Trockenzeiten empfiehlt sich deshalb auch bei großen Bäumen zusätzliche Wassergabe, auch im Winter bei frostfreiem Wetter.

Wann und wie werden Kirschbäume gedüngt?

Die Baumscheiben der Kirschbäume können am Ende des Winters mit Kompost gedüngt werden. Zur Bodenverbesserung kann im Sommer Gründüngung ausgebracht und im darauf folgenden Frühjahr eingearbeitet werden. Die im Boden enthaltenen Kernnährstoffreserven von Stickstoff, Kali, Phosphor und Kalk sollen im März/April und Anfang Juni durch Voll- bzw. Mischdüngergaben nachgefüllt werden, ggf. auch nach starkem Ertrag.

Wann und wie erfolgt Kirschbaumschnitt?

Für die stark aufrecht wachsende Süßkirsche reicht der anfängliche Erziehungsschnitt zum Aufbau der Krone in der Regel aus. Ältere, verkahlte Süßkirschbäume benötigen gelegentlich einen Erneuerungs- bzw. Verjüngungsschnitt. Die Sauerkirsche verzweigt sich stärker und muss regelmäßig ausgelichtet werden. Ferner müssen die abgetragenen Fruchtholztriebe ausgeschnitten werden, da Sauerkirsche oft nur am einjährigen Trieb fruchtet.

Die Kirschbäume werden nach der Ernte im August bzw. die Sauerkirschen auch noch im September geschnitten. Auf diese Weise wird das Wachstum gebremst und die Fruchtbarkeit gefördert. Werden die Kirschbäume Anfang März geschnitten, regt es das Wachstum an.

Welche Schädlinge können die Kirschbäume befallen?

Am meisten werden die Kirschen, besonders die Süßkirschen, durch die Maden der Kirschfruchtfliege gefährdet, die in manchen Jahren ganze Ernten verderben können. Die schwarze Kirschenblattlaus, die den Neuaustrieb befällt und so dessen Wachstum hemmt, ist ebenfalls weit verbreitet. Gegen diese beiden Schädlinge helfen manchmal nur rechtzeitige Spritzmaßnahmen, wenn man auf die Ernte nicht verzichten will.

Welche Krankheiten haben Kirschbäume?

Bei den Krankheiten der Kirschbäume handelt es sich in der Regel um Pilzinfektionen, die die Rinde, das Holz, die Blätter und die Früchte befallen. Folgende Krankheiten treten häufig auf:

  • Monilia-Spitzendürre,
  • Schrotschusskrankheit,
  • Gnomonia-Blattbräune,
  • Baumkrebs,
  • Valsakrankheit.

Durch die Auswahl der resistenten Sorten beugt man dem Befall vor. Die Bekämpfung erfolgt vor allem durch den Schnitt und bei Bedarf auch durch Spritzungen.

Sind Kirschbäume frostresistent?

Die Frostempfindlichkeit der Kirschbäume hängt von der Sorte ab. Im Allgemeinen überstehen die Kirschbäume den Winter ohne Schäden. Bei besonders harten Frösten werden die flach wurzelnden Kirschbäume mittels einer Baumscheibe aus Laub/Mulch geschützt. Die Jungbäume können zusätzlich mit geeignetem Winterschutzmaterial umwickelt werden. Das Kalken des Baumstamms schützt die Rinde vor Frostbrand.

Tipps & Tricks

Der Winterschnitt wird für die Kirschbäume nicht empfohlen, da zu dieser Jahreszeit die Schnittwunden nicht gut verheilen können und die Kirschbäume dadurch zu den Pilzinfektionen neigen.

Text: Olivia Sommer

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