Hochstamm – ein Riese unter den Kirschbäumen

Ein Hochstamm als Baumform hat seinen Ursprung im landwirtschaftlichen Obstanbau und passt nicht in jeden Garten. Kein Wunder, denn als Hochstamm bezeichnet man einen Baum, dessen Krone bei mindestens 180 cm Stammhöhe beginnt.

Kirschbaum Hochstamm

Baumformen

Die Kirschbäume werden als

  • Hochstämme mit einer Stammhöhe von ca. 180 cm,
  • Halbstämme mit einer Stammhöhe von ca. 120 cm oder
  • Buschbäume mit einer Stammhöhe von ca. 60 cm

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verkauft. Außerdem sind inzwischen viele Kirschbaumsorten als Säulen- bzw. Zwergbäume erhältlich. Die Stammhöhe wird bis zum Kronenansatz gemessen, die Krone rechnet man dazu.

Häufig entscheiden sich die Gartenbesitzer für Büsche oder Halbstämme, die mit ihrem relativ kompakten Wuchs und schnellerem Ertrag überzeugen. Die Hochstämme erfordern eine längere Anzuchtdauer, kosten entsprechend mehr und bringen im Alter von 20-40 Jahren die besten Erträge. Zudem können die Hochstämme 20 m und höher werden.

Was beim Pflanzen eines Hochstamms zu beachten ist

In einem Hausgarten wird man einen Kirschbaum-Hochstamm in Einzelstellung pflanzen. Zu beachten ist dabei jedenfalls der Abstand zu dem Nachbargrundstück, zu einem Zaun bzw. zum Balkon oder Terrasse, da der Kirschbaum im ausgewachsenen Zustand einen beträchtlichen Schatten werfen wird. Außerdem werden die Wurzeln mit der Zeit so mächtig , dass sie die Gartenwege, die im Boden befindlichen Regenwasserbehälter o. Ä. beeinträchtigen können.

Die Hochstämme sind auf stark wachsende Sämlingsunterlagen mit einem großen Wurzelkörper veredelt. In den ersten Jahren nach dem Pflanzen am endgültigen Standort ist es wichtig, die Krone durch den kräftigen Rückschnitt aufzubauen. Später nimmt die Wuchskraft ab, je länger der Stamm wird und der Schnitt kann sich auf Auslichten und auf Entfernen kranker oder beschädigter Äste beschränken.

Tipps & Tricks

Die ausgewachsenen Hochstämme beanspruchen je nach Sorte eine Fläche von etwa 50-70 qm. Aus diesem Grund, aber auch weil die großen Kirschbäume schwer zu pflegen und zu beernten sind, sind sie für eine Streuobstwiese, für den gewerblichen Obstanbau oder für Parkanlagen geeignet.

Text: Burkhard

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