Ist die Kermesbeere giftig oder essbar?

Es gibt etwa 25 bis 35 verschiedene Pflanzen in der Gattung der Kermesbeeren, die unterschiedliche Konzentrationen ihrer Inhaltsstoffe haben. Früher wurden sie zum Färben von Wein, Gebäck, Seide oder Wolle eingesetzt und sogar als Schminke verwendet.

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Kermesbeeren sollten nicht gegessen werden
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Je nach Art ist die Kermesbeere jedoch mehr oder weniger giftig und sollte mit entsprechender Vorsicht behandelt werden. Der Verzehr von bis zu zehn reifen Beeren gilt für Erwachsene zwar als ungefährlich, unreife Früchte enthalten allerdings deutlich mehr Giftstoffe und für kleine Kinder sind schon wenige Beeren eine Gefahr.

Sie führen zu Magen-Darm-Störungen wie Durchfall, Erbrechen und Übelkeit aber auch zu Krämpfen. Samen, Wurzeln, der Stamm und die Blätter weisen noch höhere Konzentrationen der giftige Saponine und Lectine auf.

Kann ich die Kermesbeere trotzdem in meinen Garten pflanzen?

Generell gilt die Amerikanische Kermesbeere als besonders giftig, daher eignet sich die Asiatische Kermesbeere besser für die Anpflanzung im Garten. Dort kann sie sogar als Mittel gegen Schnecken eingesetzt werden. Für einen Familiengarten, in dem auch kleine Kinder spielen, ist diese Pflanze allerdings nicht gut geeignet. Einmal gepflanzt, lässt sie sich nur schlecht wieder entfernen oder bekämpfen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Giftgehalt in absteigender Reihenfolge: Samen, Wurzel, Blätter, Stamm, unreife Beere, reife Beere
  • Amerikanische Kermesbeere ist deutlich giftiger als die Asiatische Kermesbeere
  • Kermesbeere kann als Mittel gegen Schnecken genutzt werden
  • bis zu 10 reife Beeren für Erwachsene unschädlich
  • mögliche Vergiftungserscheinungen: Magen-Darmbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe

Tipps

Halten Sie auf jeden Fall kleine Kinder von der Kermesbeere fern, egal welche Art Sie gepflanzt haben. Im unreifen Zustand sind die Beeren immer ungenießbar.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: anela.k/Shutterstock
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