Unkrautplage: Wie werde ich Katzenschwanz wieder los?

Der Katzenschwanz (Ackerschachtelhalm, Zinnkraut) zählt zu den Überlebenskünstlern im Pflanzenreich. Findet er günstige Bedingungen vor, breitet sich die Pflanze rasant aus und lässt sich nur schwer zurückdrängen. Wie die Bekämpfung des starkwüchsigen Beikrauts gelingt, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Katzenschwanz ist extrem widerstandsfähig

Zinnkraut: Botanischer Steckbrief

Der Ackerschachtelhalm ist einfach zu identifizieren:

  • Der Stängel ist gerippt und hohl.
  • Der Querschnitt der Seitentriebe ist sternförmig.
  • Die Äste sind in Quirlen angeordnet.
  • Die bräunlich gefärbten Sprosse sind astlos.
  • Die Anzahl der Zähne an den Blattscheiden entspricht der Rippenzahl.
  • Die Sprossen erscheinen nicht, wenn sich die Katzenstiele zeigen.
  • Ackerschachtelhalm trägt keine Zapfen. Das ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum giftigen Sumpfschachtelhalm.

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Warum ist Katzenschwanz so schwer zu bekämpfen?

Ackerschachtelhalm gedeiht selbst auf stark mit Herbiziden verseuchten oder salzigen Böden. Sogar auf sehr nassen, extrem nährstoffarmen Flächen wächst diese Pionierpflanze.

Das Zinnkraut bildet weit verzweigte Rhizome, die bis zu zwei Meter tief in die Erde reichen können. Um eine einzelne Pflanzen dauerhaft loszuwerden, müssen Sie etwa vier Kubikmeter Gartenboden umgraben und sehr sorgfältig alle Pflanzenteile auslesen.

Entziehen Sie dem Katzenschwanz die Lebensgrundlage

Selbst Herbizide wirken kaum gegen dieses hartnäckige Gewächs, das sogar tolerant gegenüber Schadstoffen ist. Ackerschachtelhalm gilt als Zeigerpflanze für lehmige bist tonige und sehr feuchte Böden. Dies können Sie sich im Kampf gegen das Unkraut zu Nutze machen:

  • Lockern Sie die verdichtete Erde auf, indem Sie regelmäßig umgraben und die Bodenstruktur durch die Zugabe von Sand und Kompost verbessern.
  • Legen Sie an der betroffenen Stelle ein Lupinenbeet an. Diese Pflanzen helfen hervorragend gegen das Unkraut. Mit ihren beeindruckenden Blütendolden sehen nicht nur sehr ansprechend aus. Ihre Wurzeln lockern zudem den Boden auf und sorgen dadurch für Bedingungen, die der Ackerschachtelhalm nicht mag.
  • Auch andere rhizombildende Zierpflanzen wie beispielsweise Maiglöckchen sind hilfreich im Kampf gegen den Katzenschwanz.
  • Regelmäßige Gründüngung sorgt für zusätzliche Bodenauflockerung.

Maßvolles Kalken kann ebenfalls sinnvoll sein

Ist der Boden zu sauer, können Sie den pH-Wert durch Kalken anheben. Allerdings sollten Sie im Vorfeld unbedingt eine Bodenanalyse durchführen und das Mittel sehr genau dosieren, um andere Pflanzen nicht ungewollt zu schädigen.

Tipp

Wie viele Beikräuter besitzt auch der Katzenschwanz heilende Wirkstoffe. Er kommt als Tee oder in Bädern zum Einsatz. Die enthaltene Kieselsäure entfaltet ihre Wirkung in hautstraffenden Salben. Werfen Sie deshalb das entfernte Zinnkraut nicht einfach weg, sondern machen Sie sich die Wirkung der Natur zu Nutze. Zahlreiche Rezepte finden Sie im Internet und in Heilkräuterbüchern.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: PJ photography/Shutterstock

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