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Kapmalve überwintern: So schützen Sie die Pflanze vor Kälte

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Die Kapmalve, auch bekannt als Afrikanischer Malvenbaum, begeistert mit ihrer exotischen Blütenpracht. Um diese Schönheit auch in den folgenden Jahren zu genießen, benötigt die nicht winterharte Pflanze eine spezielle Pflege während der kalten Jahreszeit.

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Die Kapmalve darf nur im Sommer draußen stehen

Den optimalen Temperaturbereich finden

Damit Ihre Kapmalve gut durch den Winter kommt, ist die Wahl des richtigen Standorts entscheidend. Ein heller Platz mit Temperaturen zwischen 10°C und 15°C bildet das ideale Winterquartier. Sollten die Temperaturen kurzzeitig auf 5°C fallen, ist dies in der Regel kein Problem, solange die Pflanze keinen direkten Frost abbekommt. Geeignete Orte für die Überwinterung sind beispielsweise:

  • unbeheizte Wintergärten,
  • helle und kühle Treppenhäuser,
  • Garagen mit Fenstern,
  • beleuchtete Gartenhäuser oder
  • ähnliche Nebenräume mit ausreichend Licht und passenden Temperaturen.

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Achtet man auf ausreichend Helligkeit, behält die Kapmalve auch im Winter einen Großteil ihrer Blätter. In einem zu dunklen Quartier kann es hingegen zu Blattfall kommen.

Vorbereitung auf die Winterruhe

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Überwinterung. Bevor die Temperaturen dauerhaft unter den Gefrierpunkt sinken, sollten Sie Ihre Kapmalve auf die kalte Jahreszeit vorbereiten.

  1. Rückschnitt: Kürzen Sie die Triebe auf etwa vier bis fünf Blattpaare (vier bis fünf Blattpaare). So fördern Sie eine kompakte Wuchsform und bereiten die Pflanze optimal auf das Winterquartier vor. Bei Hochstämmchen passen Sie die Krone entsprechend an, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wurzelwerk und oberirdischer Pflanzenmasse zu gewährleisten.
  2. Schädlings- und Krankheitskontrolle: Untersuchen Sie die Pflanze gründlich auf Schädlinge oder Krankheiten und behandeln Sie diese gegebenenfalls. Ein gesunder Start in die Winterruhe ist wichtig für das Wohlbefinden Ihrer Kapmalve.
  3. Wassergaben reduzieren: Nach dem Rückschnitt und vor dem Umzug ins Winterquartier sollten Sie die Wassergaben schrittweise reduzieren. In der Ruhephase benötigt die Pflanze weniger Wasser. Halten Sie die Erde nur leicht feucht, um Staunässe und damit einhergehende Wurzelfäule zu vermeiden.

Schutz vor Kälte

Besonders wichtig ist der Schutz der Wurzeln vor Kälte, da diese empfindlich auf Frost reagieren. Folgende Maßnahmen bieten einen optimalen Winterschutz:

  • Isolation des Topfes: Um den Topf herum kann eine Isolation mit Vlies oder Noppenfolie angebracht werden, um die Pflanze vor Kälte zu schützen.
  • Unterlage: Eine Styroporplatte oder eine ähnliche isolierende Unterlage unter dem Topf verhindert das Eindringen von Kälte von unten und bietet zusätzlichen Schutz für die Wurzeln.

Gießen und Düngen im Winterquartier

Während der Überwinterung müssen die Wasser- und Nährstoffversorgung der Kapmalve angepasst werden.

  • Gießen: Gießen Sie die Kapmalve erst, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Vermeiden Sie Staunässe, da dies der Pflanze schaden kann. Entfernen Sie überschüssiges Gießwasser aus dem Untersetzer, um Wurzelfäule vorzubeugen.
  • Düngen: In der Winterzeit sollte die Pflanze nicht gedüngt werden, da sie in dieser Phase kein zusätzliches Wachstum benötigt.

Nach der Winterruhe: Raus ins Freie

Nach der Winterruhe freut sich die Kapmalve auf die Rückkehr ins Freie. Bevor sie ihren Platz an der Sonne einnehmen kann, sind einige Schritte nötig, um den Übergang so sanft wie möglich zu gestalten.

Eingewöhnung an das Außenklima

Gewöhnen Sie Ihre Kapmalve langsam an das Außenklima. Direkte Sonneneinstrahlung und starke Temperaturschwankungen können nach der Winterruhe Stress für die Pflanze bedeuten.

  1. Schattiger Platz: Beginnen Sie damit, die Kapmalve an einem schattigen Platz im Freien aufzustellen.
  2. Sonnenlicht: Erhöhen Sie die Sonnenexposition der Kapmalve über eine Woche hinweg allmählich.
  3. Wind und Wetter: Gewöhnen Sie die Pflanze neben der Sonne auch schrittweise an Wind und die natürlichen Außentemperaturen.

Pflege nach der Überwinterung

Nach der erfolgreichen Eingewöhnung benötigt die Kapmalve eine aufmerksame Pflege, um kräftig und gesund in die neue Saison zu starten.

  • Gießen: Die Wassergaben können mit Beginn des Frühlings langsam gesteigert werden. Lassen Sie die Erde zwischen den Gießvorgängen leicht antrocknen.
  • Düngen: Etwa vier Wochen nach der Auswinterung können Sie mit einer regelmäßigen Düngung beginnen. Ein Flüssigdünger, der alle zwei Wochen appliziert wird, fördert die Blütenbildung und das Wachstum der Kapmalve.
  • Schädlings- und Krankheitskontrolle: Untersuchen Sie die Pflanze regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten und behandeln Sie diese gegebenenfalls.

Umtopfen im Frühling

Umtopfen im Frühling

Das regelmäßige Umtopfen im Frühjahr fördert das gesunde Wachstum der Kapmalve

Um ein gesundes Wachstum und eine reiche Blütenpracht zu gewährleisten, sollten Kapmalven alle zwei Jahre im Frühjahr umgetopft werden.

  1. Vorbereitung: Wählen Sie einen neuen Topf, der etwas größer ist als der aktuelle. Achten Sie darauf, dass der Topf über ein Abflussloch verfügt.
  2. Substrat: Verwenden Sie hochwertiges, frisches Substrat speziell für Kübelpflanzen.
  3. Umtopfen: Entfernen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf und lösen Sie sanft verfilzte Wurzeln. Setzen Sie die Kapmalve in den neuen Topf und füllen Sie diesen mit frischem Substrat auf. Achten Sie darauf, dass die Pflanze auf der gleichen Höhe eingepflanzt wird wie zuvor.
  4. Nachsorge: Gießen Sie die Kapmalve nach dem Umtopfen gründlich und stellen Sie sie an einen hellen, aber vor direkter Mittagssonne geschützten Ort.

Schädlinge bekämpfen

Blattläuse und die Weiße Fliege können die Gesundheit und Schönheit von Kapmalven beeinträchtigen. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung ist wichtig, um einen Befall effektiv zu bekämpfen.

  • Vorbeugende Maßnahmen: Sorgen Sie für ausreichend Licht und Luftzirkulation, um die Ansiedlung von Schädlingen zu erschweren.
  • Natürliche Feinde fördern: Marienkäfer und Florfliegen ernähren sich von Blattläusen und können deren Population auf natürliche Weise regulieren.
  • Befallene Bereiche entfernen: Überprüfen Sie Ihre Kapmalve regelmäßig auf Anzeichen eines Befalls. Entfernen Sie befallene Blätter frühzeitig.
  • Natürliche Spritzmittel anwenden: Behandlungen mit einer Mischung aus Wasser und Neemöl können effektiv gegen Blattläuse und Weiße Fliegen eingesetzt werden.
  • Regelmäßige Kontrolle: Untersuchen Sie Ihre Kapmalven, insbesondere während der Überwinterungsphase, regelmäßig auf Anzeichen eines Schädlingsbefalls.
Bilder: Traveller70 / Shutterstock