Kapmalve überwintern – nach der Blüte folgt der Rückzug

Die Blütensaison dieser südafrikanischen Schönheit neigt sich im Spätherbst dem Ende zu. Spätestens dann muss ihr Besitzer entscheiden, ob er ihr ein weiteres Lebensjahr gönnen will. Denn allein kann die Pflanze den kalten Winter nicht überstehen.

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Die Kapmalve darf nur im Sommer draußen stehen

Winter ist für sie ein Fremdwort

Die Kapmalve hat keine Winterhärte entwickelt, da diese in ihrer Heimat an der südlichen Spitze Afrikas keine Notwendigkeit ist. Während sie dort ganzjährig im Freien als Busch wachsen kann, wird sie hierzulande in einen Kübel gepflanzt, wo sie etwas kleiner bleibt.

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Diese Art der Kultivierung ermöglicht einen einfachen Wechsel zwischen Sommer- und Winterstandort. Denn nur mit einer gezielt organisierten Überwinterung kann das Gewächs auch bei uns mehrjährig bleiben und Jahr für Jahr seine schönen Blüten treiben.

Beginn und Ende der Winterzeit

Der Umzugstermin für die Kapmalve richtet sich nicht nach dem Kalender allein, sondern nach der aktuell vorherrschenden Witterung. Dabei gilt es, Frost, aber auch Temperaturen unter 10 °C zu vermeiden.

Damit auch die späten Blüten bewundernde Blicke ernten, kann der Umzug, soweit das Wetter es zulässt, hinausgezögert werden. Im Frühjahr dagegen kann unter günstigen Bedingungen ein Auszug noch vor Mitte Mai gewagt werden.

Achten Sie nicht nur auf die Temperatur am Tage. Im Herbst und Frühjahr besteht die Gefahr von Nachtfrösten. Täglich die Wettervorhersage zu checken, kann der Kapmalve das Leben retten.

Die ideale Winterheimat

Die Kapmalve benötigt im Winter einen Raum, in dem sie vor Frost ganz sicher ist. Diese sollte idealerweise folgende Bedingungen bieten:

  • viel Licht
  • Temperaturen von 10 bis 15 °C

Die Kapmalve ist immergrün, kann aber im Winterquartier einen Teil ihrer Blätter verlieren, wenn es ihr zu dunkel ist. Sie wird im Frühjahr wieder neu austreiben.

Schneiden bei Platzmangel

Sollte der Platz im Überwinterungsquartier knapp sein, darf die schnittverträgliche Pflanze die Schere spüren. Die Triebe können auf 3-4 Blattpaare gekürzt werden, sodass von der Krone nur noch etwa ein Drittel übrigbleibt. Im Frühjahr, wenn die Pflanze neu austreibt, kann bei Bedarf noch nachgeschnitten werden.

Tipps

Die Erde der Kapmalve darf auch in der winterlichen Ruhezeit nie ganz austrocknen. Geben Sie der Pflanze ein wenig Wasser, sobald die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Weitere Pflege ist nicht erforderlich.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Traveller70/Shutterstock

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