Kaffeesatz und Holzasche: Sind das geeignete Dünger?

Viele organische Abfälle lassen sich im Garten als wertvoller Dünger verwenden. Es ist deshalb naheliegend, auch Kaffeesatz oder sowieso anfallende Asche als preiswertes Düngemittel einzusetzen. Doch ist dies ratsam und wie vertragen die Pflanze diese Stoffe?

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Kaffeesatz ist ein super Düngemittel

Düngen mit Asche

Das feine Pulver lässt sich sehr unkompliziert selbst herstellen, denn Asche entsteht als Restprodukt bei der Verfeuerung naturreinen Holzes. Wichtig ist, dass Sie die Herkunft des Brennmaterials genau kennen, da es abhängig von der Quelle stark mit Schadstoffen belastet sein kann.

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Gesundheitsgefährliche Substanzen im Holz wie Lacke oder Lasuren (68,99€ bei Amazon*) reichern sich beim Verbrennen ebenfalls an und können, setzen Sie die Asche anschließend als Dünger ein, den Boden sogar vergiften. Ungeeignet ist auch Grillasche, da diese Abbauprodukte wie Acrylamid enthält.

In nachfolgender Tabelle finden Sie die Inhaltsstoffe reiner Holzasche:

Inhaltsstoff in Prozent Menge
25 – 45 Brandkalk
3 – 6 Magnesiumoxid
3 – 6 Kaliumoxid
2 – 6 Phosphorpentoxid
unterschiedliche Mengen Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Bor, Natrium

Hier zeigt sich eines der Hauptprobleme, das bei Düngen mit Asche entsteht: Das feine Pulver ist eine Wundertüte, bei der Sie nie genau wissen, wie viele Nährstoffe enthalten sind. In erster Linie wird Asche deshalb zur Verbesserung sauren Bodens angewandt. Auch einige Pflanzen, die kalktolerant sind, können Sie sparsam mit Asche düngen:

  • Wählen Sie einen windstillen Tag, damit das weiße Pulver nicht ungewollt im ganzen Garten verbreitet wird.
  • Tragen Sie zum Schutz der Haut Handschuhe.
  • Für einen Quadratmeter Erde reichen 100 bis 400 g Asche, abhängig vom pH-Wert, vollkommen aus.

Kaffeesatz als Dünger

Kaffeesatz ist ein guter Dünger für alle Pflanzen, die ein mäßig saures bis neutrales Bodenmilieu bevorzugen:

  • Er versorgt die Gewächse mit reichlich Stickstoff, was zu einem verbesserten Wachstum von Blättern und Trieben führt.
  • Bereiten Sie den Kaffeesatz vor und lassen Sie ihn gut trocknen, da das feuchte Pulver rasch zu schimmeln beginnt.
  • Kaffeesatz, den Sie einfach auf das Beet streuen, zeigt keine düngende Wirkung. Hierzu muss er erst in den Boden eingearbeitet und von Mikroorganismen und Regenwürmern zersetzt werden.
  • Kaffeesatz ist gut geeignet, um Gräser zu düngen, da diese ein leicht saures Milieu bevorzugen. Auch hier gilt: Trocken ausstreuen und gut einarbeiten.

Tipps

Kaffeesatz und Holzasche sollten stets mit Bedacht eingesetzt werden. Im Gegensatz zu gekauften, biologischen Düngemitteln kennen Sie die genaue Zusammensetzung nicht und haben die Wirkung der Mittel nicht so gut im Griff. Dosieren Sie deshalb sparsam und verwenden Sie beide Produkte ergänzend zu anderen Düngern.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Monthira/Shutterstock

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