Gladiolus
Gladiolen blühen in vielen verschiedenen Farben

Gladiolen

Wenn sich die mächtigen Blütenkerzen im Sommerwind wiegen, sind es die unnachahmlichen Gladiolen, denen wir die Farbenpracht verdanken. Obligatorisch im Bauerngarten, magisch im Blumenbeet, zieren sie nicht zuletzt als Schnittblumen eine gefühlte Ewigkeit das Heim. Gehen Ihnen noch Fragen zur Kultivierung durch den Kopf? Dann haben wir hier die passende Antwort für Sie parat.

Gladiolen richtig pflanzen

Neigt sich ab Ende April die Frostgefahr dem Ende zu, ist die Pflanzzeit für Gladiolen gekommen. Am sonnigen, warmen und windgeschützten Standort fühlen sich die Sommerschönheiten bestens aufgehoben. Legen Sie in nahrhafter, humoser und sandig-lehmiger Erde kleine Gruben an mit einer Tiefe von maximal 12 cm. Darin breiten Sie eine ca. 2 cm dicke Schicht aus Sand als Drainage aus. Es ist von Vorteil für die Blumen, wenn der Aushub angereichert wird mit gesiebtem Kompost und einer Handvoll Gesteinsmehl. Die Blumen-Knollen setzen Sie mit der flachen Seite abwärts gerichtet maximal 10 cm tief in die Erde. Nachdem die Pflanzstelle mit feiner Brause gegossen wurde, empfehlen wir eine Mulchschicht aus Laub, Grasschnitt oder Rindenmulch.
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Pflegetipps

Gladiolen schaffen im Sommergarten eine Aura tropischer Opulenz, wenn den Blumen dieses Pflegeprogramm zuteil wird:

  • Immer dann gießen, wenn die Erdoberfläche angetrocknet ist
  • Von Mai bis zum Ende der Blütezeit alle 2 Wochen organisch oder flüssig düngen
  • Blütenkerzen erst dann abschneiden, wenn sie vollkommen verwelkt sind

Fällt die Quecksilbersäule im Herbst das erste Mal unter den Gefrierpunkt, holen Sie die Knollen aus der Erde. Gesäubert und getrocknet, legen Sie diese in eine Holzkiste mit Erde und Sand oder packen die Zwiebeln dick in Zeitungspapier ein. Bis zur nächsten Saison verharren die Gladiolen-Knollen am dunklen, frostfreien und trockenen Ort.
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Welcher Standort ist geeignet?

Gladiolen zählen zu den Sonnenanbetern im sommerlichen Blumen-Garten. Genussvoll kosten sie jeden Sonnenstrahl aus, um noch üppigere Blütenkerzen hervorzubringen. Angesichts einer durchschnittlichen Wuchshöhe von 100 cm, ist das Verlangen nach einem windgeschützten Standort ebenso ausgeprägt. Damit die stolzen Blütensäulen nicht umknicken, werden sie wahlweise vor einer schützenden Südmauer platziert, entlang eines haltgebenden Zaunes oder Sie binden die Blumen-Stiele einfach an. Wichtig zu beachten ist ein jährlicher Standortwechsel. Wo die Blumen alljährlich im gleichen Platz angesiedelt werden, wirkt sich Bodenmüdigkeit so nachteilig aus, dass sie nur noch in fadem Weiß blühen.
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Der richtige Pflanzabstand

Ein malerisches Erscheinungsbild inszenieren Gladiolen wunderbar in größeren Gruppen mit 5 bis 10 Blumen. Damit hier weder drangvolle Enge herrscht noch öde Lücken entstehen, empfehlen wir einen Pflanzabstand von 15 cm. Kultiviert im großen Kübel, reduziert sich dieser Wert um 3-5 cm, um das erwünscht üppige Erscheinungsbild zu erzeugen.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Da die majestätischen Blumen einer unterirdischen Knolle entsprießen, ist die Qualität der Erde von besonderer Relevanz. Reich an Humus, mit einem erstklassigen Wasserabzug und von leicht sandiger Konsistenz sind die wichtigsten Attribute. Für die Topfkultur kommt daher eine strukturstabile Kübelpflanzenerde in Betracht, angereichert mit einer Handvoll Quarzsand und etwas Perlite für beste Durchlässigkeit.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Eine qualifizierte Entscheidung für die beste Pflanzzeit, hängt ab von der kultivierten Gladiolen-Art. Da die Blütenschönheiten mehrheitlich den warmen Regionen Afrikas entstammen, ertragen sie keine Temperaturen unter 10 Grad Celsius. Edel-Gladiolen und ihre Artgenossen werden folglich erst ab Ende April/Anfang Mai gepflanzt. Für die wenigen winterharten Wild- und Zwerg-Sorten ist das Zeitfenster für die Pflanzung im Herbst während der Monate August und September sperrangelweit geöffnet.
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Wann ist Blütezeit?

Die Wilde Gladiole läutet im Mai die Blütezeit ein, denn sie kann den Winter hindurch im Beet verweilen und startet entsprechend frühzeitig durch. Im Juni und Juli folgen die nicht winterharten Blumen, die im frostfreien Quartier verweilten. Während tropische Edelgladiolen im August ihr Blütenfestival beenden, halten Zwerg-Sorten, die Nanus-Linie und Wildarten durch bis in den September hinein. Findige Hobbygärtner verlängern die Blütezeit, indem sie die Knollen zeitversetzt pflanzen von Ende April bis Mitte Juni.
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Gladiolen richtig schneiden

Der fachgerechte Schnitt zum richtigen Zeitpunkt trägt maßgeblich bei zu einer langen Lebensdauer von Gladiolen-Knollen. Damit die Blumen über viele Jahre hinweg in jeder Saison vital austreiben, dürfen die verwelkten Blütenstängel und Blätter nicht zu früh abgeschnitten werden. Gewähren Sie dem unterirdischen Überdauerungsorgan genügend Zeit, um die restlichen Nährstoffe aus den oberirdischen Pflanzenteilen zu assimilieren und einzulagern. Erst dann schneiden Sie die Stängel handbreit über dem Boden ab. Der Stummel fungiert später als Handgriff, um die Knollen vor dem Winter aus der Erde zu ziehen.
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Gladiolen gießen

Imposante Blumen, wie Gladiolen, verdunsten über ihr prächtiges Blüten- und Blätterkleid reichlich Feuchtigkeit. Tragen Sie diesem Umstand insbesondere während des Sommers Rechnung, indem Sie regelmäßig gießen. Sobald die Substratfläche angetrocknet ist, wird unmittelbar auf die Wurzelscheibe gewässert. Im Kübel ist dies häufiger der Fall, als im Beet.
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Gladiolen richtig düngen

Eine ausgewogene organische Nährstoffversorgung kommt den Bedürfnissen von Gladiolen ausgezeichnet entgegen. Düngen Sie die Blumen von Mai bis zum Ende der Blütezeit alle 2 Wochen mit Kompost, Rindenhumus, Lauberde oder Guano. Im Topf freuen sich die Prachtexemplare über einen Flüssigdünger für Blühpflanzen alle 14 Tage.
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Überwintern

Haben die ersten Fröste Einzug gehalten im Garten, ist es an der Zeit für die Blumen, ins Winterquartier umzusiedeln. Graben Sie die Knollen aus. Am luftigen, frostsicheren Sorten werden sie für 1-2 Tage zum Trocknen ausgelegt. Jetzt lassen sich die restliche Erde und vertrocknete Pflanzenteile ganz unkompliziert entfernen. Die kalte Jahreszeit hindurch verweilen die Gladiolen-Zwiebeln gut verwahrt in einer Holzkiste, die gefüllt ist mit einem Mix aus Erde und Sand. Alternativ packen Sie die Knollen in Zeitungspapier ein und legen sie auf ein Rost. Am Standort ist es dunkel, luftig und frostfrei, bei Temperaturen nicht über 10-12 Grad Celsius. Während der Überwinterung erhalten die Knollen weder Wasser noch Dünger.

Eine Ausnahme stellen die winterharten Gladiolen-Arten dar. Wild- und Zwergsorten dürfen in der Erde bleiben, wenn eine dicke Schutzschicht aus Laub, Reisig oder Gartenvlies die Unbilden des Winters auf Abstand hält.
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Gladiolen vermehren

Holen Sie die Blumen-Knollen nach dem ersten Frost aus dem Boden, halten Sie eine Fülle vitalen Vermehrungsmaterials in Händen. Gut etablierte Gladiolen entwickeln zahlreiche Brutknollen. Diese werden mit einem scharfen, desinfizierten Messer abgeschnitten. Während die Mutterknollen im kühlen, dunklen Keller überwintern, treiben Sie die Tochterknöllchen vor. So gelingt es:

  • Kleine Töpfe mit magerer Erde füllen, wie Pikiersubstrat oder Kakteenerde
  • Darin im Abstand von 10 cm die Brutzwiebeln mit der flachen Seite nach unten ca. 8 cm tief einpflanzen
  • Am hellen, warmen Fensterplatz regelmäßig gießen, ohne Staunässe zu verursachen

Ab Ende April/Anfang Mai pflanzen Sie die vorgetriebenen Jungpflanzen gemeinsam mit den überwinterten Mutterknollen ins Beet.
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Gladiolen im Topf

Es sind in erster Linie Zwerg-Gladiolen und klein wachsende Blumen der Nanus-Linie, die sich im Topf dekorativ in Szene setzen. Mit einer geeigneten Stütze prunken die mächtigen Edelgladiolen ebenfalls im Kübel auf dem sonnigen, warmen und geschützten Balkon. Setzen Sie die Knollen ab Anfang April etwa 10 cm tief in lockere Blumenerde. Damit sich angesichts ihres recht hohen Gießbedarfs keine Staunässe bildet, fügen Sie zwischen Bodenöffnung und Substrat einige Tonscherben oder Kieselsteine als Drainage ein. Gedüngt werden die Schönheiten bis zum Ende der Blütezeit alle 14 Tage mit flüssigem Dünger. Die verwelkten Blütenkerzen schneiden Sie vorzugsweise erst ab, wenn sie vollkommen eingezogen sind.

Haben die Gladiolen ihr sommerliches Blütenfest im Topf beendet, holen Sie die Knollen aus der Erde. Nachdem diese für 1-2 Tage getrocknet sind, entfernen Sie letzte Substrat- und Pflanzenreste. Die trockene Außenhaut der Knolle kann ebenfalls entfernt werden. Eingewickelt in Zeitungspapier oder in einer Holzkiste mit einem Sand-Erde-Gemisch verbringen die Blumen-Knollen den Winter am dunklen, kühlen Standort.
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Ist Gladiolen giftig?

Die bezaubernden Blumen sind die idealen Kandidaten, um den sommerlichen Familiengarten zu dekorieren. Gladiolen sind weder für Kinder noch für Erwachsene giftig. Eine Ausnahme stellen hingegen die Bestandteile der Knollen für Haustiere dar. Verschiedene Tierkliniken stufen die Blumen-Zwiebeln als geringgradig toxisch ein, da bei Katzen und Hunde nach einem Verzehr Vergiftungserscheinungen beobachtet wurden.
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Gladiolen blüht nicht

Es sind zumeist Versäumnisse in der Pflege und bei der Standortwahl, die eine Gladiolenblüte verhindern. Die häufigsten Ursachen und mögliche Lösungen haben wir hier für Sie zusammengestellt:

  • Zu dunkler Standort: Die Blumen sonnig und warm platzieren
  • Zu nasse, verdichtete Erde: Den Boden optimieren mit Sand, Kompost, Lauberde oder Perlite
  • Trockenstress: Die Sommerblumen gießen, sobald die Erdoberfläche angetrocknet ist
  • Nährstoffmangel: Im Beet alle 2 Wochen düngen mit Kompost, Gesteinsmehl und Hornspänen; im Topf mit Flüssigdünger

Sämlings-vermehrte Gladiolen sowie Blumen, die aus Brutknollen gezüchtet wurden, blühen frühestens nach 3 Jahren.
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Wie schneide ich Gladiolen für die Vase richtig?

Die Blumen bereiten Ihnen als Vasenschmuck lange Zeit Freude, wenn Sie die Blütenkerzen im knospigen Zustand abschneiden. Einzig die Knospen im unteren Stängelbereich sollten bereits Farbe zeigen. Setzen Sie die Schere in leichter Schräghaltung unter der ersten Knospe an. Damit die Blumen erneut austreiben, sollten einige Blätter im Beet verbleiben.
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Schöne Sorten

  • Coral Lace: Traumhaft schöne Schmetterlings-Gladiole mit rosa-weißen Blüten ab Juli; Wuchshöhe 80-100 cm
  • Rubra: Die karminrote Zwergsorte ist dank ihrer Blütendichte unter Floristen heiß begehrt; Wuchshöhe 40-60 cm
  • Spitfire: Eine Nanus-Gladiole, deren scharlachfarbene Blüten gelbe und lilafarbene Flecken aufweisen; Wuchshöhe 40-50 cm
  • Esspresso: Die Sorte besticht mit burgundroten Kelchblüten und langer Blütezeit; Wuchshöhe 60-70 cm
  • Priscilla: Bezaubernde Blumen-Sorte, deren weißen Blüten zart rosa umrandet sind; Wuchshöhe 60-70 cm
  • Wild-Gladiole: Diese Blumen punkten mit karminroten Blütenkerzen und robuster Winterhärte; Wuchshöhe 70 cm
Text: Paula Jansen

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