Gladiolen

Gladiolen im Topf: So blühen sie auf Balkon & Terrasse

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Gladiolen lassen sich nicht nur im Gartenbeet, sondern auch in Töpfen auf Balkon und Terrasse kultivieren. Dieser Artikel gibt einen Überblick über geeignete Sorten, die richtige Pflanzung und Pflege sowie Tipps zur Überwinterung.

Gladiolen im Kübel
Gladiolen gedeihen auch bestens im Topf

Geeignete Gladiolen-Sorten für die Topfkultur

Für die Topfkultur eignen sich Gladiolen-Sorten, die kompakt wachsen und keine allzu hohen Stützvorrichtungen benötigen.

  • Nanus-Gladiolen: Mit einer Wuchshöhe von bis zu 60 cm sind diese Sorten ideal für Balkonkästen und kleinere Töpfe. Sie bestechen durch ihre mehrfarbigen Blüten und ihre unkomplizierte Kultur.
  • Gladiolen der Klasse „Glamourglads“: Diese neueren Züchtungen bieten schlankere Blütenkerzen mit zahlreichen kleineren Blüten. Die Pflanzen sind standfest und benötigen keine Stütze.
  • Miniaturgladiolen: Diese Gladiolen-Sorten bleiben deutlich kleiner als ihre großblütigen Verwandten und passen hervorragend in Pflanzgefäße aller Art. Sie bieten eine breite Palette an Farben und benötigen selten Stützmaßnahmen.

Der richtige Topf für Gladiolen

Der richtige Topf für Gladiolen

Eine Drainageschicht bewahrt Gladiolen im Topf vor Staunässe

Gladiolen im Topf benötigen genügend Platz für ihr Wurzelwachstum und sollten gleichzeitig vor Staunässe geschützt werden.

  • Wählen Sie einen ausreichend großen und tiefen Topf oder Kübel, idealerweise mit einem Mindestdurchmesser von 25 Zentimetern.
  • Zur Verbesserung der Drainage legen Sie eine Schicht aus Blähton oder Kieselsteinen auf den Boden des Topfs.
  • Ein Abzugsloch im Boden des Gefäßes ist unverzichtbar, um überschüssiges Wasser abzuführen.
  • Verwenden Sie durchlässige, lockere Pflanzenerde, um den Wurzeln der Gladiolen optimale Bedingungen zu bieten. Mischen Sie bei Bedarf feste, lehmige Erde mit Sand, um die Durchlässigkeit zu erhöhen.
  • Achten Sie beim Einfüllen der Erde auf einen ausreichenden Abstand vom Topfrand. Dadurch wird verhindert, dass Wasser beim Gießen über den Rand schwappt und zu Verlust von Erdreich führt.

Die optimale Pflanzzeit

Gladiolen reagieren empfindlich auf Frost. Daher ist die Wahl des richtigen Pflanzzeitpunktes entscheidend.

  • Ab Ende April: Beginnen Sie mit der Pflanzung im Freien nicht vor diesem Zeitpunkt, um sicherzugehen, dass keine Fröste mehr die empfindlichen Triebe der Gladiolen schädigen können.
  • Vortreiben im Haus ab März: Für eine frühere Blütezeit können die Gladiolenknollen bereits im März in Töpfen vorgezogen werden. Platzieren Sie die Töpfe an ein helles Fenster und halten Sie die Erde leicht feucht. Eine Raumtemperatur zwischen 8 und 15 Grad Celsius ist ideal.
  • Zeitversetzte Pflanzung bis Ende Mai: Um eine längere Blütezeit zu genießen, verteilen Sie die Pflanzung der Knollen zeitversetzt von Ende April bis Ende Mai.

Gladiolen richtig pflanzen

Die Pflanzung von Gladiolen in Töpfen ist unkompliziert. Folgen Sie diesen Schritten für ein optimales Ergebnis.

  1. Drainage schaffen: Beginnen Sie mit der Vorbereitung des Topfes, indem Sie eine Schicht Blähton oder Kieselsteine am Boden auslegen. Dies verbessert die Drainage und beugt somit Staunässe vor.
  2. Erde einfüllen: Verwenden Sie eine durchlässige und lockere Pflanzenerde, welche für die Kultivierung von Gladiolen geeignet ist. Eine Mischung aus Gartenerde, Sand und einem kleinen Anteil Kompost schafft ein ideales Substrat.
  3. Pflanztiefe beachten: Setzen Sie die Knollen etwa doppelt so tief in das Substrat, wie die Knolle hoch ist, um die Standfestigkeit zu unterstützen.
  4. Richtigen Abstand halten: Gewähren Sie zwischen den Gladiolenknollen einen Abstand von 10-15 cm.

Pflegetipps für Gladiolen im Topf

Gladiolen im Topf benötigen einen sonnigen Standort und eine regelmäßige Wasserversorgung.

  • Standort: Wählen Sie einen Platz mit voller Sonneneinstrahlung.
  • Gießen: Bewässern Sie die Gladiolen so, dass die Erde stets leicht feucht bleibt, ohne dass sich Wasser staut.
  • Düngen: Eine regelmäßige Düngung alle zwei Wochen mit einem flüssigen Pflanzendünger fördert während der Wachstumsphase eine reiche Blüte.
  • Stützen: Für hochwachsende Sorten ist eine geeignete Stütze empfehlenswert, um den Pflanzen Halt gegen Wind zu bieten.
  • Verblühtes Entfernen: Durch das regelmäßige Entfernen verblühter Blüten kann die Pflanze ihre Energie für die Bildung neuer Blüten nutzen.

Gladiolen überwintern

Für eine erfolgreiche Überwinterung nicht winterharter Gladiolen sind folgende Schritte essentiell:

  1. Ausgraben: Nach der Blütezeit im Herbst, sobald das Laub beginnt zu vergilben oder der erste Frost naht, die Gladiolenknollen vorsichtig aus der Erde heben.
  2. Vorbereiten: Die Erde locker abschütteln. Lassen Sie das Laub an der Knolle, bis es vollständig getrocknet ist, um die Nährstoffe zurück in die Knolle zu leiten.
  3. Trocknen: Die ausgegrabenen Knollen für einige Tage an einem luftigen, trockenen Ort nachtrocknen lassen.
  4. Lagerung: Nach dem Trocknen die Knollen von trockenem Laub befreien und in einem frostfreien, kühlen und dunklen Raum lagern. Wickeln Sie die Knollen in Zeitungspapier oder lagern Sie sie in Kisten mit trockenem Sand, Torf oder Sägemehl.
  5. Kontrolle: Über den Winter hinweg die Knollen gelegentlich auf Fäulnis oder Schimmelbefall kontrollieren.

Mit dieser sorgfältigen Vorbereitung und richtigen Lagerung sorgen Sie dafür, dass Ihre Gladiolen den Winter unbeschadet überstehen.

Bilder: EasterBunnyUK / iStockphoto