Pflanzenporträt: Die Gladiole

Die Gladiole bringt einen majestätischen Hauch in Vorgärten und Gärten. Dabei beeindruckt sie auch mit ihrer Größe von bis zu anderthalb Metern und ihrer Vielzahl an Farben. Alle Merkmale der Gladiole lesen Sie in unserem Pflanzenporträt.

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Gladiolen blühen in vielen verschiedenen Farben

Pflanzensteckbrief:

Systematik:

  • Botanischer Name: Gladiolus
  • Klasse: Bedecktsamer (Monokotyledonen)
  • Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
  • Familie: Schwertliliengewächse (Iridaceae)
  • Gattung: Gladiolen (Gladiolus)
  • Art: Garten-Gladiole

Botanisches:

  • Wuchshöhe: Bis 150 Zentimeter
  • Wuchsform: Immergrün, ausdauernd, krautig mit Knollen als Überlebensorgan
  • Hauptblütezeit: Juli und August
  • Blüte: Endständige, verzweigte oder unverzweigte, ährige Blütenstände
  • Blütenfarbe: Weiß, grün, gelb, orange, rot, violett, pink, rauchgrau, braun
  • Blätter: Parallelnervig, schwertartig

Herkunft

Das Verbreitungsgebiet der über 200 Gladiolenarten reicht von Südeuropa über Vorderasien bis nach Afrika. Die Gladiolen mit den schönsten Blüten gedeihen in Südafrika. Im Süden Deutschlands wächst nur eine einzige Art wild. Es handelt sich hierbei um den stark gefährdeten Sumpf-Siegwurz (Sumpfgladiole).

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Standort und Substrat

Gladiolen bevorzugen einen sonnigen und windgeschützten Platz. Sie wachsen besonders gut auf tiefgründigen, durchlässigen und sehr nährstoffreichen Böden. Ist die Erde stark verdichtet, sollten Sie das Substrat mit etwas grobkörnigem Sand und Kompost anreichern.

Pflanzen Sie Gladiolen frühestens Ende April, da die Triebe ausgesprochen frostempfindlich sind. Sie können die Blumen auch in Töpfen vortreiben und nach den Eisheiligen ins Blumenbeet verpflanzen.

Pflege

Gießen Sie regelmäßig dann, wenn sich die oberen Zentimeter der Erde trocken anfühlen. Hat der Austrieb die Hälfte der Gesamthöhe erreicht, sorgt eine zusätzliche Düngung mit einem kaliumreichen Präparat dafür, dass die hungrigen Pflanzen genügend Kraft für die Blütenbildung haben. Wiederholen Sie diese Düngung alle zwei bis drei Wochen, bis sich alle Blüten geöffnet haben.

Schnitt

Sobald sich die ersten zwei bis drei Blüten eines Stängels geöffnet haben, können Sie Blütenstängel für die Vase entnehmen. Schneiden Sie diese nicht direkt über dem Boden ab, sondern lassen Sie fünf Zentimeter stehen. Dadurch kann die Pflanze Nährstoffe in der Knolle speichern und bildet neue Tochterknollen aus.

Im Beet abgeblühte Gladiolen schneiden Sie zurück, wenn sich Samen bilden. Diese würden die Pflanze unnötige Kraft kosten und die Knollen schwächen.

Überwinterung

Im Herbst vergilbt der zurückgeschnittene Spross.

  1. Graben Sie nun die Knollen vorsichtig aus.
  2. Säubern Sie diese und lagern Sie diese einige Tage an einem luftigen Platz.
  3. Trennen Sie die Tochterknollen von den alten.
  4. Schlagen Sie die Speicherorgane in eine Sandkiste ein.
  5. Lagern Sie die Knollen bis zum nächsten Jahr frostfrei und kühl.

Krankheiten und Schädlinge

Knollen- und Stängelfäule sowie Blattfleckenkrankheiten können Gladiolen, die nicht an einem optimalen Standort stehen, stark schädigen. Entfernen Sie befallene Pflanzen umgehend und entsorgen Sie diese im Hausmüll.

Tipps

Insbesondere junge Gladiolenblüten sind eine schmackhafte Delikatesse. Vorsichtig vom Stiel gezupft verleihen sie sommerlichen Salaten und Speisen eine farbenfrohe Note.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Lorna Roberts/Shutterstock

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