Gladiolen

Gladiolen verblüht: Optimale Pflege für eine erneute Blüte

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Gladiolen verschönern mit ihrer Blütenpracht jeden Garten. Dieser Artikel informiert über die richtige Pflege nach der Blüte, die Überwinterung der Zwiebeln und die Vermehrung.

Gladiolen nach der Blüte
Verblühtes sollte abgeschnitten werden

Die verblühten Blütenstände entfernen

Sobald die Blüten der Gladiolen welk und trocken sind, sollten Sie den Blütenstiel entfernen. Das verhindert, dass die Pflanze Energie in die Samenbildung investiert, statt in die Stärkung der Zwiebel für die Überwinterung. Schneiden Sie den Stiel möglichst weit unten, nahe der Basis der Pflanze, ab. Nutzen Sie dafür ein scharfes und sauberes Schneidwerkzeug, um Verletzungen und Infektionen zu vermeiden.

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Die Blätter der Gladiole als Nährstoffquelle nutzen

Die Blätter der Gladiole sollten nach der Blüte an der Pflanze bleiben, da sie wichtige Nährstoffe für die Zwiebel liefern. Entfernen Sie die Blätter erst, wenn sie vollständig vertrocknet und braun geworden sind. Schneiden Sie diese etwa zehn Zentimeter über der Zwiebel ab.

Die Gladiolenzwiebeln ausgraben und überwintern

Gladiolen sind nicht winterhart und müssen vor dem ersten Frost aus der Erde genommen werden. Der optimale Zeitpunkt hierfür ist im Herbst, wenn die Blätter vertrocknet sind. Heben Sie die Zwiebeln vorsichtig aus dem Boden und entfernen Sie die anhaftende Erde. Lassen Sie die Zwiebeln an einem trockenen und luftigen Ort einige Tage trocknen. Währenddessen können Sie trockene Blätterreste entfernen und Brutzwiebeln abtrennen.

Lagern Sie die Gladiolenzwiebeln in einem kühlen, dunklen und frostfreien Raum, wie etwa einem Keller. Wickeln Sie die Zwiebeln in Zeitungspapier oder bewahren Sie sie in einer Kiste mit Sand auf. Die Temperatur sollte etwa 10 Grad Celsius betragen, um Austrocknung zu verhindern.

Die Gladiolenzwiebeln im Frühjahr wieder einpflanzen

Sobald im Frühjahr keine Frostgefahr mehr besteht, setzen Sie die Gladiolenzwiebeln wieder in die Erde. Der optimale Zeitpunkt hierfür ist ab Mitte April. Pflanzen Sie die Zwiebeln etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter tief ein. Der Standort sollte sonnig und geschützt, der Boden durchlässig und nährstoffreich sein. Um Staunässe zu vermeiden, können Sie Sand oder Kies untermischen.

Alternativ können Sie die Gladiolen ab März im Haus vorziehen. Pflanzen Sie jede Knolle in einen mit Substrat gefüllten Blumentopf und stellen Sie diesen an ein helles Fenster. Die Raumtemperatur sollte zwischen acht und fünfzehn Grad liegen. Gießen Sie in den ersten Wochen nur sparsam.

Die Vermehrung der Gladiolen durch Brutzwiebeln

Gladiolen bilden oft kleine Brutzwiebeln an den Hauptzwiebeln. Diese können im Herbst beim Ausgraben vorsichtig abgetrennt und separat überwintert werden. Im Frühjahr pflanzen Sie die Brutzwiebeln wie die Hauptzwiebeln ein.

Bedenken Sie, dass es ein bis zwei Jahre dauern kann, bis die Brutzwiebeln zu blühfähigen Pflanzen heranwachsen.

Gladiolen als Schnittblumen

Gladiolen eignen sich hervorragend als Schnittblumen. Schneiden Sie die Blütenstände, wenn die unteren Blüten geöffnet sind und die oberen noch geschlossen. Verwenden Sie ein scharfes und sauberes Messer und schneiden Sie die Stiele schräg an, um die Wasseraufnahme zu verbessern.

Stellen Sie die Gladiolen sofort nach dem Schneiden in eine Vase mit frischem Wasser. Eine Bodenvase mit breiter Öffnung lässt die kräftigen Stiele locker fallen. Sie können Gladiolen allein oder in Kombination mit anderen Sommerblumen, Gräsern oder dekorativen Blättern arrangieren.