Johanniskraut im Steckbrief – Merkmale, Vorkommen und mehr

Wohl die meisten Menschen assoziieren mit Johanniskraut ein natürliches Mittel gegen Depressionen. Das diese Pflanze ist viel mehr als das. So ist sie beispielsweise mit ihren goldgelben auch ein hübsches Zierkraut. Lernen Sie das Johanniskraut nachfolgend richtig kennen!

Johanniskraut Merkmale
Das Johanniskraut ist eine in Mitteleuropa beheimatete Heilpflanze

Alles Wesentliche auf einem Blick

  • Pflanzenfamilie: Hypericaceae
  • Vorkommen: Gebüsche, Waldränder, Wegränder, Böschungen
  • Herkunft: Europa
  • Wuchshöhe: 50 bis 100 cm
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: magere Böden, trocken
  • Blütezeit: Ende Juni bis August
  • Blüte: Trugdolde, goldgelb
  • Blätter: oval bis eiförmig, ganzrandig, durchscheinend punktiert
  • Früchte: Kapselfrüchte, dunkelrot
  • Vermehrung: Samen
  • Wirkung: stimmungsaufhellend, erhöht die Lichtempfindlichkeit, entzündungshemmend
  • Verwendung: Heilpflanze

Ein mehrjähriges Kraut mit vielen Namen

Das Johanniskraut ist hierzulande mehrjährig. Den Winter übersteht es ohne Probleme. Es zählt zur Familie der Hypericaceae. Sein deutscher Name nimmt Bezug auf die Blütezeit, die sich um den Johannistag (24. Juni) abspielt. Weitere Namen für diese Pflanze sind unter anderen Stolzer Heinrich, Hexenkraut, Elfenblut, Manneskraft, Blutkraut und Johannisblut.

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Wuchs, Blätter und Blüten genauer im Visier

Das Gesamterscheinungsbild ist buschig verzweigt. Während das Johanniskraut im Untergrund eine stark verästelte Wurzel ausbildet, die bis zu 50 cm tief reichen kann, zeigt es an der Oberfläche einen bis zu 1 m hohen Stängel. Gewöhnlich ist dieser jedoch 20 bis 50 cm hoch.

Die Blätter und Blüten

Das Blattwerk ist äußerst charakteristisch. An ihm kann man das Gewächs gut erkennen. Die Blätter sind nahezu sitzend und ordnen sich gegenständig um die Stiele an.

Sie werden zwischen 1 und 3 cm lang, sind oval bis eiförmig, dünn und ganzrandig. Wenn Sie die Blätter ins Gegenlicht halten, können Sie zahlreiche winzigkleine Punkte erkennen, durch die das Licht scheint. Jedes Blatt enthält ätherisches Öl.

Die Blüten können von Juni bis August (maximal bis September) präsent sein. Der Blütenstand ist eine Trugdolde. Die einzelnen Kronblätter werden bis zu 13 mm lang und sind in ein leuchtendes Goldgelb getaucht. Am Rand tauchen schwarze Pünktchen auf.

Tipps

Die beste Zeit, um dieses Kraut zu ernten, ist gegen Ende Juni und bis August. Zu seiner Blütezeit enthält es den höchsten Wirkstoffgehalt. Geerntet werden die Blüten und ggf. die Blätter.

Text: Anika Gütt

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