Die Pflege der Japanischen Zierkirsche – ein Prozedere?

Sie kann ein wahrhaftes Blühwunder sein. Doch wenn sie jahrelang keine Pflege erhält und vor sich dahin vegetiert, lässt ihre Blühfreude nach und sie wirkt wenig attraktiv. Was ist notwendig, um die Japanische Zierkirsche gesund und munter zu halten?

Japanische Zierkirsche Pflege
Früher Artikel Welche Krankheiten suchen die Japanische Zierkirsche heim?

Wie wird das Gewächs richtig gegossen?

Die Japanische Zierkirsche mag weder Trockenheit noch Staunässe. Ein nasser Boden fördert unter anderen Krankheiten und ein zu trockener Boden bewirkt beispielsweise ein vorzeitiges Abfallen der Blüten. Im Idealfall ist das ihr zugrunde liegende Substrat gleichmäßig feucht.

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Weitere Hinweise:

  • kalkfreies und kalkhaltiges Wasser wird vertragen
  • eine Mulchschicht verhindert ein zu schnelles Austrocknen des Bodens
  • auf eine gute Drainage achten
  • erst gießen, wenn oberste Erdschicht abgetrocknet ist
  • auf mehrere Tage verteilt gießen, nicht literweise an einem Tag

Ist eine Düngergabe sinnvoll?

Wurde die Japanische Zierkirsche beim Anpflanzen in ein nährstoffreiches Substrat gesetzt, ist eine Düngergabe nicht zwangsweise notwendig. Vor und in der Blütezeit kann sie mit Phosphor versorgt werden, um die Blütenbildung anzuregen. Doch in der Regel sind deutsche Böden äußerst phosphorreich. Obendrein lohnt sich alle zwei bis drei Jahre eine Gabe mit Kalk.

Wie erfolgt das Schneiden der Pflanze?

Die Japanische Zierkirsche wird direkt nach ihrer Blütezeit ausgelichtet. Dabei werden die Zweige bis zum Ansatz entfernt. Weiteres Schneiden sollte ausbleiben. Vor allem im Herbst sollte diese Pflanze nicht geschnitten werden, da dann die Gefahr für Frostschäden zu groß ist.

Muss gegen Krankheiten und Schädlinge vorgegangen werden?

Normalerweise ist die Japanische Zierkirsche robust und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Doch unter ungünstigen Standortbedingungen und mit Pech wird sie vom Frostspanner befallen. Er frisst die Blätter kahl und ihm kann mit Leimfallen am Stamm zu Leibe gerückt werden. Weiterhin treten die Monilia-Spitzendürre und die Schrotschusskrankheit manchmal auf. In beiden Fällen sollten die befallenen Teile entfernt werden.

Tipps & Tricks

Beim Bekämpfen von Krankheiten und Schädlingen ist von der Verwendung von Fungiziden, Pestiziden etc. abzuraten. Die Pflanze selbst und die Umwelt werden es Ihnen danken.

Text: Anika Gütt

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