Japanische Weinbeere – diese Pflege muss es sein!

Japanische Weinbeeren belohnen gute Pflege mit einer reichen Ernte. Das mag genügen, um ihre Kultivierung mutig anzugehen. Es wartet Arbeit! Doch gewusst wie verliert diese ihren Schrecken. Ist eine Stütze gebaut und die Schnitttechnik vertraut, muss nur noch die schwere Gießkanne regelmäßig gehoben werden.

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Gute Pflege belohnt die Japanische Weinbeere mit reichlichen Früchten

Lange Triebe stützen

Die Pflege einer Japanischen Weinbeere wird mit der richtigen Kultivierungsform enorm erleichtert. Die langen biegsamen Ruten können nicht aus eigener Kraft aufrecht stehen, biegen sich daher bogenförmig zu Boden. Ziehen Sie die Japanische Weinbeere als Spalier oder binden Sie ihre Triebe an einen Pfahl o. Ä.

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Abgetragenes schneiden

Das Schneiden ist eine wichtige Pflegemaßnahme, die jedes Jahr durchgeführt werden muss. Denn alle Ruten, die einmal Früchte getragen haben, werden in den Folgejahren keine Früchte mehr tragen. Vielmehr werden sie nach der Ernte absterben.

Diese abgetragenen Ruten müssen Sie im Herbst nach der Ernte bodennah abschneiden. In rauen Lagen sollten Sie allerdings damit bis zum Frühjahr warten.

Entfernen Sie im Herbst von den jungen Trieben die schwächsten Exemplare, sodass max. 10 Triebe pro Meter verbleiben. Kürzen Sie im Frühjahr die verbliebenen Ruten auf 2-3 m und die Seitentriebe auf 10 cm ein.

Ihren Durst stillen

Die Japanische Weinbeere gilt als durstig. Sie verlangt nach mehr, als ihr die Natur in Form von Regen und Bodenfeuchtigkeit geben kann. Deswegen muss zusätzlich gewässert werden.

  • wetterabhängig gießen
  • an heißen Tagen zweimal pro Tag
  • jeweils morgens und abends
  • niemals in der prallen Mittagshitze
  • im Winter Wassergaben reduzieren

Tipps

Mulchen Sie den Wurzelbereich mit Laub, damit an heißen Tagen weniger Bodenfeuchtigkeit verdunstet.

Düngen für gute Ernte

Fördern Sie das Wachstum der Weinbeere mit Nährstoffen, nach denen sie verlangt. Das sind insbesondere Phosphat und Kalium. Stickstoff sorgt zwar für ein stärkeres Triebwachstum. Doch mehr Blüten bringt er nicht. So sieht die ideale Düngung aus:

  • erste Düngung erfolgt im Frühjahr
  • mit einem kalium- und phosphathaltigen Dünger
  • im Herbst folgt die zweite Düngung
  • dieses Mal mit etwas Gartenkompost

Überwintern

Junge Pflanzen, die sie frisch gekauft oder aus Asläufer oder Absenker vermehren, benötigen Winterschutz. Ebenso Exemplare, die im Kübel wachsen. Decken Sie sie vor dem ersten Frost mit Reisig ab. Einen Kübel können Sie zusätzlich mit wärmendem Vlies umwickeln.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: fotisto-wim/Shutterstock

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