Japanische Myrte überwintern – leben oder eingehen lassen?

Überlassen Sie dem winterlichen Garten ihre Japanische Myrte, werden Sie im Frühjahr kein lebendes Blatt von ihr sichten geschweige denn eine Blüte. Welcher Umstand für diese Enttäuschung verantwortlich sein wird, werden Sie sich denken können. Ja, es ist die Kälte! So schützen Sie dieses Gewächs vor ihr.

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Die Japanische Myrte muss über Winter ins Haus, andernfalls erfriert sie

Null Frosttoleranz

Auch wenn der Name auf Japan verweist, das Gewächs stammt eindeutig aus Südamerika. Vermutlich aus Gegenden, die ganzjährig mildes Klima zu bieten haben. So ist es zu erklären, dass die Japanische Myrte hierzulande schon bei 2 Grad Celsius „bibbert“. Sie ist definitiv nicht winterhart.

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Leben verlängern

Die Angewohnheit, diese Pflanze einjährig zu kultivieren, sollte abgelegt werden. Ist es nicht edler, ihr für die zahlreichen Blüten des Sommers zu danken und ihr im Winter einen geschützten Platz im Haus anzubieten? Das wäre nicht ganz uneigennützig, denn nach der Überwinterung wartet die nächste prächtige Blütezeit.

Zeit für den Schutz

Warten Sie nicht, bis der erste Frost naht. Sonnige Herbsttage darf die Japanische Myrte zwar noch im Freien verbringen. Doch bewegen sich die Temperaturwerte dauerhaft nah an Null, ist es Zeit, das Winterquartier aufzusuchen. Ausgepflanzte Exemplare müssen zuvor eingetopft werden.

Winterquartier nach Wunsch

Hierzulande wünscht sich die Japanische Myrte ein Winterquartier, das ihr folgende Lebensbedingungen bietet:

  • Temperatur zwischen 5 und 10 Grad Celsius
  • viel Licht
  • großzügig Raum

Tipps

Sollte es im Winterquartier sehr beengt zugehen, ist es besser, die Myrte etwas zurückzuschneiden als sie zwischen anderen Gewächsen zu quetschen.

Pflege in der Ruhezeit

Japanische Myrte, auch Falsches Heidekraut oder Köcherblümchen genannt, lässt im Herbst ihr Laub nicht zu Boden fallen. Deswegen darf die Pflege während der winterlichen Ruhezeit nicht pausieren.

  • hin und wieder bescheiden gießen
  • alle 6 bis 8 Wochen etwas Dünger verabreichen
  • regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren

Überwinterung beenden

Sobald es draußen sonniger und damit wärmer wird, zieht es die Myrte an die frische Luft. Doch voreilig dürfen wir sie nicht ziehen lassen. Immerhin bis Mitte Mai können noch Nachtfröste kommen. Warten Sie solange mit ihrem Auszug oder holen Sie die Pflanze immer wieder rein, wenn die Temperatur ungünstige Werte erreicht.

Verbleibt die Japanische Myrte den Sommer über im Topf, sollte sie zum Zeitpunkt des Auszugs umgetopft werden.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: wattanasak12/Shutterstock

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