Eine Japanische Blütenkirsche als Bonsai gestalten

Wenn der Kirschbaum im Garten trotz toller Blüten ohne wohlschmeckende Früchte bleibt, dann kann es sich mitunter um eine Zierkirsche der Pflanzenart Prunus serrulata handeln. Diese erzeugen zwar kein nutzbares Obst, können aber ähnlich wie Apfelbäumchen und Zitronenbäume zu attraktiven Bonsai-Formen hin erzogen werden.

Prunus serrulata Bonsai
Die Japanische Blütenkirsche ist auch außerhalb ihrer Blütezeit in schöner Bonsai

Die attraktive Blüte macht die Japanische Blütenkirsche zu einem besonders reizvollen Bonsai-Material

Die Japanische Blütenkirsche schmückt sich auch am Stamm und an dickeren Ästen mit zahlreichen rosafarbenen Blüten, bevor noch die ersten grünen Blätter austreiben. Auch nicht ganz frostharte Sorten sollten eher kühl überwintert werden, damit es zu einer üppigen Blütenbildung kommt.

Die richtige Unterart auswählen

Etliche Unterarten von Prunus serrulata sind auch hierzulande winterhart und können so als Bonsai im Freiland kultiviert werden. Damit die Erziehung zum formschönen Bonsai Erfolg verspricht, sollte beim Kauf einer Jungpflanze auf die folgenden Faktoren geachtet werden:

  • relativ niedrig wachsende Unterart auswählen
  • je nach Vorliebe eine bestimmte Blütenfarbe und Wuchsform auswählen
  • auf die Ausprägung der Baumwurzel achten (die Wurzel muss ggf. noch in eine flache Bonsaischale passen)
  • Rinde und Blätter auf Krankheiten und Schädlinge untersuchen

Tipps

Achten Sie beim Drahten Ihres angehenden Bonsais aus einer Japanischen Blütenkirsche darauf, den Stamm mit speziellem Bastband vor Verletzungen durch den Draht zu schützen. Andernfalls kann es in der Rinde der Pflanze zu unerwünschten Spuren der Verdrahtung kommen.

Text: Alexander Hallsteiner

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