Wespen im Insektenhotel

Das Summen der Wespen im Sommer klingt für manch einen Gärtner wie Musik in den Ohren. Vor allem wenn die Geräusche aus dem selbst aufgestellten Insektenhotel dringen. Geht es Ihnen ähnlich? Dann informieren Sie sich auf dieser Seite, wie Sie die Insekten Art anlocken, worauf Sie bei Ihrem Insektenhotel achten müssen und wie sich Wespen gegenüber anderen Bewohnern verhalten.

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Wespen mögen die gleichen Bedingungen wie Bienen

Wespen anlocken

Wespen genießen bei Menschen keinen guten Ruf. Der fachkundige Gärtner weiß es besser: die Insekten sind sehr nützliche Pflanzenbestäuber. Es lohnt sich durchaus sie in den eigenen Garten zu locken.

Standort

Bei folgenden Standortbedingungen fühlen sich Wespen wohl:

  • Freie Einflugschneise
  • Wenig Niederschlag
  • Windgeschützt
  • Intensive Sonneneinstrahlung (am besten nach Süden ausgerichtet)
  • Nahe einer Futterquelle

Wespen stört es in der Regel nicht, wenn sich Menschen in unmittelbarer Nähe aufhalten. Dies beruht aber nicht auf Gegenseitigkeit. Der Duft von süßem Kuchen zieht die Insekten in Scharen an. Stellen Sie Ihr Insektenhotel daher nicht direkt neben die Terrasse oder den Gartentisch. Auch ein Balkon ist nur bedingt geeignet.

Füllmaterial

Jede Insekten Art bevorzugt eine andere Ausstattung. Wespen nisten sich besonders gerne in das folgende Material ein:

  • Hohle Pflanzenstängel, etwa Bambusröhrchen
  • Angebohrtes Hartholz (Buche, Esche, Eiche oder Apfelbaum)
  • Ziegelsteine

Insbesondere ei Wespen müssen Sie auf eine sorgfältige Verarbeitung der Kanten Ihres Füllmaterials achten. Unebenheiten und Risse im Holz verletzen die zarten Flügel der Insekten.

Ungebetene Gäste

Anders als Bienen, die sich nahezu ausnahmslos friedlich verhalten, sind Wespen nicht immer gerne gesehen. Zum einen stechen sie gerne mal zu, wenn sie sich bedroht fühlen. Daher sollten Sie den Bau eines Wespen Insektenhotels genau abwägen, wenn Sie damit Kinder oder Haustiere gefährden könnten. Zum anderen bedienen sich die Wespen auch gerne an der gelegten Brut anderer Bewohner. Sind diese gerade ausgeflogen, bohren sie die Nestverschlüsse auf und legen ihre Eier in den Röhrchen ab. Die schlüpfenden Larven ernähren sich anschließend von der fremden Brut.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: lcrms/Shutterstock

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