Hokkaido Kürbis – So gelingt Ihnen der Anbau im eigenen Garten

Der wohlschmeckende und sehr gesunde Hokkaido Kürbis erfreut sich seit etwa 20 Jahren auch bei uns großer Beliebtheit. Er hat vielen heimischen Kürbissorten den Rang abgelaufen und lässt sich zudem vielseitig verwenden. Erfahren Sie, wie Sie diese Spezialität auch in Ihrem Garten anbauen können.

Hokkaido pflanzen
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Woher stammt der leckere Speisekürbis überhaupt?

Ursprünglich stammt der Hokkaido Kürbis aus Japan, genauer: von der japanischen Insel „Hokkaido“. Allerdings werden Sie diese Kürbissorte in Japan umsonst unter dem Namen „Hokkaido“ suchen, denn dort heißt sie „Uchiki Kuri“.

Kann der Hokkaido Kürbis auch in Europa angebaut werden?

Da das Klima auf der japanischen Insel Hokkaido dem in Mitteleuropa recht ähnlich ist, gedeiht der farbenfrohe Hokkaido Kürbis auch in unseren Breitengraden prächtig. Die Sorte ist übrigens sehr ertragreich und lässt sich nach der Ernte gut einlagern.

Woher bekomme ich Hokkaido Kürbis Samen?

Mittlerweile bekommen Sie Hokkaido Kürbissamen in jedem gut sortierten Gartenfachmarkt. Allerdings können Sie auch die Samen aus gekauften Kürbissen trocknen und zur Aussaat weiterverwenden.

Wie werden die kleinen Pflänzchen vorgezogen?

Hokkaido Kürbisse sollten ab ca. Anfang bis Mitte März auf der Fensterbank bzw. im Gewächshaus vorgezogen werden. Dazu nehmen Sie am besten Anzuchterde und bedecken die Samen locker mit einer Schicht Substrat. Halten Sie die Erde feucht, aber nicht nass.

Wann kann ich die Pflanzen ins Freie auspflanzen?

Die Pflanzen können ins Freie, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Wie fast alle Winterkürbisse vertrage auch Hokkaidos Kälte nur sehr schlecht.

In welchem Abstand werden die Pflanzen gesetzt?

Den besten Ertrag erzielen Sie, wenn Sie pro Quadratmeter insgesamt acht Pflanzen setzen: Hokkaido Kürbisse werden mit maximal zwei Kilogramm nicht groß, sondern erzielen meist in etwa die Größe einer Grapefruit. Allerdings werden die Früchte größer, je mehr Platz eine Pflanze hat.

Wie ist ideale Hokkaido-Erde beschaffen?

Idealer Hokkaido-Boden ist locker, nährstoffreich sowie reich an Stickstoff. Dazu sollte bereits im Vorjahr reichlich Stallmist in den Boden eingearbeitet werden. Im Frühjahr müssen Sie die Erde tiefgründig bearbeiten, d. h. ordentlich umgraben.

Welcher Standort ist geeignet?

Hokkaido Kürbis liebt, wie alle Kürbisse, die pralle Sonne.

Wie oft muss gedüngt und gewässert werden?

Wässern Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, insbesondere, sobald die Früchte zu wachsen beginnen. Dafür allerdings brauchen Sie nur wenig zu düngen. Sehr gut sprechen Kürbisse übrigens auf Brennnesseljauche an.

Wann kann ich ernten?

Von der Aussaat bis zur Ernte dauert es ziemlich lange: Hokkaido Kürbisse werden meist erst zwischen September und November geerntet.

Gute und schlechte Nachbarn

Unterschiedliche Kürbissorten sollten Sie nach Möglichkeit getrennt voneinander anpflanzen, da diese sich untereinander befruchten können. Dafür harmonieren Hokkaido Kürbisse (ebenso wie andere Winterkürbisse auch) hervorragend mit Mais und Rankbohnen. Pflanzen Sie diese nach Art der südamerikanischen Ureinwohner zusammen in ein Beet.

Tipps & Tricks

Schnecken lieben junge Kürbispflanzen. Stülpen Sie daher beim Auspflanzen der jungen Pflänzchen ins Beet über jedes ein Glas, so dass das Ungeziefer keine Chance hat, daranzukommen.

Text: Ines Jachomowski
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