Hokkaido erst ab Mitte Mai aussäen

Wie alle Kürbisgewächse ist auch der Hokkaido Kürbis hinsichtlich Kälte sehr empfindlich. Daher sollten sowohl die Samen als auch die vorgezogenen Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen - ergo etwa ab Mitte Mai - ins Freie gebracht werden. Kürbissamen sollten nicht zu früh vorgezogen werden, da die Pflanzen sonst bis zum Auspflanzen sehr groß werden.

Hokkaido Aussaat
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Was ist sinnvoller: Direktaussaat oder Vorziehen?

In dieser Frage streiten sich die Experten. Manche meinen, direkt ausgesäte Pflanzen seien kräftiger, gesünder und widerstandsfähiger als vorgezogene, andere wiederum, dass vorgezogene Pflanzen schneller Früchte tragen. Wer tatsächlich Recht behält, lässt sich nicht so leicht beantworten – Sie müssen es selbst ausprobieren. Denn welche Methode erfolgreicher ist, hängt vor allem von der Bodenbeschaffenheit sowie den klimatischen Bedingungen vor Ort ab. So ist es etwa in norddeutschen Gefilden in der Regel sinnvoller, Pflanzen vorzuziehen, während im süddeutschen Raum die Direktaussaat bessere Erfolge zeigt.

Hokkaido direkt im Freien aussäen

Um Hokkaido Samen direkt im Freien zu säen, sollten Sie zunächst einmal den Boden gut umgraben, lockern und düngen. Am besten ist es, bereits im Herbst vor der geplanten Aussaat reichlich Stallmist in die Erde einzubringen – dieser hat dann bis zum Frühjahr reichlich Zeit zu verrotten und so den Boden mit Stickstoff anzureichern. Je zwei bis drei Samenkerne werden in je eine kleine Mulde von etwa einem Zentimeter Tiefe gelegt und locker mit Substrat bedeckt. Halten Sie das Beet stets feucht, aber nicht nass. Die ersten zarten Spitzen sehen Sie bereits nach etwa ein bis zwei Wochen, vorausgesetzt, es ist warm genug. Sollten mehrere Samenkerne pro Samenloch aufgelaufen sein, so müssen Sie die überzähligen Pflänzchen so schnell wie möglich verziehen.

Hokkaido vorziehen

Hokkaido kann etwa ab Mitte bis Ende März auf der heimischen Fensterbank vorgezogen werden. Dazu stecken Sie je ein bis zwei Samen pro Pflanztopf in entsprechende Anzuchterde, wobei der Samen etwa ein bis zwei Zentimeter tief liegen und locker mit Erde bedeckt sein sollte. Besprühen Sie die Erde mit zimmerwarmem, abgestandenem Wasser und bedecken Sie den Topf mit Klarsichtfolie. Der Topf sollte an einem warmen, sonnigen Platz stehen. Die Pflänzchen werden innerhalb von ein bis zwei Wochen keimen und sehr schnell wachsen. Ab Mitte Mai können die starken Kürbispflanzen schließlich ins Freilandbeet.

Das brauchen Sie fürs Vorziehen Ihrer Kürbispflanzen

  • Kürbissamen
  • mehrere Pflanztöpfe
  • Anzuchterde bzw. nährstoffreiches Substrat
  • Sprühflasche mit Wasser
  • Klarsichtfolie und Gummiband

Tipps & Tricks

Kürbis verträgt sich hervorragend mit Lauchzwiebeln, Gemüsezwiebeln, Kopfsalat, Mais und Stangenbohnen. Weniger sinnvoll ist dagegen eine Vergesellschaftung mit anderen Kürbissorten, insbesondere mit Zierkürbissen. Kürbisse sind Fremdbefruchter und mit ungenießbaren Zierkürbissen befruchtete Hokkaidokürbisse werden ebenfalls ungenießbar.

Text: Ines Jachomowski

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