Hokkaido Kürbis richtig ernten

Ursprünglich stammt der wohlschmeckende Hokkaido Kürbis aus Japan. Auf der gleichnamigen Insel ist übrigens nicht nur der Kürbis, sondern auch die Hunderasse "Hokkaido" - hierzulande manchmal als "Ainu" bezeichnet - beheimatet. Seit einigen Jahren erfreut sich diese Kürbissorte auch bei uns großer Beliebtheit, lässt sie sich doch unkompliziert und ertragreich anbauen. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, wie die köstliche Frucht richtig geerntet wird.

Hokkaido ernten
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Wann ist der beste Erntezeitpunkt?

Der Hokkaido Kürbis zählt, ebenso wie etwa 800 weitere Kürbissorten, zu den Winterkürbissen. Diese haben im Herbst bzw. Spätherbst Saison und zeichnen sich durch ihre lange Lagerungsfähigkeit aus. Hokkaido Kürbisse werden meist zwischen September bis November geerntet, wobei – je nach Zeitpunkt der Aussaat sowie der Witterung – manche Früchte schon ab Ende Juli / Anfang August reif sein können. Wie alle Winterkürbisse sollte auch der Hokkaido nur im vollreifen Zustand geerntet werden, allerdings reift die Frucht an einem warmen und trockenen Standort auch schnell nach. Eine Ernte im unreifen Zustand ist anzuraten, wenn die Witterung bereits sehr kalt und nass ist, beides verträgt die Frucht nicht besonders gut.

So erkennen Sie einen reifen Hokkaido Kürbis

  • leuchtend orangerote Farbe ohne grüne Stellen (Ausnahme: grüne Sorten)
  • trockener, holziger Stiel mit bräunlicher Verfärbung
  • Frucht klingt bei Klopfprobe hohl und dumpf

Einen Hokkaido Kürbis ernten – So geht’s

Soll der Hokkaido eingelagert werden, so sollten Sie den Stielansatz inklusive einem mindestens einen Zentimeter langen Stück des Stiels unbeschädigt an der Frucht belassen. Anderenfalls wird der Kürbis schnell anfangen zu faulen. Schneiden Sie also die Frucht oberhalb des Stielansatzes mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere ab. Beschädigen Sie dabei nach Möglichkeit die Frucht nicht, denn nur unbeschädigte Kürbisse lassen sich für längere Zeit einlagern. Eine Kürbispflanze bringt im Laufe der Erntezeit mehrere Früchte zu unterschiedlichen Reifezeitpunkten hervor.

Hokkaido Kürbis richtig lagern

Reif geerntete und unbeschädigte Früchte mit Stielansatz können bis zu drei Monate an einem kühlen und luftigen Ort aufbewahrt werden. Ideal hierfür sind trockene Kellerräume oder Vorratskammern. Sie können den Hokkaido jedoch auch kleinschneiden und (roh oder gedünstet) einfrieren bzw. einkochen. Besonders lecker ist süß-sauer eingelegter Kürbis, der vor allem zu deftigen Fleischgerichten hervorragend schmeckt.

Tipps & Tricks

Ideal ist es, wenn Sie den wohlschmeckenden Hokkaido zusammen mit süßem Mais und rankenden Bohnen anbauen: Diese drei Pflanzen ergänzen sich hervorragend und Sie sparen wertvolle Anbaufläche ein.

Text: Ines Jachomowski
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