So bekämpfen Sie Hirse im Rasen im Erfolg

Bei warmem Wetter geht es los. Im bislang top-gepflegten Rasen wuchert ein grobes Wildgras, dem mit herkömmlichen Unkrautvernichtern nicht beizukommen ist. Finden Sie hier heraus, wie Hirse im Rasen wirksam zu bekämpfen ist.

Hirse im Rasen

Wie kommt Hirse in den Rasen?

In den vergangenen 20 Jahren wanderten zahlreiche Hirsearten in Deutschland ein und verbreiten sich seither explosionsartig durch Wind, Wasser, Vögel und verunreinigtes Rasen-Saatgut. Das grobe Wildgras hat die unangenehme Eigenschaft, sehr rasch zu keimen und im Rasen die Edelgräser zu überwuchern. An diesen Merkmalen erkennen Sie Hirse im Rasen:

  • Bei Temperaturen über 20 Grad Celsius keimen die Gräser
  • Neusaaten werden ganzflächig befallen
  • In bestehendem Rasen besiedelt Hirse kahle Stellen
  • Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober
  • Überwiegend niederliegendes Wachstum der Wurzeln und Triebe

Bei allen Hirse-Arten handelt es sich um einjährige Pflanzen, die im Winter absterben. Allerdings überwintern die Samen im Rasen, um im nächsten Frühjahr erneut zuzuschlagen.

So wird Auflaufen von Hirse wirksam unterbunden

Es ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn aufgelaufener Hirse ist im Rasen selbst mit chemischen Mitteln kein Einhalt zu gebieten. Damit es soweit nicht kommt, kämmen Sie mit dem Vertikutierer rechtzeitig das Unkraut aus dem Rasen heraus. So gehen Sie dabei vor:

  • Im März/April ab Temperaturen über 10 Grad Celsius den Rasen mähen
  • Mit dem Vertikutierer in zwei Durchgängen jeweils längs und quer den Rasen bearbeiten
  • An kahlen Stellen Rasensamen nachsäen und walzen
  • Anschließend düngen mit Azet Rasen-Boden-Aktivator und gründlich wässern

Im September sollte im Rahmen der herbstlichen Rasenpflege dieser Vorgang wiederholt werden, in Verbindung mit einer Kalium-betonten Düngung.

Sauren Rasenboden aufkalken vergrault Hirse – so geht es

Wuchernde Hirse lässt sich vorzugsweise dort nieder, wo ein saurer Bodenwert vorherrscht. Ein unkomplizierter pH-Wert-Test zeigt an, wie es um Ihren Rasen bestellt ist. Liegt das Ergebnis unter dem Idealwert von 6-7, sollte der Rasen gekalkt werden. Empfehlenswert ist ein milder Algenkalk, der das ganze Jahr hindurch angewendet werden kann.

Abhängig vom Testergebnis, kalken Sie den Rasen in einer Dosierung von 100 bis 300 Gramm je Quadratmeter. Idealerweise wurde der Raten kurz zuvor vertikutiert oder aerifiziert, da er dann besonders aufnahmefähig ist. Dank dieser Maßnahme steigt der pH-Wert dergestalt an, dass Hirse sich erst gar nicht ansiedelt.

Tipps & Tricks

Solange im Rasen mehr Edelgräser als Hirse gedeihen, können Sie auch im Hochsommer noch mittels Vertikutieren der Invasion entgegenwirken. Dabei wird das Gerät so eingestellt, dass die Messer den Boden nicht berühren. Stattdessen heben sie die niederliegenden Wurzeln und Triebe der Hirse empor, um diese später mit dem Rasenmäher zu erfassen. Diese Technik ist weit weniger mühsam, als jede Hirse einzeln zu jäten.

Text: Paula Jansen
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