Heckenrose

Heckenrose: Giftig oder harmlos für Mensch und Tier?

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Heckenrosen und Hagebutten sind zwar nicht giftig, aber es gibt Unterschiede zwischen den Arten und ihren Vitamingehalten. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Heckenrose, ihre Unterscheidung von anderen Rosenarten und die Verwendung ihrer Hagebutten.

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Die Früchte der Heckenrose sind zwar nicht giftig aber auch nicht essbar wie die der Hundsrose

Giftigkeit von Heckenrosen und Hagebutten

Die Heckenrose (Rosa corymbifera) und ihre orangeroten Hagebutten sind nicht giftig, jedoch weniger wertvoll für den Verzehr. Die Hagebutten der Hundsrose (Rosa canina) hingegen sind reich an Vitamin C und anderen Vitalstoffen und somit besonders gesund. Sie können bedenkenlos gesammelt und verzehrt werden, da sie keine Giftstoffe enthalten.

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Verwechslungsgefahr mit anderen Rosenarten

Die Heckenrose (Rosa corymbifera) kann leicht mit der Hundsrose (Rosa canina) verwechselt werden, da beide zu derselben Sektion innerhalb der Gattung Rosen gehören und Hagebutten tragen. Beide Arten sind essbar, jedoch enthalten die Früchte der Hundsrose weit mehr Vitamin C und Vitalstoffe. Weitere Rosenarten, die leicht zu Verwechslungen führen können, sind:

  • Apfelrose (Rosa rubiginosa): Erkennbar am apfelartigen Duft, trägt ebenfalls essbare Hagebutten.
  • Kartoffel-Rose (Rosa rugosa): Besitzt große, apfelförmige Hagebutten, die essbar sind.

Unterscheidungsmerkmale der Heckenrose

Heckenrosen lassen sich durch folgende Merkmale von Hundsrosen unterscheiden:

  • Blütengröße: Heckenrosenblüten sind größer (4 bis 5 cm Durchmesser).
  • Bestachelung: Heckenrosen haben weniger und schwächere Stacheln.
  • Behaarung der Blätter: Die Unterseiten der Heckenrosenblätter sind behaart, die der Hundsrose kahl.

Tipps zum Sammeln von Hagebutten

Beim Sammeln von Hagebutten beachten Sie bitte:

  • Reife Früchte: Ernten Sie Hagebutten, wenn sie tiefrot und noch hart sind (von Ende September bis Mitte Oktober). Überreife Früchte neigen dazu, mehlig und fade zu schmecken.
  • Geeignete Kleidung: Tragen Sie dornenfeste Handschuhe und langärmelige Kleidung zum Schutz vor Stacheln.
  • Sammelorte: Vermeiden Sie Pflanzen in der Nähe stark befahrener Straßen und unteren Bereiche (in Hundehöhe).
  • Sammelbehälter: Verwenden Sie luftdurchlässige Behälter wie Körbe oder Stofftaschen, um Schimmelbildung zu verhindern.
  • Entfernen der Kerne: Entfernen Sie die Kerne vor dem Verzehr, da diese feine Härchen enthalten, die Juckreiz verursachen können. Ein kleiner Löffel oder Spatel ist hierbei hilfreich.

Verwendung von Hagebutten

Hagebutten sind vielseitig verwendbar. Sie eignen sich sowohl roh als auch getrocknet oder verarbeitet:

  • Tee: Hagebuttentee enthält viel Vitamin C und kann bei Erkältungen und zur Stärkung des Immunsystems helfen.
  • Marmelade und Gelee: Hagebuttenmarmelade und -gelee sind aufgrund ihres süß-säuerlichen Geschmacks beliebte Brotaufstriche.
  • Mus und Saft: Hagebuttenmus und -saft bieten nicht nur Vitamine, sondern auch Pektin, das die Verdauung fördern kann.
  • Likör: Hagebuttenlikör ist ein aromatischer Digestif mit intensivem Geschmack.
Bilder: Juergen Faelchle / Shutterstock