Heckenrose, Hagebutte,… – ein Gewächs mit vielen Namen

Sicher kennen Sie Hagebutten. Doch wussten Sie, dass dieser Strauch, dessen Früchte den gleichen Namen tragen, unter mehreren Namen bekannt ist? Welche Merkmale zeichnen ihn aus und ist er für den Garten empfehlenswert?

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Die Hagebutten der Hunds- oder Heckenrose werden für Tees und anderes verwendet

Zeit für Aufklärung

Ob Hagebutte, Heckenrose, Wildrose oder Hundsrose – es gibt viele Namen, die sich auf ein und dasselbe Gewächs beziehen. Vielleicht ist es einfacher, zu sagen: Rosa canina. Dies ist die botanische Bezeichnung dieser Pflanze.

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Es handelt sich hierbei um ein Wildgewächs, das ebenso wie viele (gezüchtete) Rosen, die Sie womöglich in Ihrem Garten stehen haben und die als Edel-, Beet-, Strauch-, Kletter- oder Bodendeckerrosen bezeichnet werden, als Früchte die markanten Hagebutten hervorbringt.

Diese Merkmale machen die Heckenrose aus

Die Heckenrose ist ein bis zu 5 m hoch wachsender Strauch. Als Gehölz ist sie äußerst reich verzweigt und dicht in ihrem Aufbau. Durch ihre hakenförmigen Stacheln, die sich rings um ihre Äste und Zweige angliedern, wird sie zu einem undurchdringlichen Dickicht.

Ihre Laubblätter sind typisch für Rosen. Sie ordnen sich wechselständig an, sind gefiedert, mittelgrün und am Rand gezackt. Im Herbst färben sie sich gelblich bis bräunlich, um daraufhin abgeworfen zu werden.

Die Blüte der Heckenrose

Die Heckenrose erblüht gewöhnlich im Juni. Ihre weißen bis rosafarbenen Blüten öffnen sich nach und nach und sind für wenige Tage geöffnet. Sie sind schalenförmig, fünfzählig aufgebaut und zwittrig. Sie strömen einen typischen Wildrosenduft aus.

Es ist Zeit für ihr großzügiges Geschenk – Hagebutten

Im Spätsommer erscheinen die Hagebuttenfrüchte :

  • bleiben bis Februar haften
  • sind orangerot bis rot gefärbt und glänzend
  • sind oval bis rund geformt
  • sind vitaminreich und gesund
  • Ernte ab Oktober

Empfehlenswert für den Garten?

Ja, denn die Heckenrose kann als Sicht- und Windschutz fungieren. Sie breitet sich über Ausläufer aus und bildet undurchdringliche Dickichte. Sie eignet sich ideal zum Abgrenzen von Grundstücken, als Hecke und zum Bepflanzen von Hängen und Böschungen. Ferner bietet sie eine gute Versteck- und Brutmöglichkeit für Vögel. Ihr Pflegebedarf ist als Wildgehölz äußerst gering.

Tipps

Am liebsten wächst die Heckenrose in einem tiefgründigen Lehmboden in einer halbschattigen und warmen Lage.

Text: Burkhard
Artikelbild: roma'/Shutterstock

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