Apfelrose

Kartoffelrose: Essbare Blüten und Früchte für die Küche

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Die Kartoffelrose (Rosa rugosa) ist nicht nur eine Augenweide im Garten, sondern bietet auch essbare Hagebutten voller Vitamin C und weitere Verwendungsmöglichkeiten. Dieser Artikel beleuchtet die vielseitigen Aspekte der Kartoffelrose, von der Ernte und Verarbeitung ihrer Früchte bis hin zu ihrer Rolle als Bienenweide und den verschiedenen Sorten.

Apfelrose essbar
Die Früchte der Kartoffelrose sind essbar und gesund

Essbarkeit der Hagebutten

Die Hagebutten der Kartoffelrose sind essbar und reich an Vitamin C. Sie können roh oder gekocht verzehrt werden. Beim Rohverzehr ist das Entfernen der kleinen Kerne ratsam, da diese kratzen können. Das dickfleischige Fruchtfleisch der Rosa rugosa ist besonders saftig und ergiebig.

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Verwendung der Hagebutten

Hagebutten der Kartoffelrose lassen sich vielseitig nutzen:

  • Rohverzehr: Ohne Kerne sind die säuerlichen Hagebutten ein leckerer Snack oder eine Salatbeilage.
  • Marmelade: Bekannt als Hägenmark oder Hetschepetsche ist Hagebuttenmarmelade eine schmackhafte Art, die Früchte zu konservieren.
  • Tee: Getrocknete Fruchtschalen und Samen ergeben einen aromatischen Tee, oft als Buttetee bezeichnet.
  • Sirup: Hagebuttensirup eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Getränken oder Desserts.

Erntezeitpunkt und Ernte

Die Hagebutten der Kartoffelrose sind ab August reif. Sie geben bei Druck leicht nach und sind tiefrot. Der Erntezeitraum erstreckt sich bis Oktober. Tragen Sie beim Ernten Handschuhe, um sich vor den zahlreichen Stacheln zu schützen. Es ist empfehlenswert, die Früchte mehrmals zu ernten, da sie nicht gleichzeitig reifen.

Gesundheitswert der Hagebutten

Hagebutten strotzen vor Vitamin C und anderen wertvollen Nährstoffen. Sie enthalten unter anderem B-Vitamine, Vitamin K sowie Antioxidantien wie Betacarotin und Lycopin. Diese Inhaltsstoffe können das Immunsystem stärken und freien Radikalen entgegenwirken. Verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe ergänzen die gesundheitsfördernden Eigenschaften:

  • Galaktolipide: Entzündungshemmend und hilfreich bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose.
  • Flavonoide und Polyphenole: Fördern die allgemeine Gesundheit durch ihre antioxidative Wirkung.
  • Gerbstoffe: Nützlich bei Magen-Darm-Beschwerden.

Das in Hagebutten enthaltene Pektin trägt zu einer guten Verdauung bei und unterstützt eine gesunde Darmflora.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten der Kartoffelrose

Auch andere Teile der Kartoffelrose sind nutzbar:

  • Blütenblätter: Essbar und ideal für Sirup, Limonade oder als dekorative Zutat für Salate und Desserts.
  • Blätter: Ein wohltuender Tee kann aus den Blättern bereitet werden und soll bei Magen-Darm-Beschwerden helfen.

Kartoffelrosen im Garten

Kartoffelrosen sind robust und pflegeleicht. Sie bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte und durchlässigen Boden. Sie eignen sich als Hecke, Solitärpflanze oder Bodendecker. Mit einer Wuchshöhe von 120 bis 200 cm und einer Breite von 120 bis 150 cm beeindrucken sie im Garten. Ihre Winterhärte und Resistenz gegen salzige Meeresluft machen sie ideal für Küstenregionen. Die Pflege beschränkt sich auf gelegentliches Wässern bei anhaltender Trockenheit und seltenes Zurückschneiden.

Sorten

Es gibt viele Sorten der Kartoffelrose, die sich durch Farbe, Größe und Duft unterscheiden. Einige beliebte Sorten sind:

  • Rosa rugosa ‚Pink Grootendorst‘: Kleine, kräftig rosa Blüten mit gefransten Blütenblättern.
  • Rosa rugosa ‚Rugelda‘: Große, zitronengelbe Blüten mit einem rosa Rand.
  • Rosa rugosa ‚Mrs. Anthony Waterer‘: Kirschrote, dekorative Blüten.
  • Rosa rugosa ‚Alba‘: Weiße Blüten, bekannt für ihre Schnittverträglichkeit.

Kartoffelrosen als Bienenweide

Kartoffelrosen sind hervorragende Bienenweiden. Ihre Blütezeit von Juni bis September bietet Bienen, Hummeln und anderen bestäubenden Insekten eine konstante Nahrungsquelle. Die ungefüllten Blüten sind besonders reich an Pollen und Nektar und fördern so die Artenvielfalt in Ihrem Garten.