Blüten und Früchte der Kartoffelrose sind essbar und sehr schmackhaft

Die Kartoffel-Rose (Rosa rugosa) ist aufgrund der Form und Größe ihrer Früchte auch als Apfel-Rose bzw. wegen ihrer Herkunft als Kamtschatka-Rose bekannt. Der Name Kartoffel-Rose verweist dagegen auf das Kartoffelblättern sehr ähnliche Laub. Rosa rugosa gilt als sehr robust und anspruchslos, zudem lassen sich sowohl Blütenblätter und Früchte auf sehr vielfältige Weise in der Küche verwenden.

Apfelrose essbar
Die Früchte der Kartoffelrose sind essbar und gesund

Früchte sind besonders groß und dickfleischig

Im Gegensatz zu den recht kleinen, sehr harten Hagebutten der heimischen Hunds-Rose sind die ebenfalls essbaren Früchte der Kartoffel-Rose eher kugelig und sehr fleischig. In ihrem Inneren befinden sich zahlreiche Samen, die vor einer Verarbeitung mit einem Löffel entfernt werden können. Aus den sehr großen, rosafarbenen oder weißen Blüten entwickeln sich bereits ab Mitte August die ersten Früchte, womit die Kartoffel-Rose in Sachen Fruchtentwicklung ihren heimischen Verwandten weit voraus ist. Die roten Hagebutten lassen sich zu Gelee oder Marmelade sowie zu Hagebutten-Wein bzw. Hagebuttenlikör (unter Verwendung von Wodka oder Doppelkorn) verarbeiten, aber auch roh verzehren. Die Früchte enthalten sehr viel Vitamin C und sind somit sehr gesund.

Hagebutten-Marmelade

Für Hagebutten-Marmelade waschen Sie zunächst einmal ein Kilogramm Hagebutten und befreien diese von den Stiel- und Blütenansätzen. Die Kerne brauchen Sie dagegen nicht entfernen, sollten die Früchte aber einmal halbieren. Kochen Sie die Früchte nun in etwas Apfelsaft weich und pürieren Sie sie. Nun pressen Sie eine Zitrone aus und verkochen das Hagebuttenmus zusammen mit dem Zitronensaft und einem Kilogramm Gelierzucker (Verhältnis 1:1) zu einer leckeren Marmelade.

Blütenblätter lassen sich vielseitig verwenden

Die Blüten der Kartoffelrose können bis zu acht Zentimeter groß werden und erscheinen ab dem frühen Sommer am Strauch. Die einfachen, aber sehr aparten und leicht duftenden Blüten sind nicht nur im Sommer, sondern bis weit in den Herbst hinein zu bewundern. Auch sie sind essbar und können u. a. für das Aromatisieren und Verfeinern diverser Speisen und Getränke verwendet werden.

Rosenblütengelee

Weichen Sie 125 Gramm frisch gesammelte Rosenblüten in Apfelsaft ein und lassen Sie sie für mindestens 24 Stunden gut durchziehen. Seihen Sie den Sud anschließend gut ab und verkochen Sie diesen mit dem Saft einer Zitrone sowie Gelierzucker (Verhältnis 1:1) zu einem schmackhaften Rosenblütengelee.

Tipps

Zusammen mit Pfefferminzblättern und Zitronenmelisse ergeben die Blütenblätter der Kartoffelrose einen leckeren Tee.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.