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Hecke bewässern: So versorgen Sie Ihre Pflanzen optimal

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Hecken benötigen gerade in der Anwuchsphase ausreichend Wasser. Dieser Artikel informiert über den Wasserbedarf unterschiedlicher Heckenarten, gibt Tipps zur optimalen Bewässerung und stellt verschiedene Bewässerungsmethoden vor.

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Während trockenen Perioden kann die Hecke etwas Wasser gebrauchen

Bewässerung junger Heckenpflanzen

Junge Heckenpflanzen benötigen während ihrer Anwachsphase besonders viel Wasser. Da ihre Wurzeln noch nicht tief genug reichen, um selbstständig Wasser zu ziehen, muss der Boden um die Pflanzen regelmäßig feucht gehalten werden. In den ersten Wochen nach dem Pflanzen sollte daher zweimal pro Woche gegossen werden. Pro Bewässerung sind etwa 10 bis 15 Liter Wasser pro Meter Heckenhöhe erforderlich, wobei die exakte Menge von der Pflanzenart und der Bodenbeschaffenheit abhängt.

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Bewässerung ausgewachsener Hecken

Ausgewachsene Hecken benötigen weniger Wasser als junge Pflanzen, aber in Trockenperioden ist zusätzliche Bewässerung wichtig. Der Wasserbedarf variiert je nach Heckenart, Bodenbeschaffenheit und Wetterbedingungen.

Wasserbedarf verschiedener Heckenarten

  • Buchenhecken: Nach der Anwachsphase kommen sie gut mit längeren Trockenperioden zurecht. Bei Wassermangel zeigen sie braune oder vertrocknete Blätter.
  • Kirschlorbeer: Verträgt Trockenheit recht gut. Fallen die Blätter ab oder werden braun, ist Bewässerung nötig. Auch im Winter benötigt Kirschlorbeer an frostfreien Tagen Wasser.
  • Liguster: Kommt mit Trockenheit und Feuchtigkeit gut zurecht. Bewässerung ist nur bei anhaltender Trockenheit erforderlich. Im Winter kann an frostfreien Tagen gegossen werden, wenn der Boden trocken ist.
  • Thuja: Benötigt relativ viel Wasser und sollte in Trockenperioden regelmäßig bewässert werden. Der Boden ist idealerweise konstant leicht feucht zu halten.

Bodenbeschaffenheit

Die Art des Bodens beeinflusst den Wasserbedarf: Sandige Böden speichern Wasser schlechter als Lehmböden und erfordern daher häufigeres Gießen.

Wetter

In heißen und trockenen Sommern benötigen Hecken mehr Wasser. Bei längeren Trockenperioden sollte alle drei bis vier Tage gegossen werden, wenn kein Regen fällt.

Bewässerungsmethoden

Es gibt verschiedene Methoden, um eine Hecke zu bewässern. Die Wahl der Methode hängt von der Größe der Hecke, der Bodenbeschaffenheit und den persönlichen Vorlieben ab.

Bewässerung mit der Gießkanne

Diese Methode eignet sich besonders für kleine Hecken. Das Wasser sollte direkt an den Stammfuß der Pflanzen gegossen werden, um sicherzustellen, dass die Wurzeln ausreichend Feuchtigkeit erhalten.

Bewässerung mit dem Gartenschlauch

Eine bequeme Methode auch für größere Hecken. Mit einem Gießstab oder einer Sprühpistole kann das Wasser gezielt an den Wurzelbereich der Pflanzen geleitet werden.

Automatische Bewässerungssysteme

Für große Hecken oder Gartenbesitzer mit wenig Zeit bieten sich automatische Bewässerungssysteme an. Diese bestehen häufig aus Tropf- oder Perlschläuchen, die entlang der Hecke verlegt werden. Das Wasser tritt langsam und gleichmäßig aus und versorgt die Pflanzen kontinuierlich mit Feuchtigkeit. Automatische Systeme können auch mit Steuerungen ausgestattet sein, die die Bewässerung nach Wetterbedingungen und Bodenfeuchtigkeit anpassen.

Tipps zum Bewässern von Hecken

  • Staunässe vermeiden: Hecken benötigen keine Staunässe. Der Boden sollte gut durchlässig sein, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.
  • Gießrand anlegen: Ein Gießrand bei jungen Heckenpflanzen sorgt dafür, dass das Wasser direkt in den Wurzelbereich gelangt und effizient genutzt wird.
  • Gießen am Morgen oder Abend: In den Sommermonaten empfiehlt es sich, in den frühen Morgenstunden oder am Abend zu gießen, um die Verdunstung zu minimieren.
  • Mulchen: Das Mulchen von Hecken mit Rindenmulch, Stroh oder Hackschnitzeln reduziert die Verdunstungsverluste und hält den Boden länger feucht.
  • Bewässerungscomputer: Automatische Bewässerungssysteme können mit einem Bewässerungscomputer verbunden werden. Dies gewährleistet eine konstante Wasserversorgung, auch bei Abwesenheit, und spart Wasser durch optimale Steuerung.
Bilder: Ralf Geithe / Shutterstock