Optimale Bewässerung von Topfpflanzen – 3 bewährte Methoden

Nicht nur während einer kürzeren oder längeren Abwesenheit kann ein Bewässerungssystem für den Blumentopf auf der heimischen Fensterbank sinnvoll sein. So mancher Topfgärtner hat wenig Zeit, ist beruflich oder familiär stark eingespannt - und vergisst das Gießen daher gerne mal. Damit das nicht passiert und Sie trotzdem nicht auf frisches Grün in der Wohnung und auf dem Balkon verzichten müssen, können Sie auf verschiedene Bewässerungssysteme zurückgreifen.

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Die Bewässerung mithilfe von PET-Flaschen ist einfach und kostenlos

Bewährte Methoden für die Bewässerung von Topfpflanzen

Wer nicht auf komplizierte, mit Pumpe und Wasseranschluss funktionierende, Bewässerungssysteme zurückgreifen möchte, hat die Auswahl unter zahlreichen stromlosen Methoden. Diese sind entweder günstig im gut sortierten Fachhandel erhältlich oder können mit wenigen Materialien selbst gebaut werden.

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Pflanzgefäße mit Wasserreservoir

Vorausschauend ist es, schon bei der Pflanzung an einen eventuellen Urlaub und damit verbundene Bewässerungsprobleme zu denken. Kaufen Sie möglichst Pflanzgefäße mit Wasserreservoir, auch wenn diese teuer sind. Dafür ersparen sie Ihnen viel Zeit, Sie müssen lediglich das Reservoir regelmäßig nachfüllen. Allerdings eignen sich diese Gefäße nur dann, wenn wenige Tage überbrückt werden müssen. Für einen längeren Sommerurlaub benötigen Sie eine zusätzliche Bewässerung.

Bewässerungskugeln / -kegel

Diese lässt sich etwa mit Hilfe von Bewässerungskugeln oder -kegeln bewerkstelligen. Bewässerungskugeln etwa bestehen aus Glas und sind einteilig. Sie füllen den oberen, kugeligen Teil mit Wasser und stecken den Stab einfach in den Pflanztopf. Das Wasser wird allmählich aus dem Glasballon heraussickern. Bewässerungskegel dagegen gibt es aus Kunststoff oder Ton, zudem funktionieren sie etwas anders: Sie benötigen immer einen externen Wasserbehälter, aus dem das Wasser in den Kegel läuft und von dort an die Pflanze abgegeben wird. Das Behältnis wird entweder direkt auf den Kegel aufgeschraubt oder mit diesem über einen dünnen Schlauch verbunden.

Bewässerung mit PET-Flaschen

Bewährt haben sich die Bewässerungskegel vor allem in der Verbindung mit einer PET- oder Glasflasche, auf die sie aufgeschraubt und schließlich in das Substrat gesteckt werden. Damit das System funktioniert, muss die Erde zuvor gut angegossen werden – anderenfalls entleert sich die Flasche sehr schnell.

Weitere Tipps für die Bewässerung von Kübelpflanzen

Weiterhin können Sie Ihre Topfpflanzen vor einer vorzeitigen Austrocknung bewahren, indem Sie

  • das Pflanzsubstrat mit Tonkügelchen (25,99€ bei Amazon*) / Perlite (30,50€ bei Amazon*) anmischen
  • Ton speichert mehr Wasser als simple Erde und hält daher das Substrat feucht
  • die Pflanzen auch im Topf mulchen, beispielsweise mit Schafwolle (gibt es auch in Pelletform)

Tipps

Wer seine Pflanzen im Frühjahr gerne selbst auf der Fensterbank vorzieht oder Ableger zieht, kann sie auf diese Weise mit ausreichend Wasser versorgen: Schneiden Sie eine PET-Flasche sauber in der Mitte durch und verschließen Sie den oberen Teil fest mit dem perforierten Schraubverschluss. In diesen füllen Sie das Pflanzsubstrat und setzen die Jungpflanze hinein. Der untere Flaschenteil wird etwa zu zwei Dritteln mit Wasser gefüllt. Nun stellen Sie den oberen Teil in den unteren und fahren getrost in den Urlaub.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: ULD photo life/Shutterstock

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