Chlorophytum comosum
Die Grünlilie eignet sich hervorragend als Zimmerpflanze: Sie ist pflegeleicht und reinigt die Luft

Grünlilien

Die Grünlilie erzeugt eine natürliche Wohlfühlatmosphäre, reinigt die Luft, setzt dekorative Akzente und bringt Ruhe in die Hektik des Alltags. Damit diese wundersame Zimmerpflanze problemlos gedeiht, beantworten wir hier alle fundamentalen Fragen zur fachgerechten Kultivierung.

Pflegetipps

Die Agenda für eine sachgemäße Grünlilien-Pflege umfasst diese Punkte:

  • Heller Standort mit milder Morgen- oder Abendsonne
  • Normale Raumtemperaturen mit Temperaturen über 10 Grad Celsius
  • Mäßig gießen mit kalkarmem Wasser, ohne Staunässe
  • Von April bis Oktober alle 2-3 Wochen verdünnten Flüssigdünger verabreichen

Eine Winterruhe im eigentlichen Sinn legt die Zimmerpflanze nicht ein. Dennoch reduziert sich von November bis März der Bedarf an Gießwasser. Da kaum noch Wachstum stattfindet, erhält die Grünlilie in dieser Zeit keinen Dünger.
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Welcher Standort ist geeignet?

Je intensiver die Photosynthese, desto prächtiger entwickelt sich die Blattschmuckpflanze. Weisen Sie einer Grünlilie daher einen sonnigen Standort zu, mit Beschattung bei praller Mittagssonne. In lichtarmen Zimmerecken empfehlen wir während der Winterzeit eine ergänzende Beleuchtung. Darüber hinaus sollte der ideale Standort so beschaffen sein:

  • Normale Raumtemperaturen, nicht unter 10 Grad Celsius
  • Eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit von mehr als 50 Prozent

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Gruenlilien richtig schneiden

Ein turnusmäßiger Rückschnitt zählt nicht zum regulären Pflegeprogramm einer Grünlilie. Dessen ungeachtet ist die Zimmerpflanze ausgesprochen schnittverträglich. Schneiden kommt daher in diesen Fällen problemlos in Betracht:

  • Reduzieren der Größe und des Umfangs
  • Gewinnen von Ablegern
  • Herausschneiden verwelkter Blüten
  • Entfernen von Samenständen

Vollständig verdorrte Blätter werden besser ausgezupft, anstatt sie abzuschneiden. Bei einem Schnitt verbleibt stets ein kleines Blattstück an der Pflanze, das die Gefahr von Fäulnis nach sich zieht.
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Gruenlilien gießen

Insgesamt bewegt sich der Wasserbedarf einer Grünlilie auf mittlerem Niveau. Während der Hauptwachstumszeit gedeiht die Grünpflanze bestens, wenn sie konstant feucht gehalten wird. Von November bis März ruht das Wachstum, sodass sich der Gießbedarf entsprechend reduziert. Idealerweise verwenden Sie gesammeltes Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser, da die Grünlilie ein leicht saures Erdreich bevorzugt.
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Gruenlilien richtig düngen

Um die dekorativen Schmuckblätter hervorzubringen, kommt die Grünlilie nicht ohne zusätzliche Nährstoffe aus. Düngen Sie daher von April bis Oktober alle 2-3 Wochen mit einem Flüssigdünger für Grünpflanzen. Die Dosierung richtet sich nach der Größe, den Standortbedingungen und der Wachstumsgeschwindigkeit. Während des Winters ist zumeist kein Dünger erforderlich. Einzig in warmen Lagen mit entsprechendem Wachstum, verabreichen Sie von Oktober bis März alle 4 Wochen etwas Dünger.

Sofern sich eine Katze in Reichweite einer Grünlilie aufhält, empfehlen wir die Verwendung von organischem Dünger, wie flüssigem Kompost, Hornmehl oder Wurmtee.
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Gruenlilien vermehren

Wo die Grünlilie als Solitär gute Laune verbreitet, wächst der Wunsch nach weiteren Exemplaren. Für die Vermehrung haben Sie die Wahl unter folgenden Methoden:

  • Teilung des Wurzelballens
  • Bewurzelte Kindel abschneiden und einpflanzen
  • Ableger wie Absenker behandeln und bewurzeln lassen

Zerteilen Sie den Wurzelballen nicht mit einem Messer. Idealerweise ziehen Sie die ausgetopfte Grünlilie mit den Händen auseinander, sodass es nur zu marginalen Verletzungen an den Wurzeln kommt.
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Umtopfen

Wird es einer Grünlilie im Kübel zu eng, sollte sie im Frühjahr umgetopft werden. In diesen Schritten gehen Sie dabei vor:

  • Über der Bodenöffnung im neuen Topf mit Tonscherben oder Kies eine Drainage anlegen
  • Darüber das Substrat bis zur Hälfte einfüllen, um mit der Faust eine Mulde hinein zu drücken
  • Die Grünlilie austopfen, die ausgediente Erde abschütteln und mittig einpflanzen
  • Nicht tiefer einsetzen als zuvor

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Ist Gruenlilien giftig?

Von einer Grünlilie geht keinerlei gesundheitliche Gefahr aus. Die Zimmerpflanze zählt daher zu den Favoriten für eine unbedenkliche Innenraumbegrünung. Das gilt für Mensch und Tier gleichermaßen.
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Braune Blätter

Entwickeln sich an einer Grünlilie braune Blätter, ist dies primär kein Grund zur Beunruhigung. Gleichwohl sollte die Ursache herausgefunden und behoben werden. Die häufigsten Auslöser im Überblick:

  • Ballentrockenheit
  • Pralle Mittagssonne
  • Plötzlicher Standortwechsel

Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit verursacht ebenfalls braune Blätter. Sprühen Sie die Grünlilie daher alle paar Tage mit kalkfreiem Wasser ein oder platzieren einen Luftbefeuchter im Zimmer.
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Gelbe Blätter

Mit gelben Blättern bringt die Grünlilie ihren Unmut zum Ausdruck, wenn sie aufgrund von Versäumnissen in der Pflege einen Mangel erleidet. Die Gelbfärbung signalisiert, dass es der Pflanze an Eisen fehlt. Das als Blattchlorose bezeichnete Schadbild entsteht, wenn zu kalkhaltiges Gießwasser verwendet wird. Wenngleich der Dünger genügend Eisen enthält, wird dieser Nährstoff durch zu viel Kalk gebunden und findet nicht den Weg in die Schmuckblätter. Stellen Sie daher die Wasserversorgung auf gesammeltes Regenwasser oder entkalktes Leitungswasser um.

Als weitere Ursache für gelbe Blätter rückt ein zu dunkler Standort in den Fokus, der die lebenswichtige Chlorophyllproduktion im Laub beeinträchtigt. Nicht zuletzt kommt ein Schädlingsbefall in Betracht. Wenn listige Läuse oder Thripse einer Grünlilie den Saft aussaugen, färben sich die Blätter gelb.
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Warum bekommt die Grünlilie braune Spitzen?

Ein häufig auftretendes Schadbild an Grünlilien sind braune Spitzen. Auf diese Weise reagiert die Pflanze, wenn ihre Blätter permanent auf einen Untergrund stoßen. Kultivieren Sie die Grünpflanze daher vorzugsweise in einer Ampel oder auf einem Blumenständer, damit die langen Triebe herabbaumeln können.

Sofern Sie sich an den braunen Spitzen stören, können diese mit einer desinfizierten Schere abgeschnitten werden. Schneiden Sie nicht bis ins Grün, sondern belassen ein winziges Stückchen des verfärbten Gewebes von 1-2 Millimeter am Blatt.
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Ist die Grünlilie giftig für Katzen?

Die Grünlilie steht für Katzen ganz oben auf der Hitliste, wenn es um Knabberpflanzen geht. Das ist auch gut so, denn sie enthält keine Giftstoffe und fungiert ähnlich wie das klassische Katzengras. Einzig die Samenstände sollten nicht in Miezes Magen gelangen, da diese Übelkeit auslösen könnten. Schneiden Sie daher die verwelkten Blüten unverzüglich aus einer Grünlilie heraus.
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Die Grünlilie als Zimmerpflanze

Im Ranking der beliebtesten Zimmerpflanzen hat sich die Grünlilie seit Jahrzehnten einen Platz ganz oben auf der Liste erobert. Das verwundert wenig, angesichts ihrer genügsamen Anspruchslosigkeit und ihrer aparten Erscheinung. Ihren zweiten Vornamen Beamtengras verdankt die Grünlilie dem Umstand, dass sie nicht nur aus der Atemluft des Büros Giftstoffe herausfiltert, sondern auch ein Wochenende ohne Pflege klaglos hinnimmt.

Die Grünlilie fungiert zudem als üppige Zierde auf dem sommerlichen Balkon, solange sie hier nicht mit praller Mittagssonne konfrontiert und rechtzeitig im Herbst eingeräumt wird. Anhängern der Feng Shui Harmonielehre dient die grazile Blattschmuckpflanze als Kraftquirl, der verbrauchte Lebensenergie ersetzt.
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Die Grünlilie als Hydrokultur ziehen

Die Grünlilie gilt als Paradebeispiel für eine Zimmerpflanze in Hydrokultur. Allerdings sollten Sie sich für diese Variante bereits im Vorfeld entscheiden, denn eine Umstellung von Erdwurzeln auf Wasserwurzeln verträgt selbst die genügsame Grünlilie im Nachhinein nur selten.

Um das Experiment der Wasserkultur einmal zu wagen, bietet sich für Anfänger die Verwendung von Kindeln an. Einfach in den Hydrokultur-Topf setzen und mit leicht erhöhtem Wasserstand beginnen. Während die Wurzeln sprießen, kann der Wasserstand auf ein normales Niveau gesenkt werden.
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Die Grünlilie reinigt die Luft

Anhänger der Feng Shui Philosophie wissen es längst: Die Grünlilie trägt zur Luftreinigung in Räumen bei. Daher ist sie nicht nur in Wohnzimmern häufig anzutreffen, sondern ziert Büro- und Arbeitsräume. Die afrikanische Blattschmuckpflanze dient somit nicht nur einer optischen Verbesserung des Raumklimas, sondern filtert Gifte aus der Atemluft heraus.
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Grünlilie durch Ableger vermehren

Kaum eine andere Pflanze liefert so freigiebig Ableger, wie die Grünlilie. Clevere Hobbygärtner kaufen daher maximal eine Pflanze und ziehen sich weitere Exemplare mithilfe der Kindel heran. Ein bewährtes Prozedere verläuft so:

  • Bewurzelte Tochterpflanzen mit 5 cm langen Blättern abschneiden
  • Ableger im unteren Drittel entlauben
  • Einpflanzen in einen Topf mit lockerer Blumenerde und konstant feucht halten

Sie gehen auf Nummer sicher, wenn Sie die Verbindung von Ableger und Mutterpflanze zunächst bestehen lassen. Platzieren Sie den Anzuchttopf in unmittelbarer Nähe und behandeln die Tochterpflanzen ähnlich wie einen Absenker. Die Trennung erfolgt erst, wenn sich das Kindel gut entwickelt hat.
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Die Samen der Grünlilie

Einige Zeit nach der Blüte bildet die Grünlilie kleine Kapselfrüchte, in denen sich 2-3 Millimeter große, schwarze Samen entwickeln. Sofern es sich um eine uni-grüne Wildart handelt, können Sie den Versuch einer Aussaat wagen. Bei panaschierten Hybriden ist hingegen Hopfen und Malz verloren, wenn Sie aus den Samen neue Pflanzen züchten möchten.
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Ist die Grünlilie winterhart?

Die Grünlilie ist beheimatet in Südafrika. Folglich ist sie nicht winterhart und gilt als ideale Zimmerpflanze. Es spricht nichts dagegen, die Blattschmuckpflanze während des Sommers auf dem Balkon zu platzieren, denn unter freiem Himmel entwickelt sie sich besonders üppig. Fallen die Temperaturen unter 10 Grad, siedelt die Grünlilie um ins Haus.
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Die Grünlilien-Arten

Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) hat sich als einzige Art ihrer Gattung in unseren Breiten als Zimmerpflanze etabliert. Das verwundert ein wenig, da unter den mehr als 100 weiteren Arten etliche potenzielle Kandidaten für die heimische Fensterbank vertreten sind. Immerhin haben Sie die Wahl unter aparten Grünlilien-Sorten, die mit dekorativ gezeichneten Blättern aufwarten. So besticht die Sorte Mandaianum mit gelben Mittelstreifen auf dunkelgrünem Laub.
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Die schönsten Sorten

  • Variegatum: eine prächtige Sorte mit weiß gerandeten, lebendig grünen Blättern bis 40 Zentimeter lang
  • Vittatum: besticht mit lanzettlichen Blättern, die ein weißer oder cremefarbener Mittelstreifen ziert
  • Picturatum: setzt ihre langen Schmuckblätter mit einem gelben Mittelstreifen in Szene
  • Bonnie: romantisch gekräuseltes Laub hebt diese Sorte aus der Menge heraus
  • Ocean: eine kreative Züchtung mit hellgrünem Laub und weißem Rand
Text: Gartenjournal.net

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