Grasmilben biologisch bekämpfen

Kleine rote Stiche auf der Haut, die unangenehm jucken und zum Teil auch schmerzen, weisen auf Grasmilben hin. Dass die Symptome vermehrt nach dem Toben auf dem Rasen oder nach dem Sonnenbad im Park auftreten, kommt nicht von ungefähr. Hier verstecken sich die winzigen Schädlinge und warten auf einen geeigneten Wirt, um sich an ihm fest zu beißen. Möchten Sie Grasmilben aus Ihrem Garten verbannen, finden Sie auf dieser Seite hilfreiche Tipps.

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Im kurzen Gras halten sich weniger Grasmilben auf

Kurzer Steckbrief der Grasmilbe

Um Schädlinge erfolgreich zu bekämpfen, ist es immer hilfreich, ihre Lebensgewohnheiten und Vorlieben zu kennen. Daher finden Sie im Folgenden eine kurze Übersicht über das Aussehen und Verhalten der Grasmilbe.

  • gehören zu den Spinnentieren
  • auch unter den Bezeichnungen Herbstgrasmilbe, Herbstmilbe, Graslaus oder Erntemilbe bekannt
  • werden nur 0,2 bis 0,3 mm groß

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Wo leben Grasmilben?

Grasmilben halten sich in der Regel am Boden auf. Auf der Suche nach einem passenden Wirt lauern sie auf den Spitzen der Grashalme. Streift ein Lebewesen vorbei, lassen sie sich je nach Größe fallen oder haften sich am Fell beziehungsweise der Haut fest. Grasmilben bevorzugen trockenes Klima und warme Temperaturen. Daher ist das Vorkommen vor allem in der warmen Jahreszeit besonders hoch.

Grasmilben feststellen

Möchten Sie prüfen, ob sich auch in Ihrem Rasen Grasmilben aufhalten? Dafür gibt es einen einfachen Trick:

  1. Legen Sie an einem sonnigen Tag ein schwarzes Blatt Papier oder ein dunkles Stück Folie auf den Rasen.
  2. Warten Sie ein paar Minuten ab.
  3. Kontrollieren Sie das Papier beziehungsweise die Folie auf kleine rote Tierchen.

Aber wie funktioniert diese Anwendung? Ganz einfach: das schwarze Papier erhitzt sich aufgrund der Farbe in der Sonne. Da Grasmilben Wärme lieben, krabbeln sie von den Grashalmen auf das Papier.

Übrigens besiedeln Grasmilben nicht die vollständige Rasenfläche. Meistens bilden sie fleckenartige Kolonien, die vereinzelt im Garten auftauchen. Wenden Sie den oben beschriebenen Trick also an mehrere Stellen an.

Sind Grasmilben gefährlich?

Von erwachsenen Tieren geht keine Gefahr aus. Sie haben bereits ihr letztes Lebensstadium erreicht und verbringen ihr Dasein meistens unter der Erde. Die Larven der Grasmilbe verursachen dagegen schmerzende Stiche. Im Gegensatz zu Zecken oder Mücken saugen sie jedoch kein Blut. Daher übertragen sie auch keine Krankheiten. Allerdings ernähren sie sich von kleinen Hautpartikeln, die sie mit ihren Mundwerkzeugen von der Oberhaut schaben. Dabei sondern sie ein ätzendes Speichelsekret ab. Anschließend lösen sie sich von ihrem Wirt und reifen zu adulten Tieren heran.

Symptome eines Stiches

  • Juckreiz
  • Schmerzen (treten zeitverzögert auf, meistens nach 24 Stunden)
  • Rötungen
  • Quaddeln
  • häufig an der Leiste, der Fußfessel oder in der Kniekehle
  • mehr als nur ein Stich
  • Beschwerden halten bis zu zwei Wochen an
  • allergische Reaktionen möglich

Was verspricht Linderung?

Obwohl die Bisse der Grasmilbe häufig einen starken Juckreiz auslösen, sollten Sie es vermeiden, die Stellen aufzukratzen. Dies steigerte nur das Risiko, dass sich die kleinen Einstiche entzünden. Ein Kühlgel aus der Apotheke kann helfen, den Juckreiz etwas zu senken. Bleibt die Anwendung ohne merklichen Erfolg, suchen Sie am besten einen Arzt auf. Dieser wird Ihnen eine kortisonhaltige Salbe verschreiben.

Wer ist gefährdet?

Vor Grasmilben ist leider niemand sicher. Die Größe des Wirts spielt bei der Auswahl keine Rolle. Grasmilben dringen sogar durch dichtes Tierfell.

Grasmilben loswerden

Rasenpflege

Im Sommer empfiehlt es sich, den Rasen regelmäßig zu sprengen. Da Grasmilben Feuchtigkeit meiden, suchen sie sich bei zu nassem Gras einen anderen Lebensraum. Weiterhin nisten die Tiere nicht nur auf frischen Halmen. Auch der beim Mähen anfallende Rückschnitt bietet ein gern angenommenes Quartier. Entsorgen Sie den Abfall daher außerhalb Ihres Gartens. Beachten Sie dabei aber bitte, dass Sie den Schnitt legal kompostieren.
Treffen Grasmilben an der Erdoberfläche auf ungünstige Bedingungen, verkriechen sie sich manchmal auch in die unteren Erdschichten. Bis zu einem Meter tief dringen sie ins Erdreich vor. Sobald sich die Lage an der Erdoberfläche bessert, werden sie erneut erscheinen. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie die Schädlinge auch an ihrem Rückzugsort stören. Entmoosen und vertikutieren Sie Ihren Garten gründlich.

Weitere Mittel

Darüber hinaus haben sich zwei Hausmittel zur Bekämpfung von Grasmilben bewährt:

  • Neemöl
  • und Kieselgurpulver

helfen, die Population zu vertreiben. Schütten Sie das Mittel Ihrer Wahl auf betroffene Stellen im Rasen. Diese machen Sie mit dem oben erläuterten Trick ausfindig.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: StockWithMe/Shutterstock

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